Seit Jahren hat Didi kein Wort mit ihrem Vater gewechselt. Da meldet er sich plötzlich bei ihr und bittet um Hilfe: Er ist schwer erkrankt. Im Krankenhaus übernimmt Didi, denn noch immer spricht ihr Vater wenig Deutsch. Sie kaum noch Slowakisch. Und in den kommenden Tagen lernt sie mehr über sich und ihn als in all den Jahren zuvor. Über Stolz und vertane Chancen, über ihre Familie, Migration und Hoffnung, über sich als Tochter und ihn als Vater. Es ist eine zaghafte, einmal mehr unausgesprochene Annäherung, in der immer deutlicher wird, was sie bei allen Unterschieden eint: ihr Ostblockherz.
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Ostblockherz
von Didi Drobna
Seit Jahren hat Didi kein Wort mit ihrem Vater gewechselt. Da meldet er sich plötzlich bei ihr und bittet um Hilfe: Er ist schwer erkrankt. Im Krankenhaus übernimmt Didi, denn noch immer spricht ihr Vater wenig Deutsch. Sie kaum noch Slowakisch. Und in den kommenden Tagen lernt sie mehr über sich und ihn als in all den Jahren zuvor. Über Stolz und vertane Chancen, über ihre Familie, Migration und Hoffnung, über sich als Tochter und ihn als Vater. Es ist eine zaghafte, einmal mehr unausgesprochene Annäherung, in der immer deutlicher wird, was sie bei allen Unterschieden eint: ihr Ostblockherz.
Aktuelle Rezensionen(3)
„Denn Väter waren die ersten Männer, die uns das Fürchten lehrten. Sie waren die ersten Männer, die uns das Herz brachen.“ Ich habe in diesem Buch einige Sätze markiert, entweder weil sie so wahr oder besonders schön waren.
Es ist die Geschichte einer Migration und einer Familiendynamik. Sehr einfühlsam und reflektiert erzählt. Es geht um eine Beziehung von Tochter und Vater, einem Mann, der den Zugang zu seinem Inneren so fest verschlossen hält, dass die seltenen Öffnungen wie weiße Rosen erblühen. Mir hat alles gefallen: die Sprache, die Erzählweise und die Hoffnung, die das Buch, trotz der Verschlossenheit, übermitteln konnte
Ich habe gelacht, geweint und dieses Buch, das so unglaublich einfühlsam von Migration, Familie und schwierigen Vätern erzählt, verschlungen. Unbedingt lesen.