Monique bricht aus
von Édouard Louis
»Ich habe mich von deinem Vater befreit und dachte, jetzt wird alles besser.« Édouard Louis kehrt zur Geschichte seiner Mutter zurück. Zu einer Frau, die sich schon einmal befreit hat. Von Alkohol, Gewalt und Scham, vom Schweigen. Und deren Geschichte sich zu wiederholen droht, als sie eines Nachts den Sohn anruft, während ihr neuer Partner sie im Hintergrund rüde beschimpft. Schritt für Schritt plant der Sohn mit ihr den Ausbruch, ein neuer Anfang gelingt, aber wie geht das Leben weiter, wenn man Freiheit nie gelernt hat?»Monique bricht aus« ist ein einfühlsames und zartes Porträt einer Mutter, die für ihre Selbstbestimmung kämpft, und eines Sohnes, der sich mit ihr verbündet. Zweier Menschen, die sich einander annähern und behutsam beginnen, eine gemeinsame neue Geschichte zu schreiben.
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Monique bricht aus
von Édouard Louis
»Ich habe mich von deinem Vater befreit und dachte, jetzt wird alles besser.« Édouard Louis kehrt zur Geschichte seiner Mutter zurück. Zu einer Frau, die sich schon einmal befreit hat. Von Alkohol, Gewalt und Scham, vom Schweigen. Und deren Geschichte sich zu wiederholen droht, als sie eines Nachts den Sohn anruft, während ihr neuer Partner sie im Hintergrund rüde beschimpft. Schritt für Schritt plant der Sohn mit ihr den Ausbruch, ein neuer Anfang gelingt, aber wie geht das Leben weiter, wenn man Freiheit nie gelernt hat?»Monique bricht aus« ist ein einfühlsames und zartes Porträt einer Mutter, die für ihre Selbstbestimmung kämpft, und eines Sohnes, der sich mit ihr verbündet. Zweier Menschen, die sich einander annähern und behutsam beginnen, eine gemeinsame neue Geschichte zu schreiben.
Aktuelle Rezensionen(7)
Unfassbar kluges, berührendes Buch. Selten so beeindruckt gewesen.
Über weite Strecken ist der Autor nur übers Smartphone Teil der erzählten Geschichte. Ich denke, darunter leidet sie etwas, denn ab dem Zeitpunkt an dem Louis zurück nach Paris kehrt und mit seiner Mutter direkt interagiert - und sich nicht aus der Ferne irgendwelche Gedanken macht - wird die Erzählung deutlich mitreißender. Auch wenn ich daher gut die Hälfte des Buches etwas distanziert gelesen habe, hatte ich beim großen kitschigen Finale natürlich trotzdem wieder ein paar Tränchen in den Augen.
Ein großes liebevolles Bekenntnis zur Mutter. Ich habe die Vorgängerromane nicht gelesen - gegen autobiografisch geprägte Romane habe ich nichts, es kommt eher auf die Sprache an, die auch recht schön ist, trotzdem hat es mich nicht sonderlich berührt.
ein tolles Happy End zu “die Freiheit einer Frau”:) Ich wünschte ich hätte das Theaterstück sehen können!!
Im Grunde verstehe ich “Monique bricht aus” als einen Zusatz zu “Freiheit einer Frau”, denn Louis beschreibt ein neues Kapitel der Metamorphose seiner Mutter. Während sie sich noch in “Freiheit einer Frau” aus den jähzornigen, hasserfüllten Händen Edouards Vaters befreite, so befreit sie sich in diesem Werk erneut aus den Fängen einer Paarbeziehung, die wieder desaströs verlief und in der der Partner Monique volltrunken beschimpfte und ihre Existenz herabwürdigte. Monique bricht aus ist, wie ich und auch Louis vermerkte, ein neues Kapitel in der Metamorphose einer starken Frau, doch es ist auch bedeutend mehr als das. Es ist ein weiteres wichtiges Werk aus der Feder des jungen französischen Schriftstellers, der aus der Erfahrung seines Lebens (und dem seiner Mutter) unangenehme Wahrheiten webt und sie universell erfahrbar macht. Er selbst schreibt über die Last einer Flucht und rechnet entkommene Seelen, den Seelen auf, die weiterhin unter dem Joch eines solchen Menschen leben müssen. Es sind gesellschaftliche Wahrheiten, die zu oft verschwiegen, nun von Louis auf Papier gebannt werden und dafür kann man den Autoren nur loben - auch wenn, sowohl in der Freiheit einer Frau, als auch hier, der Applaus Monique gebührt. Einer Frau, die ausbricht - einer Frau, die wieder lachen kann. Einer Frau, die gewonnen hat.