Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
von Susanne Abel
Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führtAm Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend ...
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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
von Susanne Abel
Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führtAm Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend ...
Aktuelle Rezensionen(33)
Mein bisheriges Jahreshighlight
"In jener Welt, in der Kinder nur eine Nummer waren..." Du musst meine Hand fester halten Nr. 104“ war für mich wirklich harter Tobak und gleichzeitig ein unglaublich wichtiges Buch, das ich sehr wertschätze. Die Geschichte setzt sich mit dem Schicksal verwaister und verlorener Kinder in der Nachkriegszeit auseinander und beleuchtet schonungslos die oft grausamen Zustände in Kinderheimen bis hinein in die 70er Jahre. Dabei zeigt das Buch nicht nur einzelne Schicksale, sondern zeichnet auch ein eindringliches Bild der Lebensumstände im Nachkriegsdeutschland. Besonders berührt haben mich die Zeitsprünge in die Gegenwart. Sie machen auf sehr eindrucksvolle Weise deutlich, dass der Schmerz mit Verdrängung nicht einfach mit einer Generation endet. Das Thema Familientrauma zieht sich spürbar durch die Geschichte und zeigt, wie tief solche Erfahrungen noch die nächsten Generationen prägen können. Auch fand ich es sehr eindrucksvoll, dass uns ein Charakter im Buch vor Augen führt, dass diese Themen längst nicht nur der Vergangenheit angehören. Auch heute noch sind Krieg, Verlust und entwurzelte Kindheiten für viele Kinder bittere Realität und das Schicksal scheint sich durch Kriege immer wieder zu wiederholen. Der Schreibstil war dabei angenehm einfach und flüssig, sodass man trotz der schweren Thematik förmlich durch die Seiten getragen wurde. Die Figuren waren so liebevoll und authentisch ausgearbeitet, dass man das Gefühl hatte, jeden Einzelnen persönlich zu kennen und mit ihnen mitzufühlen. Das Ende hat mich schließlich völlig gebrochen: bittersüß, traurig und gleichzeitig irgendwie hoffnungsvoll. Ein Happy End mit schmerzhaftem Nachgeschmack. Die Augen blieben definitiv nicht trocken
Ein wunderschönes Buch, das einen zu Tränen rührt und lange im Gedächtnis bleibt.
Ich habe noch nie ein so emotionales Buch gelesen. Die Geschichte hat mich absolut mitgerissen.
Susanne Abel weiß einfach, wie man schreibt! Mit „Du musst meine Hand festhalten, Nr. 104“ hat sie ein Werk geschaffen, das schmerzhaft, wichtig und zutiefst bewegend ist. Ein Buch, das einen noch lange nach der letzten Seite verfolgt. Was dieses Buch so besonders macht: • Schonungslos authentisch: Susanne Abel schreibt mit einer solchen Präzision und Empathie, dass man den Schmerz der Protagonisten fast körperlich spürt. Sie gibt den vergessenen Heimkindern der Nachkriegszeit eine kraftvolle Stimme und leistet wertvolle Arbeit bei der Aufarbeitung der deutschen Nachkriegsgeschichte. • Einzigartige Charakterzeichnung: Mich hat die Gestaltung der Figuren tief beeindruckt. Die weiblichen Hauptprotagonistinnen besitzen eine ungemein starke Persönlichkeit, sie tragen ihr schweres Trauma und ihr Leid oft schweigend, was ihre Würde und Stärke nur noch unterstreicht sie nehmen viel Leid auf sich um die ihren zu schützen. Demgegenüber stehen die männlichen Hauptfiguren, die ihrer Zeit modern voraus sind, sie agieren feinfühlig und bilden einen sensiblen emotionalen Anker in der Geschichte. • Meisterhafte Erzählstruktur: Der Wechsel zwischen den Jahrzehnten zeigt brillant auf, wie das Schweigen der Eltern die Seelen der Kinder und Enkel beeinflusst. Die Geschichte entwickelt durch die schrittweise Aufdeckung der Familiengeheimnisse eine enorme Sogwirkung und emotionale Dringlichkeit. • Emotionale Tiefe: Trotz der Schwere des Themas blitzt immer wieder die menschliche Bindung und Hoffnung durch. Es ist ein Buch über die heilende Kraft der Wahrheit und die Bedeutung des „Festhaltens“. Fazit: Dieses Buch ist ein absolutes Muss. Susanne Abel schafft es perfekt, die Balance zwischen der Härte des schweigenden Leids und einer modernen, feinfühligen Empathie zu halten. Ein literarisches Highlight, das den Blick auf die Vergangenheit für immer verändert! Eigene Erkenntniss: Das Buch mich dazu angeregt, über meine eigenen Großeltern und ihre Erlebnisse im Krieg sowie in der Nachkriegszeit nachzudenken. Man erkennt plötzlich ähnliche Verhaltensmuster wieder und beginnt, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die man früher für selbstverständlich hinnahm, nun aber in einem ganz neuen Licht sieht.