3.6

Hass. Von der Macht eines widerständigen Gefühls

von Seyda Kurt

Format:Softcover
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WER HAT DIE MACHT ZU HASSEN? – Erkundung eines politischen GefühlsDer Hass, dieses knirschende, zersetzende Gefühl, ist allgegenwärtig. Er brüllt von den Straßen oder flüstert in gutbürgerlicher Feindseligkeit. Er wächst in Parlamentsreden, Querköpfen und Kinderzimmern – und ganz bestimmt nicht im Verborgenen, auch wenn viele ihn gerne dorthin verdammen würden.Şeyda Kurt holt den Hass raus aus der Verbannung und begibt sich auf die Spuren seines widerständigen Potentials. Dabei interessieren sie vor allem die Menschen als Subjekte des Hasses in einer kapitalistischen, rassistischen und patriarchalen Welt. Wer sind sie, diese Hassenden, und aus welchen Machtverhältnissen kommen sie? Wer darf überhaupt hassen und wer nicht? Welche Gefühle lähmen, welche Gefühle helfen, nicht zu erstarren, und sich immer und immer weiter zu bewegen auf dem Weg in eine gerechtere und zärtliche Gesellschaft?Schonungslos, launig und jenseits selbstgerechter Entrüstung erkundet Şeyda Kurt den Hass von seiner schöpferischen Seite: als Kategorie der Ermächtigung, der Menschen in ihrem innersten Unbehagen abholen und mobilisieren kann, als widerständiges Handwerk – und nicht zuletzt als dienliches Gefühl, das uns hilft, uns in einem Ozean aus möglichen Reaktionen auf die Welt zurechtzufinden.

History, Humanities & Society
Softcover
Erschienen an: March 21, 2023

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Aktuelle Rezensionen(6)

3.6(60 ratings)
RobinRezension von Robin

Pro: – regt zum Nach- und Umdenken an – informativ, philosophisch, politisch und persönlich – Fokus auf hassende Menschen und deren Beweggründe → Hass ist vielschichtig: kann sowohl negativ als auch positiv sein – besonders interessant: Gedanken und Verknüpfungen zum Ab­o­li­ti­o­nis­mus und Kolonialismus – Beispiel für transformative Nutzung von Hass: Rojava → Menschen aus Rojava kommen zu Wort Contra: – fragmentarische und teilweise experimentelle Struktur → kann verwirrend sein

TabeaRezension von Tabea

Gute neue Gedanken, war aber kein Fan vom Schreibstil/Aufbau vom zweiten Teil des Buchs.

KrenareRezension von Krenare

Ich fand das Buch weniger angenehm zu lesen als Radikale Zärtlichkeit und kann nicht genau sagen, woran das lag - vielleicht die sehr starke Anlehnung an Philosophie und Definitionen? Wobei ich das auch teilweise genau mochte. Fand manche Abschnitte random oder zu kurz thematisiert und es fühlte sich manchmal an wie der innere Monolog einer overthinking person (can‘t say it’s unfamiliar lol). Aber trotzdem liebe ich ihre Werte und hab viel Neues gelernt und fand viele Gedanken schön und/oder spannend. Sie schreibt aber auch selbst ,,ich stelle zu viele Fragen und beantworte zu wenige“ und das hab ich zwischendurch sehr gefühlt und bedauert, aber checke auch dass es auf viele ihrer Fragen eben keine einfach Antwort gibt.

LiinRezension von Liin

3,5⭐️

LeaRezension von Lea

„Hass“ von Şeyda Kurt ist ein faszinierendes und anspruchsvolles Werk, das sich mit der Emotion des Hasses auseinandersetzt und deren Potenziale für Widerstand und Veränderung untersucht. Das Buch ist in zwei Hauptteile gegliedert: „Hass“ und „Hassen“. Im ersten Teil geht Kurt philosophisch und theoretisch an das Thema heran. Sie beschreibt verschiedene Aspekte und Dimensionen des Hasses, beleuchtet dessen historische Bedeutung und diskutiert, wie Hass als Antrieb für Widerstand gegen Ungerechtigkeit fungieren kann.

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