Format:Hardcover
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Adikous Herkunft ist verschwommen, die Spuren ihrer Familiengeschichte sind verwischt, sie weiß nicht einmal, wie man ihren Namen richtig ausspricht. Dann, in einem drückend heißen Sommer, hält sie es in Paris nicht mehr aus. Adikou fliegt nach Lomé, Togo, dem Herkunftsort ihres Vaters, den sie nicht kennt. Wonach sie sucht, ist ihr nicht klar, die Fragen stellen die anderen, bei der Passkontrolle, in den Loméer Imbissen, den Unterkünften, dauernd: Wer ist dein Vater, bist du weiß oder Schwarz oder beides, wie fühlt es sich an, als Frau alleine zu reisen, sprichst du Éwé, bist du Journalistin, was suchst du hier? Von Togo aus reist Adikou entlang der westafrikanischen Küste bis in die USA. Sie schafft sich ein Erbe aus Schlangenhäuten, Skylines und stickigen Nächten, erforscht Geschichte und Geschichten, Vergangenheit und Gegenwart - bis sie den Worten des verschwundenen Vaters lauschen kann.Eine Road-Novel über die Phantome der Vergangenheit, über Scham und über Wut und darüber, was es bedeutet, bei sich zu sein. 

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
224 SeitenHardcover
Erschienen an: September 17, 2024

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.0(5 ratings)
RobinRezension von Robin

CN: Rassismus, Kolonialismus, sexualisierte Gewalt, Drogenkonsum – Inhalt: Adikou reist in das Herkunftsland ihres Vaters, um mehr über ihre Identität und Familiengeschichte zu erfahren – Handlung spielt in Frankreich, Togo und den USA – innere Zerrissenheit von Adikou ist kontinuierlich spürbar und hat mich berührt – experimenteller Stil führte bei mir zu Verwirrung • erzählt wird gleichzeitig in der Ich- und der Sie-/Er-Form → beide Erzählerinnen sind ein Teil von Adikou und interagieren manchmal sogar miteinander • Realität und Traum sind irgendwann nicht mehr klar unterscheidbar • spontane Rückblenden ohne Hinweis

HannaRezension von Hanna

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da die Suche nach der eigenen Identität zwischen verschiedenen Kulturen ein Thema ist, das ich sehr interessant finde. In vielen Rezensionen wurde auch die poetische Sprache von Raphaël Red gelobt, was mich neugierig gemacht hat, da ich immer offen für besondere Schreibstile bin. Leider habe ich mir dann doch recht schwer damit getan, einen Zugang zu diesem Text zu finden. Passagenweise ist er wirklich wunderschön geschrieben und geht richtig unter die Haut, viele Stellen haben mich aber ein bisschen ratlos zurückgelassen und trotz der Kürze fand ich das Buch zum Teil sehr langatmig. Man braucht definitiv einen klaren Kopf beim Lesen, da die Geschichte nicht wirklich linear verläuft, sich Traum und Wirklichkeit miteinander vermischen und vieles auf einer metaphorischen Ebene zu verstehen ist. Die Protagonistin vereint dabei zwei Personen in sich - die Ich-Erzählerin und Adikou, die auch oft direkt mit Du angesprochen wird. Ein sehr schönes Bild, wenn man bedenkt, dass das Gespaltensein zwischen zwei Kulturen das Hauptthema des Romans ist, beim Lesen allerdings doch etwas gewöhnungsbedürftig. Ein interessantes, experimentelles, aber (für mich leider) schwer zugängliches Buch.

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