4.1

Maja & Natascha

von Elyse Durham, Brigitte Jakobeit

Format:Hardcover
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Leningrad, 1958. Die Zwillingsschwestern Maja und Natascha haben ihr ganzes Leben lang auf ein Ziel hingearbeitet: Sie wollen wie ihre verstorbene Mutter beim Kirow-Ballett tanzen und die Kompanie auf ihre Amerikatournee begleiten. Doch ein neues Gesetz des Kremls stellt ihr Leben auf den Kopf: Aus Angst vor Überläufern dürfen Familienmit-glieder nicht mehr gemeinsam ins Ausland reisen. Das Kirow kann nur eine von ihnen aufnehmen.Während der Kalte Krieg seinen Höhepunkt erreicht, müssen sich Maja und Natascha mit ihren Loyalitäten auseinandersetzen: gegenüber dem Osten und dem Westen, gegenüber der Regierung, die sie geformt hat, gegenüber ihren Träumen von Freiheit und immer wieder gegenüber einander.

Romance
432 SeitenHardcover
Erschienen an: June 23, 2026

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Aktuelle Rezensionen(4)

4.1(8 ratings)
SarahRezension von Sarah

Ich tanze selber Ballett seit ich klein bin und die Autorin hat das Gefühl Tänzerin zu sein und seinen Sport gleichzeitig zu lieben und zu hassen wunderschön dargestellt. Ihre Schreibweise, die schon sehr anders war als zu Büchern die ich normalerweise lese, hat es geschafft, sich in jeden einzelnen Charakter einzufühlen und jede noch so grausige Tat der Schwestern irgendwie doch nachvollziehen zu können. Die historische Genauigkeit hat die Geschichte noch interessanter gestaltet. Ich war zum Schluss des Buches wirklich gerührt und kann dieses Buch nur jedem empfehlen! Einzig allein das offene Ende hat mich genervt…

BrittaRezension von Britta

„Maja und Natascha“ von Elyse Durham erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten und dennoch ihr Leben lang miteinander verbunden bleiben. Ihr Leben beginnt unter denkbar schweren Umständen.1941 werden sie während der Blockade Leningrads geboren. Ihre Mutter, eine Ballerina, nimmt sich das Leben. Trotzdem treten beide in ihre Fußstapfen und verfolgen denselben Traum am berühmten Kirow-Ballett zu tanzen. Doch am Ende ist nur Platz für eine von ihnen. Besonders mochte ich, wie eindringlich die Leidenschaft der beiden für das Ballett beschrieben wird. Es ist für sie weit mehr als nur Tanz. Es gibt ihrem Leben Halt, verlangt ihnen aber auch alles ab. Sie trainieren bis an ihre Grenzen, nehmen Schmerzen und Entbehrungen in Kauf und ordnen diesem einen Traum alles unter. Gerade dieser Zwiespalt hat mir gut gefallen, nämlich dass das Ballett ihnen einerseits Hoffnung und Perspektive schenkt, anderseits nimmt es ihnen Leichtigkeit und Freiheit. Die Welt des sowjetischen Elite-Balletts wirkt dabei faszinierend und erschreckend zugleich. Auch die Verbindung zwischen der persönlichen Geschichte und den historischen Ereignissen ist der Autorin gut gelungen. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges zeigt sie, wie sehr das sowjetische Regime das Leben der Menschen kontrollierte und sie für politische Interessen instrumentalisierte. Der Druck von außen treibt die Schwestern immer weiter auseinander. Der Roman hat für mich zwischendurch etwas den Schwung verloren. Die vielen Rückblicke und Gedanken haben die Geschichte immer wieder unterbrochen, sodass sie sich an manchen Stellen etwas gezogen hat. Dazu kam die durchgehend schwere Stimmung. Natürlich passt sie zur Geschichte. Auf Dauer war mir die düstere Stimmung etwas zu präsent.

