Gewitterwolken schürfen über den Rücken der Pyrenäen und ein Blitz erschlägt den dichtenden Bauern Domènec, dessen junge Frau Sió mit ihrem Schwiegervater und ihren Kindern allein zurückbleibt. Doch das Leben geht weiter. Teilnahmslos beobachten die Berge das Werden und Vergehen derer, die dort leben. Die junge katalanische Schriftstellerin Irene Solà, die für diesen Roman 2020 mit dem Europäischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde, erschafft und belebt eine vielstimmige und poetische Welt, erzählt durch starke Frauen und mystische Stimmen von Großeltern, Eltern, Kindern, Tieren, Geistern, dem Wald und den Wolken. Sie alle bilden diese Geschichten, die auf eine schöne und magische, aber auch tragische Art und Weise miteinander verbunden sind. Alle vereint im Kreislauf von Geburt, Leben und Tod. Solà erzählt die Geschichte der Berge, die die Erinnerung an Jahrhunderte, an geologische Epochen, politische Konflikte und die Verbindung mit der Natur umfasst.
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Singe ich, tanzen die Berge
von Irene Solà, Petra Zickmann
Gewitterwolken schürfen über den Rücken der Pyrenäen und ein Blitz erschlägt den dichtenden Bauern Domènec, dessen junge Frau Sió mit ihrem Schwiegervater und ihren Kindern allein zurückbleibt. Doch das Leben geht weiter. Teilnahmslos beobachten die Berge das Werden und Vergehen derer, die dort leben. Die junge katalanische Schriftstellerin Irene Solà, die für diesen Roman 2020 mit dem Europäischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde, erschafft und belebt eine vielstimmige und poetische Welt, erzählt durch starke Frauen und mystische Stimmen von Großeltern, Eltern, Kindern, Tieren, Geistern, dem Wald und den Wolken. Sie alle bilden diese Geschichten, die auf eine schöne und magische, aber auch tragische Art und Weise miteinander verbunden sind. Alle vereint im Kreislauf von Geburt, Leben und Tod. Solà erzählt die Geschichte der Berge, die die Erinnerung an Jahrhunderte, an geologische Epochen, politische Konflikte und die Verbindung mit der Natur umfasst.
Aktuelle Rezensionen(2)
„Nichts wird lange währen. Gar nichts. Die Stille nicht. Das Unheil nicht. Das Meer nicht. Auch nicht eure hässlichen Kinderchen. Oder die Erde, die eure schwächlichen Füße duldet.“ (Seite 99) Wunderschönes Buch, welches Geschichten aus der Perspektive von Tier, Mensch und Naturgewalten auf unterschiedliche Weise erzählt und verbindet. Ich konnte das Lesen sehr genießen.
In diesem Buch weiß man zu Beginn eines Kapitels nie, was einen erwartet. Wird man die Perspektive eines Gewitters, eines Rehbocks, der Pyrenäen einnehmen. Oder in die Haut von Hexen schlüpfen, von traurigen Bärenmännern, lebenslustigen Frauen? In dieses Buch hineinzublättern, ist wie einen geographischen Querschnitt einer Region anschauen. Man betrachtet die verschiedenen Schichten und staunt über das Verborgene. Eine sehr überraschende Lektüre mit dem schönsten Buchcover des Jahres.