Crowdie Farm liegt an der schroffen Steilküste Schottlands; dort sind Bette und Nina Crowdie aufgewachsen, zwischen Kühen, Hühnern und der rauen See. Nahegestanden haben sie sich nie. Zu verschieden sind die beiden Schwestern, zu groß der Altersunterschied von zehn Jahren. Nun lebt Bette ihr ganz eigenes Leben in London, fernab der Familie, während für Nina die Farm ihr Ein und Alles ist. Als plötzlich der Vater stirbt und die Schwestern unerwartet den Hof gemeinsam erben, treffen sie wieder aufeinander. Bald erfahren sie von den enormen Schulden, die ihr Vater vor ihnen verheimlicht hat. Widerstrebend willigt Bette ein, ihrer Schwester bei der Rettung von Crowdie Farm zu helfen. Doch das bedeutet, dass sie einen Weg finden müssen, zusammenzuarbeiten, und Bette nicht länger verdrängen kann, warum – oder wegen wem – sie vor all den Jahren weggegangen ist. Die Entdeckung eines seit Jahrzehnten vergessenen Apfelgartens mit uralten, seltenen Cidersorten auf ihrem Land ist der einzige Hoffnungsschimmer. Er bleibt die letzte Möglichkeit, die Farm zu retten – und die Beziehung der Schwestern wieder zu kitten.
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Der alte Apfelgarten
von Sharon Gosling, Sibylle Schmidt
Crowdie Farm liegt an der schroffen Steilküste Schottlands; dort sind Bette und Nina Crowdie aufgewachsen, zwischen Kühen, Hühnern und der rauen See. Nahegestanden haben sie sich nie. Zu verschieden sind die beiden Schwestern, zu groß der Altersunterschied von zehn Jahren. Nun lebt Bette ihr ganz eigenes Leben in London, fernab der Familie, während für Nina die Farm ihr Ein und Alles ist. Als plötzlich der Vater stirbt und die Schwestern unerwartet den Hof gemeinsam erben, treffen sie wieder aufeinander. Bald erfahren sie von den enormen Schulden, die ihr Vater vor ihnen verheimlicht hat. Widerstrebend willigt Bette ein, ihrer Schwester bei der Rettung von Crowdie Farm zu helfen. Doch das bedeutet, dass sie einen Weg finden müssen, zusammenzuarbeiten, und Bette nicht länger verdrängen kann, warum – oder wegen wem – sie vor all den Jahren weggegangen ist. Die Entdeckung eines seit Jahrzehnten vergessenen Apfelgartens mit uralten, seltenen Cidersorten auf ihrem Land ist der einzige Hoffnungsschimmer. Er bleibt die letzte Möglichkeit, die Farm zu retten – und die Beziehung der Schwestern wieder zu kitten.
Aktuelle Rezensionen(4)
Rezension – Der alte Apfelgarten Der alte Apfelgarten von Sharon Gosling handelt von den Schwestern Nina und Bette, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Nina ihr ganzes Leben auf der Crowdie Farm an der schottischen Steilküste verbracht hat, lebt Bette seit Jahren in London, weit weg von ihrer Familie und ihrer Vergangenheit. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters kehrt Bette an die Farm zurück, denn die Schwestern haben den Hof gemeinsam geerbt und erfahren, dass die Farm in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt, von denen ihr Vater nie etwas erwähnt hatte. Mit der Zeit raufen sich die beiden zusammen, um die Crowdie Farm zu retten. Doch dabei stoßen sie auf einen jahrzehntelang vergessenen Apfelgarten mit uralten Cidersorten. Was noch passieren wird und ob sie die Farm retten können müsst ihr selbst lesen. Zu Beginn brauchte ich etwas Zeit, um in die Geschichte hineinzufinden, besonders weil ich mit Ninas störrischer Art erst nicht so gut zurechtkam. Andererseits konnte ich sie auch verstehen und mit ihr fühlen. Insgesamt habe ich die Charaktere als sehr authentisch wahrgenommen und sie sind mir im Laufe der Geschichte echt ans Herz gewachsen. Was mir beim Lesen sehr gut gefallen hat. Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Besonders gefällt mir, wie authentisch und bildhaft die Atmosphäre Schottlands beschrieben wurde. Dadurch hatte ich fast das Gefühl, selbst dort zu sein. Die Geschichte der Schwestern ist ehrlich, gefühlvoll und authentisch Insgesamt ist das Buch ein ruhiger, aber sehr berührender Roman über Familie, Schuld, Versöhnung und den Mut, einen Neuanfang zu wagen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die eine Wohlfühlgeschichte mit Tiefe, Herz und einer wunderschönen Kulisse lieben.
