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Die Gouvernanten

von Anne Serre, Patricia Klobusiczky

Format:Hardcover

Sie sind zu dritt, und in dieser abgeschiedenen Villa hinter hohen Bäumen sind sie die Königinnen: die Gouvernanten. Auf die Erziehung der ihnen anvertrauten Jungen geben sie wenig, lieber lassen sie sich melancholisch durch die hellen Tage treiben. Manchmal zieht es sie zum goldenen Tor, das ihr Reich be grenzt, wo sich, wild vor Verlangen, die Männer drängeln. Erhört werden sie alle nicht, denn hier stellen die Gouvernanten die Regeln auf. Verliert sich aber ein Fremder in den Garten, gehen sie wie im Rausch auf die Jagd, richten den Ahnungslosen unerbittlich zu, mit Küssen und mit Bissen. Und all das vor den Augen des Nachbarn, der die angebeteten Frauen mit seinem Fernrohr auf Schritt und Tritt verfolgt … Mit Eleganz und dunkler Sinnlichkeit – und durchaus mit subtiler Komik – erzählt Anne Serre in diesem fantastischen Märchen von der Macht der Blicke und von weiblichem Begehren.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
Hardcover
Erschienen an: August 25, 2023

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Aktuelle Rezensionen(4)

2.9(7 ratings)
sinaRezension von sina

Ich fand das Buch oke, es war nicht sonderlich spannend. Aber manche Szenen konnten mich sogar fesseln. Nochmal würde ich es aber nicht lesen.

Robert Rezension von Robert

3,5 Sterne. Einen halben Stern extra allein für das überraschende Ende, das als eine Art Macht des "male gaze" interpretiert werden kann und der Geschichte von den selbstbestimmten, wilden und sinnlichen Gouvernanten eine unerwartete Wendung gibt.

lenalovesbooksRezension von lenalovesbooks

Ein schöner Erzählstil, aber für die paar Seiten zu langatmig und nichtssagend.

JuliaRezension von Julia

100 Seiten Üppigkeit. Und Frauenfiguren, die Hexen oder Nymphen oder Waldgeister oder Sirenen oder Grazien sind - jedenfalls nicht die Art Gouvernanten, die sonst diese literarische Figur bilden. Hier wird getollt, gehüpft, gefickt. Sehr eigentümlich. Mal transformieren sich die Gouvernanten in monströse Riesinnen, mal in kleine Wesen mit gestutzten Flügeln. Und wenn sie wandern gehen, dann möchte man es ihnen gleich tun: Bäume erklettern, schwimmen, sich suhlen und das alles möglichst nackt und sinnlich. Der Roman wird zudem von der Frage gerahmt: was ist eigentlich der Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Blick beim Lesen? Bin ich als Leserin eher Gouvernante, lüsterner Greis oder Madame Austeur, die zur Ordnung ruft? Ein modernes Lustspiel für Lektüremutige. „Man kann auch nackt tanzen, nackt trinken und sich plötzlich auf der Vortreppe entblößen, mit Gefuchtel und markerschütterndem Geheul, das alle zum Lachen bringt.“ „Woher die kamen? Schwer zu sagen. Vermutlich hatten sie ihrer Jugend zum Trotz mindestens einen Schicksalsschlag erlebt, wenn nicht mehrere. Darauf lässt ihre Exaltiertheit schließen: ein Übermaß an Freude, an Kummer, eine merkwürdige Inbrunst, zu viel Appetit, zu viel Schweigen.“ „Aber da kommt schon der nächste Tag. Sie springen gut oder schlecht gelaunt aus dem Bett, schnappen sich ihre roten Kleider, schlagen eine Fensterscheibe ein, stürmen zum Gartentor, traktieren die Haushälterin, rennen über den Rasen, erahnen hinter den dunklen Stämmen fremde Gestalten, pirschen sich an sie heran, jagen ihnen hinterher, machen sich schmutzig und tragen Wunden davon.“ „Wenn sie müßig sind, fühlen sie sich dem Urteil viel näher, als wenn sie entschlossen handeln. Dennoch nötigt sie ein dumpfes Schuldgefühl von Zeit zu Zeit aktiv zu werden.“

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