Cho Nam-Joo war neun Jahre lang als Drehbuchautorin fürs Fernsehen tätig. Ihr Roman "Kim Jiyoung, geboren 1982" hat sich weltweit über zwei Millionen Mal verkauft und wurde bereits erfolgreich verfilmt. Sie lebt in Korea. Nele Rosetz spielte an Bühnen wie dem Schauspielhaus Bochum, dem Deutschen Theater Berlin, dem Schauspielhaus Zürich und dem Staatsschauspiel Dresden. Sie ist regelmäßig im Kino und Fernsehen zu sehen und mit ihrer markanten Stimme eine gefragte Hörspielsprecherin, u.a. spricht sie Kommissarin Annika de Beer im MDR-Radio-Tatort. Felix von Manteuffel hat an fast allen großen deutschen Bühnen gespielt und ist durch Hauptrollen aus Film und Fernsehen bekannt. Der Grimme-Preisträger ist zudem ein sehr beliebter Hörbuchsprecher. Mit seiner Interpretation des Simplizissimus und seinen Harry-Potter-Lesungen hat er Hörbuchgeschichte geschrieben.
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Kim Jiyoung, geboren 1982
von Nam-Joo Cho, Ki-Hyang Lee, Nele Rosetz, Felix von Manteuffel
Cho Nam-Joo war neun Jahre lang als Drehbuchautorin fürs Fernsehen tätig. Ihr Roman "Kim Jiyoung, geboren 1982" hat sich weltweit über zwei Millionen Mal verkauft und wurde bereits erfolgreich verfilmt. Sie lebt in Korea. Nele Rosetz spielte an Bühnen wie dem Schauspielhaus Bochum, dem Deutschen Theater Berlin, dem Schauspielhaus Zürich und dem Staatsschauspiel Dresden. Sie ist regelmäßig im Kino und Fernsehen zu sehen und mit ihrer markanten Stimme eine gefragte Hörspielsprecherin, u.a. spricht sie Kommissarin Annika de Beer im MDR-Radio-Tatort. Felix von Manteuffel hat an fast allen großen deutschen Bühnen gespielt und ist durch Hauptrollen aus Film und Fernsehen bekannt. Der Grimme-Preisträger ist zudem ein sehr beliebter Hörbuchsprecher. Mit seiner Interpretation des Simplizissimus und seinen Harry-Potter-Lesungen hat er Hörbuchgeschichte geschrieben.
Aktuelle Rezensionen(2)
„Kim Jiyoung, geboren 1982“ ist die Geschichte einer durchschnittlichen Frau aus Südkorea, die sich in ihrem Alltag mit den alltäglichen Herausforderungen der Frauenrolle im patriarchyischen System ihres Landes auseinandersetzt. Die Erzählung folgt Jiyoungs Leben von ihrer Kindheit bis zu ihrer Zeit als Mutter und Hausfrau. Ein Wendepunkt tritt ein, als sie beginnt, die Stimmen anderer Frauen – sowohl lebender als auch verstorbener – zu übernehmen. Diese surrealen Erlebnisse ziehen die Aufmerksamkeit ihres Mannes auf sich, der sie schließlich zu einem Psychiater bringt. Der Roman beleuchtet Jiyoungs Leben durch die Linse eines psychiatrischen Fallberichts und deckt die systematische Ungleichbehandlung und den fortwährenden Sexismus auf, dem sie ständig ausgesetzt ist.
Dieses zugegeben recht kurze Buch habe ich an einem einzigen Abend gelesen, so sehr hat mich die Geschichte einer Frau in einer für mich völlig fremden Welt in den Bann gezogen. Wobei die eigentliche Faszination wohl eher darin lag, das die Beschränkungen und Nachteile, die sie aufgrund ihres Geschlechts von klein auf erfährt, einem doch relativ vertraut erscheinen, wenn auch zugegeben in geringerem Maße. Bereits als Kind lernt die Protagonistin, wie viel wichtiger ihr kleiner Bruder ist. Er hat deutlich mehr Rechte, sie deutlich mehr Pflichten. Diese Ungleichbehandlung zieht sich dann durch Schulzeit, Studium, Arbeitsleben und Familiengründung. Besonders fasziniert hat mich der Schreibstil der Autorin - sie schafft es immer wieder, Fakten und Zahlen einzustreuen, um klarzustellen, dass es sich bei der Protagonistin nicht um einen Einzelfall handelt, sondern der Sexismus systemimmanent ist - man kann gar nicht anders, man muss hinterfragen, wie es um die eigene Gesellschaft bestellt ist. Und das Ergebnis war mir zwar vorher bereits klar, hat mir deswegen aber nicht besser gefallen.