Das Seidenraupenzimmer
von Sayaka Murata
Der neue Roman nach dem Bestseller »Die Ladenhüterin«Der neue Roman von Japans Erfolgsautorin Sayaka Murata erzählt die Geschichte zweier Außenseiter, Yuki und ihr Cousin Yu, die sich jung verlieben und gemeinsam gegen eine Welt verbünden, die ihnen beileibe nicht nur Gutes will. Im alten Farmhaus der Familie, in dem früher die Seidenraupen ihren Dienst verrichteten, sind sie glücklich, denn sie sind beieinander. 20 Jahre später geht Yuki an diesen Ort zurück ... Die Magie dieses Romans spinnt uns ein in einen irisierenden Kokon der Fremdheit und entlässt uns schließlich in eine Realität, in der alles möglich ist.»Sehr lustig, aufregend beunruhigend und vollkommen überraschend.« Sally Rooney über »Die Ladenhüterin«
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Das Seidenraupenzimmer
von Sayaka Murata
Der neue Roman nach dem Bestseller »Die Ladenhüterin«Der neue Roman von Japans Erfolgsautorin Sayaka Murata erzählt die Geschichte zweier Außenseiter, Yuki und ihr Cousin Yu, die sich jung verlieben und gemeinsam gegen eine Welt verbünden, die ihnen beileibe nicht nur Gutes will. Im alten Farmhaus der Familie, in dem früher die Seidenraupen ihren Dienst verrichteten, sind sie glücklich, denn sie sind beieinander. 20 Jahre später geht Yuki an diesen Ort zurück ... Die Magie dieses Romans spinnt uns ein in einen irisierenden Kokon der Fremdheit und entlässt uns schließlich in eine Realität, in der alles möglich ist.»Sehr lustig, aufregend beunruhigend und vollkommen überraschend.« Sally Rooney über »Die Ladenhüterin«
Aktuelle Rezensionen(4)
Sometimes there are books that are so far 'out there' that I just can’t connect with them. The protagonist in Earthlings deals with themes of social norms, bodily autonomy, and dissociation. She wants to escape from humanity—or the inhumanity of humanity—even if it means becoming inhuman herself. She is not only alienated from Earth...she literally believes she is an alien. The silkworm room is an interesting metaphor here. Silkworms are animals that have been domesticated by humans to such an extent that they can no longer survive in the wild. Their only purpose is production and reproduction. Although adult silkworm moths have wings, they cannot fly or leave the earth—and flight, or escape, seems to be the main theme in Earthlings. The book really reminded me of Slaughterhouse-Five and The Vegetarian, and I had similar problems connecting to those as well. Ultimately, the more over-the-top it got, the more I zoned out.
Was soll man dazu sagen, außer: Es ist ein wilder Ritt, der am Ende komplett abgefucked ist. Ich hätte es nicht gelesen, hätte ich gewusst, was passieren wird, aber ich konnte dann auch nicht mehr aufhören. Mir war dann aber auch sehr schlecht. Für mehrere Stunden... Dieser Roman sehr merkwürdig, mit einer merkwürdigen Story und fragwürdigen Geschehnissen. Es gibt definitiv Menschen, die ihre Romane toll finden und die dieses Buch auch nicht abschrecken wird, aber mich hat es dann doch leider abgeschreckt. Es war dann etwas zu viel für mich am Ende.
I don't know what I just read. I don't know how to describe this. Easily the most uncomfortable, disturbing book I have ever read. Murata takes the theme of nonconformity with society that she explored in Convenience Store Woman and multiplies it in weirdness and craziness by a thousand. Ultimately, this is a story about a group of people that respond to childhood trauma by rejecting society and even humanity, breaking all possible societal taboos on their way. I found myself gasping and muttering "No, no, no" while listening to the audiobook. I rarely have these visceral reactions to anything I read or watch. For such a short book, it sure packed a punch. Trigger warnings for <i>everything</i>. I mean it.
