Ein einsames Bauernhaus - und ein verhängnisvoller Besuch.Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, kehrt nach einem Schicksalsschlag gerade wieder in ihren Beruf zurück. Um sie bei der Wiederaufnahme der Arbeit zu unterstützen, wird Hulda von ihrem Chef mit einem neuen Fall betraut: Mehrere Leichen wurden in einem abgelegenen Bauernhaus im Osten des Landes gefunden, und alles deutet darauf hin, dass sie dort schon seit einigen Wochen liegen. Was ist während der Weihnachtstage geschehen, als das Bauernhaus durch einen Schneesturm vom Rest der Welt abgeschnitten war? Und gibt es ein Entkommen vor der eigenen Schuld?
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NEBEL
von Ragnar Jónasson, Andreas Jäger
Ein einsames Bauernhaus - und ein verhängnisvoller Besuch.Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, kehrt nach einem Schicksalsschlag gerade wieder in ihren Beruf zurück. Um sie bei der Wiederaufnahme der Arbeit zu unterstützen, wird Hulda von ihrem Chef mit einem neuen Fall betraut: Mehrere Leichen wurden in einem abgelegenen Bauernhaus im Osten des Landes gefunden, und alles deutet darauf hin, dass sie dort schon seit einigen Wochen liegen. Was ist während der Weihnachtstage geschehen, als das Bauernhaus durch einen Schneesturm vom Rest der Welt abgeschnitten war? Und gibt es ein Entkommen vor der eigenen Schuld?
Aktuelle Rezensionen(2)
Zäher und unerquicklicher Abschluss der Reihe. Das Buch (und auch die ganze Reihe) krankt gleich an mehreren Stellen. Immer eine neue Schleife über psychisch/traumatisch angeschlagene Leute zu drehen die schlimme Dinge tun und das mit dem Leiden von Hulda zu verweben soll bestimmt irre tiefgründig sein, wirkt aber nur bemüht und produziert lediglich eine Ansammlung von Menschen, die sich alle bescheuert verhalten. Totale Fehlentscheidung, die Reihe chronologisch von hinten aufzuziehen. Ich lese in diesem Buch nur wenig ausführlicher über die Back Story von Hulda, die mir ja in den vorherigen Büchern schon erzählt wurde. Der langatmige Erzählstil und die Vorhersehbarkeit der Story führt dazu, dass man oft nur liest, worauf man gerade selbst gekommen ist, also nichts mit Spannung. Jedenfalls bin ich jetzt durch alle drei Bücher durch, kann sie im Pack verschenken und werde einen Bogen um den Autor machen.
Ich war ja von Band 1 und 2 im Grunde schon eher enttäuscht, auch wenn ich Hulda als Figur insgesamt betrachte super finde. Dafür hatten mich aber die Kriminalfälle und auch die Aufteilung zwischen diesem und Huldas Privatleben nicht so überzeugt. Auch bei "Nebel" weicht Jónasson nicht von seinem bekannten Schema ab, aber ich finde, hier verknüpft er es einfach viel viel besser miteinander. Außerdem gefiel mir der gesamte Mordfall richtig gut. Der Autor baut eine tolle Atmosphäre auf, bei der immer wieder nicht klar ist, vor wem der Figuren man eigentlich Angst haben sollte. Der einsame Hof als Setting hat für mich richtig gut funktioniert. Die Gefahr baut sich langsam aber sicher auf und man fragte sich, wann die Situation eskalieren wird. Außerdem fand ich, das es Jónasson diesmal sehr gut gelungen ist, Hulda in die Handlung zu integrieren. Es fühlte sich nicht so erzwungen an, wie ich das bisher vor allem bei "Insel" empfunden hatte. Und alles wurde schlüssig mit einander verwoben. Ich fand, das diesmal beide Erzählstränge gleichberechtigt nebeneinander standen und keiner den anderen überlagert hat. Huldas eigene Geschichte ist ja in vielen Aspekten durchaus interessant, vor allem in Band 1 war da einiges an explosivem Material^^ und der Bezug zu diesem ist nun in "Nebel" auch sehr stark. An einer Stelle hätte ich mir aber noch ein paar mehr Informationen gewünscht, weil mir nicht ganz klar war, wie Hulda etwas bestimmtes herausgefunden hat. Ansonsten fand ich, das sehr glaubhaft beschrieben wurde, wie diese Ereignisse ihre Ermittlungen und ihr Verhalten bestimmen, auch wenn ich zugebe, das ich es etwas unglaubwürdig fand, das sie so früh wieder an ihre Arbeit zurück durfte. Aber es passt zu ihr als Figur, das sie Dinge lieber verdrängt. Der Mordfall sorgt dann aber dafür, das ihr bewusst wird, das sie ein paar Dinge in ihrem Leben ändern muss um wieder in die Zukunft blicken zu können. Ich finde die Rückwärtserzählweise hat durchaus ihren Reiz, mich beschlich aber oft das Gefühl das es auch als Ablenkung gedacht ist, das die Handlung an ein paar Stellen etwas mehr Substanz vertragen hätte. Frage mich ja, wie die Reihe auf jemanden wirkt, der/die die Bücher in der chronologischen Reihenfolge liest.