Auf dem Cover sind Apfelbäume an den Klippen zu sehen. Ein weißer Zaun rahmt den Garten ein, der zum Meer hin abfällt. Auf dem Wasser kann man noch ein Segelboot erkennen, was das Bild sehr schön komplementiert. Für mich ein schönes und absolut passendes Cover zur Geschichte. Der alte Apfelgarten von Sharon Gosling erschien bei Dumont audiobook. Das Hörbuch wurde von Anja Kalischke-Bäuerle eingelesen. Sie führt mit ihrer Stimme durch die Familiengeschichte der Crowdies und dem Geheimnis um den Sagenumwobenen Apfelgarten. Zur Familie gehören die Schwestern Bette und Nina Crowdie, die sich über die Jahre auseinandergelebt haben. Während Nina mit ihrem Sohn Barneby auf der Farm arbeitet, ist Bette schon in jungen Jahren nach London gegangen und arbeitet dort in einer renommierten Anwaltskanzlei. Der Tod des Vaters sorgt für ein unverhofftes Wiedersehen auf der Crowdie Farm und interessante Entdeckungen. Mehr zum Inhalt findest du im Klappentext. Mit ruhiger Stimme erzählt Anja Kalischke-Bäuerle die Familiengeschichte. Dabei gibt sie den einzelnen Figuren ganz feine Stimmnuancen, so dass ich alle gut auseinanderhalten konnte. Ich habe ihr gerne gelauscht und finde ihre Stimme einfach passend für eine schöne Familiengeschichte. Sie fängt die Atmosphäre der Erzählung sehr gut ein und gibt diese authentisch wieder. So konnte ich die zarten Funken zwischen Cam und Nina direkt spüren, bevor es Nina überhaupt gewahr wurde. Neben der besonderen Familiengeschichte durfte ich auch einiges über den Anbau von Äpfeln und die Veredelung erfahren. Während Ryan den Apfelgarten besucht, erzählt er nicht nur den Schwestern, was man mit den alten Sorten anfangen kann, sondern gibt auch kurze Einblicke in sein großes Wissen. Das fand ich besonders spannend und musste dabei unweigerlich an meinen Vater denken. Er war ein absolut Naturverbundener Mensch und musste im Garten vieles ausprobieren, was er gelesen oder gehört hatte. So hat auch er sich am pfropfen eines Apfelbaums versucht. Ich kann mich nur nicht mehr daran erinnern, ob es wirklich Erfolg hatte. Liebst du Äpfel und trinkst gerne Cider? Magst du besondere Familiengeschichten mit Rückblenden in die Vergangenheit? Dann bist du hier genau richtig. Schnappe dir „Der alte Apfelgarten“ von Sharon Gosling und reise auf die Crowdie Farm. Erkunde zusammen mit den Schwestern das Gelände und stolpere über einen Pfad Richtung Klippen. Traue dich zusammen mit ihnen, dich über die Regeln der Kindheit hinwegzusetzen und schaue wohin der Weg führt. Verliebe dich in Barneby und sein Spiderman Kostüm und begleite ihn bei seinen Abenteuern. Er ist mein persönlicher Liebling in der Geschichte, der immer wieder für ein Lächeln sorgt. Ich hab das Hörbuch einfach nur genossen und empfehle es sehr gerne weiter an alle, die Familiengeschichten mit Erinnerungen, Drama und Naturverbundenheit mögen.
