Empfehlungen basierend auf "Homesick"
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von Anna Rosina Fischer
Wenn Delphine von El Hierro aus auf das Meer blickt, fühlt sie vor allem eines: dass sie nicht an diesen Ort gehört. Eigentlich hatte sich die junge Frau geschworen, der Insel für immer den Rücken zu kehren. Doch dann verunglückt ihr Zwillingsbruder beim Tauchen, und Delphine bleibt keine andere Wahl, als sich ihren Ängsten zu stellen. Unter der sengenden Sommersonne der Kanaren wird sie schnell von den Schatten der Vergangenheit eingeholt, und lang verdrängte Erinnerungen und unterdrückte Spannungen brechen sich Bahn: Der unausgesprochene Konflikt mit ihrer Familie, die verlorene Kindheit trotz grenzenloser Freiheit und der brennende Wunsch, ihrem Leben eine ganz andere Richtung zu geben, als ihre Eltern eingeschlagen haben.
von Elyse Durham
Leningrad, 1958. Die Zwillingsschwestern Maja und Natascha haben ihr ganzes Leben lang auf ein Ziel hingearbeitet: Sie wollen wie ihre verstorbene Mutter beim Kirow-Ballett tanzen und die Kompanie auf ihre Amerikatournee begleiten. Doch ein neues Gesetz des Kremls stellt ihr Leben auf den Kopf: Aus Angst vor Überläufern dürfen Familienmit-glieder nicht mehr gemeinsam ins Ausland reisen. Das Kirow kann nur eine von ihnen aufnehmen.Während der Kalte Krieg seinen Höhepunkt erreicht, müssen sich Maja und Natascha mit ihren Loyalitäten auseinandersetzen: gegenüber dem Osten und dem Westen, gegenüber der Regierung, die sie geformt hat, gegenüber ihren Träumen von Freiheit und immer wieder gegenüber einander.
von Gráinne O'Hare
In einer WG in Belfast haben die Freundinnen Maggie, Harley und Róise ihre wilden Zwanziger erlebt. Doch nach dem schrecklichen Verlust ihrer Freundin Lydia droht die Freundschaft zu zerbrechen. »Weird Girls« ist eine bittersüße Geschichte darüber, dass das Leben nicht rosarot ist, aber echte Freundinnen immer füreinander da sind. Gráinne O’Hare stammt ursprünglich aus Belfast und ist derzeit Doktorandin der englischen Literatur mit Schwerpunkt auf dem 18. Jahrhundert. »Weird Girls« ist ihr Debütroman.
von Kiran Millwood Hargrave
»Eine der besten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe. »Zwei an einem Tag« für eine neue Generation.« Stacey Halls
von Emma Knight
Emma Knight ist Autorin, Journalistin und Unternehmerin. Sie hat Journalismus und International Development studiert. Ihre Artikel sind u. a. in Literary Hub, Vogue, The Globe and Mail und der New York Times erschienen. Sie ist die Erfinderin und Mitveranstalterin des Kultur-Podcasts Fanfare. Im Jahr 2014 war sie Mitbegründerin des inzwischen mehrfach ausgezeichneten Bio-Getränkeunternehmens Greenhouse, wo sie als Head of Brand tätig ist. Emma Knight ist die Autorin zweier Bestseller-Kochbücher, »How to Eat with One Hand« (2021) und »The Greenhouse Cookbook« (2017). Sie lebt mit ihrer Familie in Toronto. »Der Lebenszyklus des Gemeinen Oktopus« ist ihr erster Roman, er wurde für den Giller Prize nominiert. Wibke Kuhn, geboren 1972, arbeitete nach dem Studium der Skandinavistik und Italianistik zunächst im Verlag. 2004 machte sie sich als Übersetzerin selbstständig und absolvierte noch ein zweites Magisterstudium (Neogräzistik, Finnougristik und Slawistik). Sie übersetzt englische, skandinavische, italienische und niederländische Romane und Sachbücher, u. a. Stieg Larsson, Jonas Jonasson, Hendrik Groen und Nell Leyshon, und lebt in München.
von Mareike Fallwickl
Mareike Fallwickl debütierte 2018 mit Dunkelgrün fast schwarz, 2019 folgte Das Licht ist hier viel heller. Die Wut, die bleibt (2022) war ein großer Erfolg bei Presse und Publikum, kam bei den Salzburger Festspielen auf die Bühne und wird fürs Kino verfilmt. Und alle so still (2024) gelangte in die Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste und wird ebenfalls an verschiedenen Theatern inszeniert. Mareike Fallwickl lebt im Salzburger Land und setzt sich online wie offline für Literaturvermittlung ein, mit Fokus auf weiblichen und diversen Erzählstimmen.
