DIE Wiederentdeckung mit Suchtfaktor. Hinter den Toren von Temple Alice bröckeln Reichtum und Würde der Familie St. Charles. Die 1920er-Jahre in Irland sind rau. Aroon – die zu große, zu laute Tochter des Hauses – sehnt sich nach Zugehörigkeit und Zuneigung. Doch ihre unterkühlte Mutter ist zu sehr abgelenkt von den Betrügereien ihres Gatten. Und als Aroon sich ausgerechnet in den charismatischen Richard verguckt, erfährt sie, dass der eine Affäre mit ihrem geliebten jüngeren Bruder Hubert hat. Als Hubert bei einem Autounfall ums Leben kommt und ihre Eltern, anstatt zu trauern, das letzte Geld zum Fenster rauswerfen, plant Aroon ihre Rache. Mit einem Vorwort von Tara-Louise Witter »Die Dialoge sind messerscharf, der Stil stechend wie der Stachel eines Skorpions.« Maggie O’Farrell
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Das gute Benehmen
von Molly Keane, Bettina Abarbanell, Tara-Louise Wittwer
DIE Wiederentdeckung mit Suchtfaktor. Hinter den Toren von Temple Alice bröckeln Reichtum und Würde der Familie St. Charles. Die 1920er-Jahre in Irland sind rau. Aroon – die zu große, zu laute Tochter des Hauses – sehnt sich nach Zugehörigkeit und Zuneigung. Doch ihre unterkühlte Mutter ist zu sehr abgelenkt von den Betrügereien ihres Gatten. Und als Aroon sich ausgerechnet in den charismatischen Richard verguckt, erfährt sie, dass der eine Affäre mit ihrem geliebten jüngeren Bruder Hubert hat. Als Hubert bei einem Autounfall ums Leben kommt und ihre Eltern, anstatt zu trauern, das letzte Geld zum Fenster rauswerfen, plant Aroon ihre Rache. Mit einem Vorwort von Tara-Louise Witter »Die Dialoge sind messerscharf, der Stil stechend wie der Stachel eines Skorpions.« Maggie O’Farrell
Aktuelle Rezensionen(2)
Das gute Benehmen“ ist eine packende und zugleich beklemmende Analyse der gesellschaftlichen Zwänge, denen Frauen über lange Zeit gnadenlos unterworfen waren. Das goldene Gefängnis Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie die strengen Regeln der Etikette das Leben der Damen bis ins kleinste Detail diktierten. Was nach außen hin elegant und gesittet wirkte, entpuppt sich beim Lesen als ein System der Unterdrückung, das kaum Raum für echte Gefühle oder individuelle Bedürfnisse ließ. Ein Spiegel für die Gegenwart Der Kontrast zwischen der einen Frau, die sich befreit, und den vielen, die weiterhin in der Etikette verharren, macht das Buch so wichtig. Es ist eine Mahnung, wie viele Frauen – damals wie heute – den Sprung über die Mauern der gesellschaftlichen Erwartungen nicht schaffen. Ein wichtiges Werk über die Kosten der Freiheit und die Macht der Tradition. Fazit: Ein tiefgründiger Roman, der durch die Einsamkeit des Ausbruchs nur noch an Bedeutung gewinnt. Absolut lesenswert!
Gegen Ende immer Gefallen an dem Buch bekommen - es lohnt sich dranzubleiben!