Tristan. Band 1: Text (Verse 1–9982). Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch
von undefined Gottfried von Straßburg
Der Fragment gebliebene Versroman »Tristan« um die Liebe zwischen dem Wunderkind Tristan und der wunderschönen Isolde liest sich wie ein psychologischer Krimi: Was durch die zufällige gemeinsame Einnahme des Liebestranks als Affäre entflammt, entfaltet sich zu einem intrigenreichen Wettstreit beider Liebender und Isoldes Verdacht schöpfendem Gatten König Marke. Gottfried von Straßburg paart dabei in über 20.000 Versen ›moderne‹ Gegenentwürfe zur klassischen Artusepik mit philosophischen Einschüben zu Literatur, Liebe und Gesellschaft. Der konfliktreiche irische Sagenstoff wurde vielfach bearbeitet und adaptiert, so etwa in Richard Wagners Oper »Tristan und Isolde«. Die hier vorliegende Ausgabe enthält die bewährte Edition des mittelhochdeutschen Textes und Übersetzung ins Neuhochdeutsche von Rüdiger Krohn.
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Tristan. Band 1: Text (Verse 1–9982). Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch
von undefined Gottfried von Straßburg
Der Fragment gebliebene Versroman »Tristan« um die Liebe zwischen dem Wunderkind Tristan und der wunderschönen Isolde liest sich wie ein psychologischer Krimi: Was durch die zufällige gemeinsame Einnahme des Liebestranks als Affäre entflammt, entfaltet sich zu einem intrigenreichen Wettstreit beider Liebender und Isoldes Verdacht schöpfendem Gatten König Marke. Gottfried von Straßburg paart dabei in über 20.000 Versen ›moderne‹ Gegenentwürfe zur klassischen Artusepik mit philosophischen Einschüben zu Literatur, Liebe und Gesellschaft. Der konfliktreiche irische Sagenstoff wurde vielfach bearbeitet und adaptiert, so etwa in Richard Wagners Oper »Tristan und Isolde«. Die hier vorliegende Ausgabe enthält die bewährte Edition des mittelhochdeutschen Textes und Übersetzung ins Neuhochdeutsche von Rüdiger Krohn.
Aktuelle Rezensionen(2)
📚 Absolut unterhaltsam! Tristans Geschichte hat mir doch viel besser gefallen als ich gedacht habe. Und auch die Vorgeschichte seiner Eltern war schön aber tragisch. Der Dichter schreibt poetisch, leicht verständlich und insgesamt sehr angenehm. Dass Tristan aber sich in so vielen Lügengeschichten verstrickt wird sicherlich nicht gut enden. Das waren so viele, da kommt man ja selbst ins zweifeln was jetzt wahr ist. Was die Königin am Ende alles rausgehauen hat war mein Highlight. Das war soo gut! Das Buch kann ich schon mal empfehlen! Besonders für Interessierte der deutschen Literatur aus dem Mittelalter oder Mediävisten ist Tristan ein Klassiker, den man irgendwann gelesen haben sollte.
Also, Band 1 hat mir tatsächlich ziemlich gut gefallen! Es war poetisch und ich musste doch tatsächlich einmal ein kleines Tränchen verdrücken. Generell muss ich sagen, dass ich die Geschichte über Tristans Eltern, Riwalin und Blanscheflur echt mochte. Aber Rual, mein Lieber, bei der Namenswahl hättest du dir echt ein bisschen mehr Mühe geben können. Ja, wir haben alle verstanden, dass Tristans Schicksal von Anfang an schon scheiße war, aber trotzdem musst du ihn nicht sein ganzes Leben lang mit seinem Namen daran erinnern. Der Arme heißt jetzt einfach „Trauer“. Da hätte ich ja schon gar keinen Bock mehr auf irgendwas! Nun zu Tristan: Der Typ ist echt ein kleiner Brutaler. Morold war schon tot, und was macht unser Held? Er schneidet ihm trotzdem noch den Kopf ab. I mean, dude, der ist schon erledigt, was willst du noch? Aber hey, you do you, Tristi. Außerdem ist er nebenbei auch noch ein pathologischer Lügner. Der Typ erfindet so viele Geschichten, dass man sich fragt, ob er überhaupt noch zwischen Wahrheit und Fantasie unterscheiden kann. Mein absolutes Highlight des Buches war jedoch, wie Mutti Isolde den Truchsessen so richtig fertig gemacht hat. Die Gute hat ihn einfach mit seinen eigenen sexistischen Sprüchen komplett entmachtet. Isolde ist mein Spirit Animal! Und ist noch jemandem die Tension zwischen Tristan und Marke aufgefallen? Excuse me, wäre Marke nicht sein Onkel, würde ich glatt sagen, der steht auf Tristan! Diese ganze schwärmerische Bewunderung – da knistert es doch! Wenn ich nicht wüsste, wie es ausgeht, hätte ich ehrlich gesagt auf die beiden gesetzt. Aber gut, wir haben ja schon bei Feirefiz in Parzival gelernt, dass man im Mittelalter familiäre Grenzen gerne mal… flexibel auslegt. Also alles in allem mal wieder ein sehr unterhaltsamer Fiebertraum!