Format:Softcover
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Maia Bohm: Ermittlerin, alleinerziehende Mutter, stets integer. Bis jetzt.

Mystery, Thriller, Horror & Crime
496 Seiten • Softcover
Erschienen an: April 30, 2026

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.7(9 ratings)
BjayRezension von Bjay

Solider Krimi mit einigen Längen „Julimord“ von Emelie Schepp startet mit einem interessanten Fall: Ein Mann liegt nach einem Überfall im Koma, während seine Frau bereits seit einem Jahr spurlos verschwunden ist. Ermittlerin Maia Bohm beginnt, die alten Spuren neu aufzunehmen – und stößt dabei auf immer mehr Ungereimtheiten. Die Geschichte hat durchaus ihre spannenden Momente und lebt vor allem von den persönlichen und psychologischen Verwicklungen. Gerade die familiäre Situation der Ermittlerin verleiht dem Fall eine emotionale Ebene. Auch die Atmosphäre und die verschiedenen Wendungen sorgen immer wieder für Spannung. Allerdings hat der Roman für mich deutlich zu viele Längen. Die zahlreichen Verdächtigungen und persönlichen Verwicklungen werden mit der Zeit etwas ermüdend, zumal sich manches mehrfach im Kreis zu drehen scheint. Wo andere Leserinnen und Leser die emotionale Tiefe als Stärke empfinden, war mir dieser Teil stellenweise einfach zu ausführlich. Auch sprachlich konnte mich der Krimi nicht ganz überzeugen. Der Stil ist unkompliziert und gut lesbar, wirkt auf mich aber eher schlicht und wenig nuanciert. Dadurch entsteht trotz des eigentlich interessanten Falls nicht immer die Spannung, die man von einem skandinavischen Krimi erwartet. Unterm Strich ein ordentlich konstruierter Kriminalroman mit interessanter Ausgangslage und einigen spannenden Momenten, der mich aber wegen der ausufernden Nebenhandlungen und der eher einfachen Sprache nicht durchgehend fesseln konnte.

Alexa EngelRezension von Alexa Engel

Mit „Julimord“ aus dem Piper Verlag präsentiert Emelie Schepp einen spannenden Kriminalroman, der einen komplexen Ermittlungsfall mit einer sehr persönlichen und emotionalen Geschichte verbindet. Im Zentrum steht die Polizistin Maia Bohm, die mit ihrer Familie nach Motala gezogen ist. Der Grund dafür ist die schwere Herzerkrankung ihres Sohnes, der dringend auf ein Spenderorgan angewiesen ist. Während die Sorge um ihr Kind ihren Alltag bestimmt, wird Maia gemeinsam mit ihrem Kollegen Greg mit einem rätselhaften Fall konfrontiert. Ein Mann wird schwer verletzt aufgefunden und schwebt zwischen Leben und Tod, es ist unklar ob es Selbstmorde oder versuchter Mord ist. Gleichzeitig rückt das ungeklärte Verschwinden seiner Ehefrau, das bereits genau ein Jahr, zurückliegt, erneut in den Fokus der Ermittlungen. Nach und nach treten verborgene Wahrheiten ans Licht, die den Fall in eine unerwartete Richtung lenken. Besonders überzeugend gelingt der Autorin die Darstellung von Maia Bohm. Sie ist eine engagierte und gute Ermittlerin, zugleich aber auch eine Mutter, die unter enormem emotionalem Druck steht. Diese innere Zerrissenheit verleiht der Figur Glaubwürdigkeit. Auch Greg erweist sich als interessanter Ermittlerpartner, während die übrigen Figuren durch ihre Geheimnisse und widersprüchlichen Motive zur Spannung beitragen. Alle Charaktere in dieser Geschichte wirken authentisch. Bemerkenswert ist, wie die Autorin mit den Verdachtsmomenten arbeitet. Sobald man als Leser denkt, jetzt ist die Ermittlung auf dem richtigen Weg, ändert sich alles und die spannende Suche geht weiter. Emelie Schepp versteht es, die Handlung mit einem hohen Erzähltempo voranzutreiben. Es gibt zwar keine üblichen kurzen Kapitel, doch geschickt platzierte Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Gleichzeitig widmet sich der Roman auch ernsten Themen wie Krankheit, Hoffnung, familiärer Belastung und den moralischen Fragen, die in existenziellen Ausnahmesituationen entstehen können. Dadurch erhält die Geschichte eine emotionale Tiefe, die über die reine Krimihandlung hinausgeht. „Julimord“ ist ein fesselnder Schwedenkrimi, der spannende Ermittlungen mit einer bewegenden persönlichen Geschichte verbindet. Die Mischung aus glaubwürdigen Figuren, emotionaler Intensität und einem vielschichtigen Fall macht den Roman zu einem gelungenen Auftakt, der neugierig auf weitere Fälle mit Maia Bohm macht. Etwa ein Drittel braucht der Roman für den Einstieg, würde ich als solider Krimi bezeichnen, doch danach ist der Roman so spannend, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Sehr gut gelungen.

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