Die 19-jährige Susanne beschreibt die letzten zwei Tage vor ihrer Flucht aus Nazi-Deutschland und blickt zurück: Zusammen mit ihrem Freund Franz wollte sie einen Zigarettenladen aufmachen. Einen Tag vor der Eröffnung jedoch wird Franz verhaftet, ein Konkurrent hat ihn denunziert. Als Franz aus der Schutzhaft entlassen wird, rächt er sich bitter an dem Denunzianten und SA-Mann.
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Nach Mitternacht
von Irmgard Keun
Die 19-jährige Susanne beschreibt die letzten zwei Tage vor ihrer Flucht aus Nazi-Deutschland und blickt zurück: Zusammen mit ihrem Freund Franz wollte sie einen Zigarettenladen aufmachen. Einen Tag vor der Eröffnung jedoch wird Franz verhaftet, ein Konkurrent hat ihn denunziert. Als Franz aus der Schutzhaft entlassen wird, rächt er sich bitter an dem Denunzianten und SA-Mann.
Aktuelle Rezensionen(3)
Es ist verrückt, ich komme aus Deutschland, meine Lieblingsfächer in der Schule (90er Jahre) waren Deutsch und Geschichte, ich war schon immer ein Bücherwurm und habe Dutzende Bücher aus der Zeit der Weimarer Republik, des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit gelesen und doch habe ich den Namen Irmgard Keun vor zehn Tagen das allererste Mal gehört (Danke KlassikerClub!) Wie konnte sie nur so untergehen zwischen all den so berühmt gewordenen Namen der männlichen Schriftsteller dieser Zeiten? Ich bin so froh, dass sie wiederentdeckt wurde und ich nun -längst überfällig- die Bekanntschaft mit ihrem Werk machen durfte!
Wieder einmal bin ich begeistert von Keun. Dieser Roman spielt in der Nazizeit und reflektiert aus weiblicher Perspektive die gesellschaftliche Stimmung, die zunehmend angespannter wird. Dabei hat sie sich ihre Ironie und ihren Witz bewahrt – und ihren Schreibstil liebe ich ohnehin.
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, die Geschichte fand ich eher ein bisschen lahm, dafür aber den Kontext des 2 WK cool. Bin froh dass ich es gelesen habe, nochmal würde ich es aber nicht lesen