4.0

Fang den Hasen

von Lana Bastašić

Format:Hardcover

Die Serbin Sara ist nach Dublin ausgewandert. Ihre Mutter hat sie schon seit Jahren nicht mehr gesehen, ihre einst beste Freundin Lejla auch nicht. Da kommt ein Anruf von Lejla, mit dem sie Sara nach Mostar beordert. Sie müsse mit ihr nach Wien fahren, weil dort Lejlas verschollener Bruder Armin lebe. In den war Sara als Jugendliche verliebt gewesen. Die Gegenwartshandlung, eine Fahrt im klapprigen Opel von Mostar nach Wien, ist durchzogen von Rückblenden in die Kindheit und Jugend der beiden jungen Frauen. Sie werfen Schlaglichter auf die inzwischen brüchig gewordene Freundschaft der beiden, in der auch früher längst nicht alles so eindeutig war, wie es auf den 1. Blick scheint. Geprägt von subtilen Machtkämpfen untereinander, von Krieg und ethnischen Konflikten (Lejla ist Bosnierin), schildert der Roman in rasanter Sprache die Befindlichkeiten und Sehnsüchte der beiden jungen Frauen aus der Perspektive von Ich-Erzählerin Sara. Er verwebt die Konflikte des zerfallenen Jugoslawien mit dem Coming-of-Age der Protagonistinnen. Breite Empfehlung bereits für etwas gröe︣re Bestände

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: 2021-03-10

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Aktuelle Rezensionen(3)

4.0(15 ratings)
avînRezension von avîn

Wow, wow, wow – was Lana Bastašić mit Fang den Hasen geschaffen hat, ist einfach großartig! Ein bewegendes Buch über Freundschaft, Verlust und Herkunft.

JetteRezension von Jette

Zu Beginn ist das Buch eine schöne Sammlung an Erinnerungen mit wunderschönen Beschreibungen, sodass man am liebsten jeden dritten Satz anstreichen möchte. Dann entwickelt es sich zu einer Art Road Trip durch die Vergangenheit und zeigt auf, wie tief die Spuren sein können, die Freundschaften in einem Menschen hinterlassen, verwoben mit Hinweisen auf die dunklen Seiten der jüngeren bosnischen Geschichte, die in den Protagonistinnen allgegenwärtig ist. Ich mochte den Schreibstil echt gern und alles in dieser Geschichte entspricht so sehr ihren Figuren. Das Buch ist deshalb sehr stimmig, in all seiner Unstimmigkeit.

JuliaRezension von Julia

Eine wilde Reise durch den europäischen Kontinent und das Leben zweier junger Frauen, deren Leben durch den Balkankrieg durchgerüttelt wird. Leyla ist da geblieben und Sara nach Irland verschwunden, hat ihrer Familie, ihrer Freundin, ihrem Heimatland den Rücken gekehrt und will von ihrer Vergangenheit scheinbar nichts mehr wissen oder nur noch wissen, was sie selbst erzählt. Ob ihr dabei als Erzählerin zu trauen ist, lässt der Roman offen. Hier liegt für mich auch mein Problem mit dem Buch: Sara ist eine wehleidige Erzählerin, die ihre Probleme mit der Welt nicht immer deutlich machen kann. Oft verstand ich nicht, warum sie sich in einem bestimmten Zustand befindet. Ihre Hauptmotivation für die Reise des Buches ist nicht unbedingt nachvollziehbar. Kurzum: die Ich-Erzählerin des Buches hat in meinen Ohren nicht immer den richtigen Ton getroffen, der die vielfältigen Konflikte emotionaler und historischer Art überzeugend und klar rüberbringen konnte.

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