Das Liebespaar des Jahrhunderts
von Julia Schoch
Ein ganz großes Buch über die Liebe und was es kostet, sie durchzuhalten. Ich glaube, das könnte ein Klassiker werden.
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Das Liebespaar des Jahrhunderts
von Julia Schoch
Ein ganz großes Buch über die Liebe und was es kostet, sie durchzuhalten. Ich glaube, das könnte ein Klassiker werden.
Aktuelle Rezensionen(13)
Nach 30 Jahren Beziehung spielt eine Frau mit dem Gedanken, ihren Partner zu verlassen. Die Protagonistin schwelgt in Erinnerungen: über die Anfänge ihrer Beziehung, das Kinderkriegen, die Aufs und Abs. Spannende Beobachtungen, die das Gefühl erzeugen, dass es unmöglich ist, eine Person jemals in Gänze zu kennen - egal, wie lange man schon zusammenlebt. Die detaillierten Beobachtungen und Überlegungen sind zu Beginn des Buches interessant und spannend, doch führen im Verlauf des Buches leider ins Nichts? Die Protagonistin bleibt unnahbar und wirkt passiv - wie eine Beifahrerin im eigenen Leben. Die Beschreibung der Beziehungsdynamik hat mir gut gefallen, doch ich hätte mir mehr Handlung gewünscht.
Ich habe kürzlich den zweiten Band der Trilogie „Biographie einer Frau“ gelesen. In diesem Teil möchte die Erzählerin nach über 30 Jahren Beziehung die Trennung vollziehen und blickt dabei auf die gemeinsamen Jahre zurück. Es ist eine tiefgründige und emotionale Geschichte über Liebe, von den ersten zarten Anfängen bis zum endgültigen Ende… Der Roman schildert die Höhen und Tiefen eines Paares, mit all ihren Alltagsmomenten, Zweifeln und glücklichen Augenblicken. Es geht um den Wert des Bleibens und den Mut zum Loslassen. Alles aus der Perspektive einer Frau, die sich fragt, wie sie an diesen Punkt gekommen ist und wie sie mit diesem Gefühl umgehen soll. Julia Schoch gelingt es, den Leser tief in die Gefühle der Protagonistin eintauchen zu lassen und die Beziehung aus ihrer Sicht lebendig werden zu lassen. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende packend und berührend. Der zweite Band hat mir deutlich besser gefallen als der erste. Eine unbedingte Leseempfehlung.
Eine Beschreibung einer Beziehung, die aus Verliebten über Elternpaar bis hin zu einem Ehepaar ohne Trauschein alle Facetten beschreibt. Dabei wird deutlich, wie sehr einen die eigenen Gedanken immer weiter von dem Partner entfernen können. Am Ende, wenn endlich wieder miteinander gesprochen wird, flammt eine leise Partnerschaftsflamme wieder auf. Im Grunde stellt sich das Geschriebene als eine Art der Verarbeitung der eigenen Gefühle dar. Paartherapie ohne Therapeuten und nur mit sich selbst.
Gibt Mut/ Durchhaltekraft da es „vielleicht vielen so geht“? Und es doch lohnt durchzuhalten?
Konnte mit diesem Buch, wie auch schon mit dem ersten, wenig anfangen. Das Erzählte führte in meiner Wahrnehmung nirgendwo hin und am Ende wusste ich trotzdem nicht, was ich über dieses Liebespaar denken soll. Während die ganze Zeit über die Rede davon ist, dass sich die Erzählerin von ihrem Partner trennen will, ist es eigentlich doch nur die banale Geschichte, eines dieser unzähligen Paare, die über Jahrzehnte hinweg zusammen sind, in denen die Liebe zum Alltag wird.