Es war ein schönes Buch für zwischendurch, was einen sehr angenehmen und gut lesbaren Schreibstil hat. Die Geschichte verläuft größtenteils recht Spannungsarm und viele Handlungspunkte waren sehr offensichtlich, was wiederum dem Buch keinen Abbruch getan hat. Ich wollte trotzdem immer weiter lesen und die Crowdie Schwestern begleiten. Die Beziehung zwischen Bette und ihrem Neffen hat mir unglaublich gut gefallen, und auch die Annäherung der beiden Schwestern war schön zu lesen. Alles in allem eine Empfehlung trotz kleinerer Kritikpunkte.
Ein weiteres kurzweiliges Werk einer talentierten Autorin Mein erster Kontakt mit Sharon Gosling war vor einem Jahr „Forgotten Garden“, was ich sehr mochte. Ich finde, dass Gosling ein Händchen für ganz besondere Landschaften hat, aber auch für zarte zwischenmenschliche Bande. An das konnte „Der alte Apfelgarten“ in vielerlei Hinsicht anknüpfen, wenngleich es für mich auch ein paar Dämpfer gab. Aber erstmal zu all dem Guten. Das Setting ist einfach bemerkenswert schön, Gosling zeichnet mit ihren Worten kinderleicht Bilder in die Köpfe ihrer Leser*innen. Ich bin zwar gar nicht so ein Küstenkind, aber wie die Autorin schottische Natur beschreibt, macht mich doch sehnsüchtig. Außerdem mochte ich die Wahl der Protagonistinnen sehr gern! Dass hier für eine Romance eine Schwesternschaft als zentrale Beziehung gewählt wurde, finde ich nämlich richtig toll. Bette und Nina sind spannende Figuren, alleinstehend und in Interaktion miteinander. Gosling zeigt damit, dass nicht immer die romantische Liebe im Zentrum stehen muss. Wie schon bei ihrem vorherigen Werk hat mir generell gefallen, dass die meisten Figuren einfach warmherzig und undramatisch sind. Das bedeutet nicht, dass es kein Drama in der Handlung gibt (im Gegenteil!) , aber sie kommt eben weniger aus den Figuren selbst. Barnaby a.k.a. Superheld Seepocke und wie respektvoll die Erwachsenen mit ihm sowie seinen Bedürfnissen umgehen? Ich liebe alles daran! Auch Cam, Allie und Ryan sind liebenswerte Nebenfiguren, die ich immer wieder gern gelesen habe. Der Roman ist eine gut lesbare Sommerlektüre und ich würde sie dafür auch jederzeit empfehlen. Dennoch hat mir der Vorgänger noch einen Ticken besser gefallen, weil da der Gemeinschaftsaspekt mehr zum Tragen kam. Außerdem muss ich die starke Überzeichnung des Antagonisten kritisieren. Die Figur fand ich völlig flach, eindimensional und vorhersehbar. Auch Bettes und Ryans Aufeinandertreffen und wie es dann endete, fand ich nicht gut geschrieben. Es war mir am Ende alles einfach ein wenig zu überspitzt dramatisch, ein bisschen weniger hätte es für mich auch getan. Nichtsdestotrotz eine klare Leseempfehlung für diesen stimmungsgeladenen Roman in großartigem Setting und mit vielen netten Figuren. Das Apfelthema und die Geschichte rund um den Apfelgarten haben mich nebenher auch ziemlich fasziniert. Ich hatte eine angenehme, kurzweilige Lektüre und habe mich trotz meiner Kritikpunkte sehr gut unterhalten gefühlt.