3.1

Tristan. Band 2: Text. Verse 9983-19548. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch

By Gottfried von Straßburg, Rüdiger Krohn, Rüdiger Krohn

Format:Softcover
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Unsterbliche Liebe, Missverständnisse und Intrigen: Gottfried von Straßburgs Versroman um Tristan und Isolde ist die schönste Liebesgeschichte des Mittelalters. In diesem zweiten Teil des Tristan blüht die Liebe zwischen Tristan und Isolde endgültig auf und erreicht in der märchenhaften Minnegrotte ihren Höhepunkt. Rüdiger Krohn hat die neue Übersetzung des »Tristan« mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort versehen.

Historical Fiction
590 pagesSoftcover
First published 01.2002

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Popular Reviews(2)

3.1(6 ratings)
MichelleReviewed by Michelle

📚 Der Dichter schreibt weiterhin poetisch und man kommt echt schnell voran. Dementsprechend ein guter Schreiber, der Gottfried. Die Intrigen von Tristan und Isolde gegenüber Marke waren ziemlich lang und bisschen unnötig, weil sie einfach nur den armen Marke betrügen. Kein Wunder hat das Werk so 20.000 Verse (und eigentlich noch mehr). War aber genauso unterhaltend, wie der Rest der Geschichte. Es ist die Liebesgeschichte von Tristan und Isolde. Auch klasse, wie Gilan lieber seine Tochter verschenkt als seinen Hund aber verständlich, wenn der ein Glöckchen hat, das Schmerzen lindert und der Hund auch noch in allen Farben schimmert. Ich finde es sehr schade, dass der Dichter sein Werk nicht zu Ende bringen konnte. Dies haben zwei andere übernommen: Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg. Beide enden gleich traurig, ich mein zwei Liebende die lebend nie zusammen sein durften aber nach dem Tod endlich zueinander finden und zusammen bleiben können?! 🌱 Persönlich mag ich die Fortsetzung von Ulrich von Türheim mehr. Tristan gehört wohl zu den Werken, die man einfach mal gelesen haben muss. Gerade im Bereich mittelalterlicher Literatur, ist das, unter anderem, ein absoluter Klassiker.

HelenReviewed by Helen

Well… also unterhaltsam war’s schon, das muss man sagen. Aber basically geht das ganze Buch einfach nur darum, dass Tristan und Isolde Marke fremdgehen, und der arme Mann kriecht in jedem Kapitel ein Stückchen mehr in den Detektivmodus, um den beiden auf die Schliche zu kommen. (Das Bild von ihm und dem Zwerg Melot im Baum wird mich in meinen Albträumen verfolgen… aber heyy, es gab Bilder! Die haben mich jedes Mal komplett zerrissen.) Zwischendurch wird dann regelmäßig noch ein bisschen Sex eingestreut – et voilà, wir haben Tristan Band 2. Ansonsten… naja, so wahnsinnig viel passiert jetzt auch nicht, außer dass der Erzähler eine ganz große Schwäche für endlose Exkurse hat. Gefühlt gibt’s zu allem erstmal einen fünfseitigen mittelalterlichen TED-Talk. Und ganz ehrlich, ich wollte Tristan und Isolde manchmal einfach nur schütteln. Wirklich jetzt – guys, warum brennt ihr nicht einfach zusammen durch? Hä? Ja, klar, Liebestrank hin oder her, aber das, was ihr da hinter Markes Rücken abzieht, ist halt einfach nicht cool. Der arme Mann zweifelt die ganze Zeit an sich selbst, glaubt, er tut ihnen Unrecht – ich schwöre, wenn ich Marke gewesen wäre, wär ich nach Kapitel 3 schon nicht mehr so nett geblieben. Ach, und noch was: Wir haben dreimal eine Isolde. Drei! Isolde die Blonde, Isolde mit den weißen Händen, Isolde die Wahrscheinlich-auch-irgendwas-anderes. Gottfried, wirklich? Ein anderer Name wäre dir nicht eingefallen? Mittelalterliche Namensvielfalt war scheinbar nicht so dein Ding. Und warum zum Teufel will Tristan eigentlich in jedem Krieg kämpfen?! Oh, ein Krieg in Deutschland? „Ich bin auf dem Weg!“ Oh, in Arundel wird gekämpft? „Ich kommeee!“ Der Typ hat einen Liebestrank im Blut, ein kompliziertes Doppelleben mit Isolde am Laufen – aber sobald irgendwo Schwerter klirren, wirft er alles hin und rennt los wie ein mittelalterlicher Actionheld. Und dann… Petitcrü. Also wirklich, auf welcher Droge war der Autor, als er dieses Hündchen geschrieben hat?! Ich kam klar mit dem Drachen, dem Riesen, dem Zwerg – alles fein. Aber Petitcrü hat mich ernsthaft an der geistigen Gesundheit von Gottfried zweifeln lassen. Aber hey – alles in allem gar nicht so schlecht, wie’s sich jetzt vielleicht anhört. Der Schreibstil war echt angenehm und stellenweise sogar richtig poetisch. Wie fast alle mittelalterlichen Werke: Ein einziger lustiger, leicht verstörender Fiebertraum.

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