AlissaRezension von Alissa

Geschwisterhass Diese Buch war ganz schön intensiv. Man konnte rein gar nichts vorhersehen und nach dem Lesen der Leseprobe hat dieses Buch nochmal drei 180° Drehungen vollendet, mit denen man ebenfalls einfach gar nicht gerechnet hätte… Der Hass der Schwestern hat sie auseinander doch die Geschwisterliebe auch wieder zusammengebracht, aber bis zu letzt konnte man nicht vorherahnen, wie die Geschichte ausgehen würde!? Ganz großartig von der Autorin! Das ganze Kriegsgeschehen drum herum war relativ heavy und auch die Regierung Russlands war hat. Dafür hat man aber einen sehr guten Einblick in die Vergangenheit und die Geschichte erhalten, die mich trotz allem sehr berührt hat. Maja und Natascha sind wie Pech und Schwefel. Einfach hochreaktiv. Und immer wenn sie sich einen Schlagabtausch geliefert hatten, war ich gespannt, wie es ausgehen würde. Auch andere Themen, wie der Verlust einer geliebten Person (kein Spoiler) hat die Autorin wahnsinnig umgesetzt, ganz zu schweigen von dem ganzen Ballett (vor allem, weil die Waganowa (-methode) in der Ballettwelt nicht unbekannt ist, das Kiro, Bolschoi,… und wie das Alles umgesetzt wurde. (Ich bin selbst Tänzerin und kenne mich da ein bisschen aus). Die Liebe zum Ballett war auf jeden Fall sehr gut dargestellt und auch womit man als professionelle Ballerina zu kämpfen hat.

Alexa EngelRezension von Alexa Engel

„Maja & Natascha“ von Elyse Durham aus dem Harper Collins Verlag ist ein eindrucksvoller Roman, der in die Welt des sowjetischen Balletts während des Kalten Krieges führt. Im Mittelpunkt stehen die Zwillingsschwestern Maja und Natascha, die nach einem schweren Verlust ihrer Mutter, die gleich nach der Geburt, Selbstmord beging, gemeinsam aufwachsen und alles daransetzen, ihren Traum vom Tanzen am renommierten Kirow-Ballett zu verwirklichen. Als politische Vorschriften jedoch bestimmen, dass nur eine der beiden ins Ausland reisen darf, wird ihre enge Verbindung auf eine harte Probe gestellt. Aus gegenseitiger Unterstützung und tiefem Gefühl der Zugehörigkeit entwickelt sich ein schmerzhafter Konkurrenzkampf, bei dem Liebe, Loyalität und persönliche Träume miteinander kollidieren. Die beiden Schwestern sind glaubwürdig und facettenreich dargestellt. Maja und Natascha unterscheiden sich deutlich in ihren Charakteren und ihrer Art, mit den Herausforderungen ihres Lebens umzugehen. Maja ist strukturiert, geordnet, zuverlässig und ernst. Natascha hingegen sucht Abenteuer, nimmt ihre Schönheit und Talent als gegeben hin. Gerade diese Gegensätze machen ihre Beziehung spannend und emotional. Die Sympathien verteilen sich jedoch ganz unterschiedlich, so dass man nicht jede Figur mögen kann. Die Nebenfiguren, wie Kollegen und Freunde, fügen sich stimmig in die Handlung ein und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe. Der Roman überzeugt mit einer dichten Atmosphäre, die sowohl die Disziplin und Schönheit des Balletts als auch den politischen Druck und die Einschränkungen der damaligen Zeit lebendig vermittelt. Der Leser erfährt viele Details zur dieser Kunst wie such zu der politischen und gesellschaftlichen Situation. Der Schreibstil liest sich flüssig und bildhaft, während die Handlung zunächst ruhig beginnt und sich nach und nach zu einer emotionalen und fesselnden Geschichte entwickelt. Insgesamt ist „Maja & Natascha“ ein bewegender Roman über Familie, Ehrgeiz, Opfer und den Wunsch nach Freiheit. Die Geschichte vermittelt viele interessante Details und ist fesselnd zu lesen.

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