Ein Leben ohne Alkohol bedeutet keinen Verzicht. Es bedeutet Freiheit.„Ein spannendes, glänzend geschriebenes, sehr persönliches, mutiges und optimistisches Buch.“ Prof. Dr. Michael Soyka, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und AlkoholismusforscherDeutschland ist eine Alkohol-Nation: Rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland trinkt regelmäßig bis zum Rausch, ca. 1,6 Millionen sind abhängig.Ein breites gesellschaftliches Problem – und doch fühlen sich Betroffene oft orientierungslos und alleingelassen. Habe ich überhaupt ein Alkoholproblem, wenn ich nicht täglich trinke? Wieso muss ich mich als Alkoholiker bezeichnen, wenn ich aufgehört habe? Kann ich auch ohne Reha und Anonyme Alkoholiker den Absprung finden? Und ist ein Leben ohne Alkohol nicht langweilig und freudlos?»Ein Leben ohne Alkohol ist schöner und intensiver, als ich es mir je hätte vorstellen können«, sagt Nathalie Stüben, die selbst betroffen war. Die Journalistin räumt nicht nur mit Irrtümern auf, sondern erzählt auch schonungslos von ihren eigenen Erfahrungen. Sie nimmt Betroffenen Scham- und Schuldgefühle und vermittelt Gefährdeten an der Grenze zur Abhängigkeit Klarheit. Vor allem aber ist es ihr Anliegen, das Thema Alkoholabhängigkeit aus der Schmuddelecke zu holen und die Art und Weise zu verändern, mit der in Deutschland über Alkohol diskutiert wird. Ausstattung: mit Illustrationen
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Ohne Alkohol: Die beste Entscheidung meines Lebens
von Nathalie Stüben
Ein Leben ohne Alkohol bedeutet keinen Verzicht. Es bedeutet Freiheit.„Ein spannendes, glänzend geschriebenes, sehr persönliches, mutiges und optimistisches Buch.“ Prof. Dr. Michael Soyka, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und AlkoholismusforscherDeutschland ist eine Alkohol-Nation: Rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland trinkt regelmäßig bis zum Rausch, ca. 1,6 Millionen sind abhängig.Ein breites gesellschaftliches Problem – und doch fühlen sich Betroffene oft orientierungslos und alleingelassen. Habe ich überhaupt ein Alkoholproblem, wenn ich nicht täglich trinke? Wieso muss ich mich als Alkoholiker bezeichnen, wenn ich aufgehört habe? Kann ich auch ohne Reha und Anonyme Alkoholiker den Absprung finden? Und ist ein Leben ohne Alkohol nicht langweilig und freudlos?»Ein Leben ohne Alkohol ist schöner und intensiver, als ich es mir je hätte vorstellen können«, sagt Nathalie Stüben, die selbst betroffen war. Die Journalistin räumt nicht nur mit Irrtümern auf, sondern erzählt auch schonungslos von ihren eigenen Erfahrungen. Sie nimmt Betroffenen Scham- und Schuldgefühle und vermittelt Gefährdeten an der Grenze zur Abhängigkeit Klarheit. Vor allem aber ist es ihr Anliegen, das Thema Alkoholabhängigkeit aus der Schmuddelecke zu holen und die Art und Weise zu verändern, mit der in Deutschland über Alkohol diskutiert wird. Ausstattung: mit Illustrationen
Aktuelle Rezensionen(2)
Das war gut! Viel Neues und hat in meinem kopf auf jeden Fall etwas angeregt.
Als kürzlich jemand aus der engen Familie einer guten Freundin viel zu jung an den Folgen seines Alkoholismus gestorben ist, hat das bei mir Erinnerungen an meine eigene Familie, vor allen Dingen meine Eltern wach gerüttelt. Auch hier spielte Alkohol eine große und letztlich überwiegend negative Rolle. Auch ich habe jemanden viel zu früh an den Alkohol verloren. Das ist viele, viele Jahre her, aber erst jetzt, durch diesen frischen Trauerfall in meinem näheren Umfeld, erwachte in mir der Wunsch das Thema irgendwie endlich mal ein bisschen aufzuarbeiten. Besagte Freundin selbst empfahl mir daraufhin Nathalie Stübens Buch. Viele Dinge waren mir bekannt. Nicht aus eigener Erfahrung, aber weil ich mit Menschen aufgewachsen bin, die abhängig waren, und an denen ich schon in früher Kindheit die Auswirkungen dieser Abhängigkeit auf das tägliche Leben beobachten konnte und leider auch mittragen musste. Aber ich habe auch viele Denkanstöße aus dem Buch mitnehmen können, über die ich so noch nie nachgedacht hatte. Am meisten hängen geblieben sind die Kapitel dazu, wie schwierig es ist Hilfe zu bekommen, wenn man noch nicht am Boden ist. Menschen, die merken, dass sie keine Kontrolle mehr über ihren Alkoholkonsum haben, die aber nach außen hin nicht dem Klischee von Alkoholabhängigen entsprechen (zitternde Hände, Aggressivität, ungepflegtes Äußeres, desaströses Arbeits- und Privatleben), werden oftmals nicht ernst genommen, wenn sie diesen Kontrollverlust vor sich selbst zugeben können und den Mut aufbringen, sich Hilfe zu suchen. "Na dann trinken Sie halt jedes Wochenende Ihre 2-3 Flaschen Wein, ist ja nichts dabei". Hilfe erst dann zu bekommen, wenn schon alles den Bach runter gegangen ist und die körperliche wie psychische Gesundheit in Trümmern liegt, ist laut Nathalie in etwa so als würde man Diabetikern erst Insulin zugänglich machen, wenn sie in ein diabetisches Koma gefallen sind. Oder als würde man Depressionen erst dann anerkennen und behandeln, wenn mindestens ein ernstzunehmender Suizidversuch vorliegt. Und ich habe festgestellt: es stimmt. Sogar ich, die ich mehrere AlkoholikerInnen in der eigenen Familie hatte, hätte das, was Nathalie aus ihrem eigenen Leben beschreibt vielleicht nicht auf Anhieb als Alkoholsucht definiert. Das ist, wie Nathalie zurecht feststellt, ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Für mich nehme ich aus diesem Buch mit, dass ich genauer hinsehen und mehr Offenheit und Verständnis aufbringen möchte. Es ist nicht an mir zu definieren, wann jemand ein Problem hat oder nicht - wenn Betroffene es so empfinden, dann ist es eines. Ich halte Nathalies Bericht für einen wirklich mutigen und inspirierenden Schritt.