von Louise K. Böhm
Ein großes neues Erzähltalent, das entdeckt werden will: Louise K. Böhms Debüt verhandelt Freundschaft und Herkunft, wie man es noch nicht gelesen hat.Wenn Jojo ihre Herkunft einfach ausradieren könnte, würde sie es tun. Zwar hat sie das Vorstadtgrau weit hinter sich gelassen, doch an der Uni hat sie trotzdem ständig Angst, jemand könnte herausfinden, dass sie nicht hierhergehört. Einzig die Arbeit im Labor gibt ihr Halt. Als Jakob in ihr Leben tritt, findet Jojo zu einer neuen Leichtigkeit. Doch dann erhält sie ein Lebenszeichen ihrer ehemals besten Freundin, und plötzlich ist alles wieder da: die Jahre mit Yara, mit der sie mehr Zeit verbrachte als mit ihren eigenen Eltern. Die auf jeden Spruch eine Erwiderung parat hatte. Und die von einem Tag auf den anderen verschwand, obwohl sie doch gemeinsam ausbrechen wollten aus der Vorstadt. Voller Klugheit und doch federleicht erzählt Louise K. Böhm die Geschichte einer tiefen Freundschaft. Ein elektrisierender Roman über Herkunft und Zugehörigkeit – mit zwei Heldinnen, die man nicht wieder vergisst.
von Jette Kötschau
Wie findet man zurück in eine Freundschaft, die erwachsen geworden ist?Während ihres Studiums verbrachten Merle, Katharina und Henri die Nachmittage im Park und versackten nach durchfeierten Nächten auf Henris Schlafcouch. Sie waren frei und die Zukunft verschwommen und verheißungsvoll. Es war eine dieser Freundschaften, die sich selbstverständlich, leicht und unbeschwert anfühlen. Für die man sich nicht anstrengen muss.Doch jetzt sind die drei erwachsen, die Treffen seltener, die Anforderungen größer. Merle hat ein Baby und versucht, sich in ihrer neuen Rolle zurechtzufinden, Henri ringt mit dem Tod ihrer Großmutter, und Katharina weiß nicht, ob sie nach zehn Jahren Beziehung noch mit ihrem Partner zusammen sein will.Plötzlich scheinen die Themen, die sie voneinander trennen, ungleich größer zu sein als die Gemeinsamkeiten, die sie früher verbanden. Während jede für sich mit den Herausforderungen der Realität kämpft, wächst die Sehnsucht nach der alten Nähe und Vertrautheit. Doch wie hält man eine Freundschaft, deren Teile wie Eisschollen auseinanderdriften?
von Rebecca Martin
Rebecca ist Ende zwanzig und hat ihr Leben in Berlin hinter sich gelassen, um in London neu anzufangen. Sie will den Durchbruch als Drehbuchautorin schaffen, mit ihren Freundinnen Champagner trinken, mit interessanten Männern auf Dates gehen, gute Bücher lesen, glamouröse Dinnerpartys schmeißen, sich ganz und gar zugehörig fühlen.Stattdessen lebt sie in einer WG, die sie sich kaum leisten kann, verbringt ihre Tage schreibend in der Bibliothek mit ihren Freundinnen Anne und Melody und versucht, sich mit ihrem Job als Nanny irgendwie über Wasser zu halten. Und sie versucht, ihr gebrochenes Herz wieder zusammenzuflicken, Max zu vergessen. Zu vergessen, wie schlecht er sie behandelt hat, wie lange sie trotz allem bei ihm geblieben ist, wie sehr sie mit der Rolle der Stiefmutter für seinen Sohn gehadert hat.Als sie Jeppe kennenlernt, erinnert sie nichts an ihm an Max, und so lässt sie sich auf eine Sommeraffäre mit ihm ein. Jeppe ist älter als sie und hat die meisten großen Entscheidungen für sein Leben schon getroffen: Er hat zwei Kinder, ist geschieden, ist erfolgreicher Filmproduzent, hat Geld. Sie essen zusammen auf den Terrassen der besten Restaurants, fahren für ein Wochenende nach Paris, übernachten in luxuriösen Hotelsuiten. Wäre das ein gutes Leben? Rebecca erwägt einen weiteren Neuanfang. Doch zu wessen Bedingungen?Sommer und so ist ein Roman über komplizierte Beziehungen – romantische wie freundschaftliche –, über Unsicherheiten und Träume, darüber, was uns prägt, verletzt und hält. Über die Frage, was man vom Leben erwarten darf und was es einem abverlangt. Ein Roman über das Gefühl, mit Ende zwanzig gleichzeitig noch ganz am Anfang und doch schon zu spät dran zu sein.
von Jo Cheetham
»Bridget Jones« für eine neue GenerationHannah hat romantische Komödien, in denen ein Mann den Schlüssel zum Happy End einer Frau in der Hand hält, schon immer gehasst. Aber sie kann ihre Miete kaum noch bezahlen und die Wahl zwischen dem Zusammenleben mit einem Partner oder der eigenen, stets kritischen Mutter, ist nicht leicht. Als sie den wohlhabenden und von seiner eigenen Mutter geradezu besessenen Oscar kennenlernt, entschließt sie sich, ihm eine Chance zu geben. Zwischen Identitätskrisen und Mutterkomplexen hat Jo Cheetham einen unglaublich unterhaltsamen Roman über unsere Gegenwart geschrieben.