Einmal im Jahr reist Natsuki mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester zu ihren Großeltern, um dort das Totengedenkfest Obon zu feiern. Da kommt die ganze Familie zusammen und besonders freut sich auch ihren Cousin Yu. Denn er ist der einzige Mensch, dem Natsuki sich nahe fühlt und vertraut. Und so flüchten sie sich in ihre Fantasiewelt und fühlen sich wie Außerirdische auf dem Planet Erde. Sie schmieden einen Plan und wollen vor allem eine Sache nicht: sich anpassen. Doch dann trennen sich ihre Wege abrupt und sie sehen sich dreiundzwanzig Jahre nicht mehr. Bis Natsuki wieder den Weg in das ehemalige Haus ihrer Großeltern findet und einen scheinbar angepassten Yu wiedertrifft... Dieses Buch lässt mich nach dem Lesen sprachlos zurück. Von dem wunderschönen Cover verzaubert, wollte ich ‚Das Seidenraupenzimmer‘ von Sayaka Murata unbedingt lesen. Und jetzt sitze ich hier und versuche, meine Gedanken zu sortieren. Zu Beginn des Buches begleiten wir Natsuki in ihrer Kindheit. Sie ist ein Mädchen, das sich nicht zugehörig fühlt. Nicht zu ihrer eigenen Familie, aber auch allgemein zu niemanden. Und so entsteht unter anderem die feste Überzeugung in ihr, sie sei eine Außerirdische von einem anderen Planeten, nämlich dem Planeten Pohapipinpopopia. Diese Fantasiewelt und Realität, die sich Natsuki erschafft, braucht sie, so schien es mir, um das von ihr erlebte zu verarbeiten und auszuhalten. Und Natsuki erlebt viel. Als Leser wird man ungeschönt mit all den Dingen konfrontiert, mit denen auch Natsuki zurechtkommen muss. Ich muss sagen, das Leseerlebnis war außergewöhnlich. Selten hat mich ein Buch auf der einen Seite so gefesselt und eingenommen und gleichzeitig fassungslos, erschüttert und geschockt zurückgelassen. Ohne allzu viel zu verraten, lässt sich sagen, dass Natsukis Fantasiewelt sie Missbrauch und Erniedrigung irgendwie aushalten lassen. Das Buch war eine Achterbahn der Emotionen für mich. Einerseits hatte ich Mitgefühl und auch Verständnis, andererseits schockte mich die Handlung so sehr, dass ich einfach nur mit dem Kopf schüttelte. Was mir an dem Buch besonders gefallen hat, ist, dass man trotz vieler Schockmomente eine Botschaft mitnehmen kann. Natsuki und Yu versuchen vor allem der Angepasstheit der Menschen zu entfliehen. Sie wollen nicht das tun, was alle von ihnen erwarten. Natsuki hadert dabei auch mit sich. Einerseits will man dazugehören. Und andererseits eben auch bestimmen, welche Lebensweise man für sein eigenes Leben richtig und erfüllend findet. Seines eigenen Glückes Schmied zu werden und nicht das zu tun, was die Familie und die Gesellschaft, ja möglicherweise die ganze Welt, erwartet, ist nicht immer leicht. Über weite Teile des Buches war ich mir sicher, dass dieses Buch tatsächlich aufgrund seiner außergewöhnlichen Geschichte, den Botschaften und des fantastischen Schreibstils ein Highlight werden könnte. Leider hat es mich dann auf den letzten Metern ein wenig enttäuscht. Es wurde mir dann etwas zu viel, zu extrem, zu überspitzt. Und das Ende selbst enttäuschte mich dann auch. Trotzdem handelt es sich bei ‚Das Seidenraupenzimmer‘ um einen Roman, der mir ein Leseerlebnis geliefert hat, das ich so noch nicht erlebt habe. Auch wenn mich das Buch zum Ende hin nicht mehr ganz abholen und überzeugen konnte, bin ich vom Rest der Geschichte fasziniert (und gleichzeitig verstört). Von meiner Seite aus kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen, vor allem an all jene, die sich vielleicht auch manchmal ein wenig wie Außenseiter in einer Welt fühlen, in der viel erwartet wird.