4.2

Femme fatale

By Samra Kljajic

Format:Softcover
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Zwischen Liebe, Macht und DiplomatieOb Prinzessin oder Königin, ob adelig oder bürgerlich – für Frauen war der Lebensweg oft vorgezeichnet. Ihre Rolle? Meist passiv. Und wenn sie aufstiegen, dann nur im Verdacht, berechnend zu sein oder Männer um den Verstand zu bringen. Bis heute prägt dieses Bild die Erzählung über mächtige Frauen in der Geschichte. Doch wenn das alles war – warum spielten Heirat und Mitgift eine so entscheidende Rolle? Wie gelang es manchen Frauen, alle Regeln zu brechen – und welchen Preis zahlten sie dafür, sowohl zu Lebzeiten als auch im Urteil der Geschichte? Samra Kljajic erzählt die wahre Geschichte von Königinnen und Mätressen, von Kurtisanen und Konkubinen. Eine neue Perspektive auf die Femme fatale jenseits von Skandal und Verführung.

Romance
400 pagesSoftcover
First published June 18, 2026

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Popular Reviews(1)

4.2(14 ratings)
BrittaReviewed by Britta

Femme Fatale“ ist für mich ein Sachbuch, das längst überfällig ist. Samra Kljacic nimmt sich Frauen aus der Geschichte vor, deren Bild bis heute stark von männlichen Blickwinkeln und patriarchalen Strukturen geprägt ist. Während Männer, die nach Macht streben, oft als strategisch oder politisch geschickt gelten, werden Frauen mit Macht viel schneller als berechnend, manipulativ, intrigant oder verführerisch dargestellt. Bei Königinnen, Herrscherinnen, Mätressen, Kurtisanen und Konkubinen scheint sich die Geschichtsschreibung besonders gern an ihrem Aussehen und ihren Skandalen festzuhalten. Genau diese Perspektive hinterfragt Kljajic. Besonders interessant fand ich Kleopatra, die bis heute vor allem als geheimnisvolle Verführerin und Projektionsfläche bekannt ist. Dabei war sie eine gebildete und politisch kluge Herrscherin, die mehrere Sprachen beherrschte, Verhandlungen führte und ihre Macht ganz bewusst einsetzte, um ihr Reich zu sichern. Überrascht hat mich aber vor allem Lilith. Ich kannte sie tatsächlich nicht und genau deshalb fand ich ihre Geschichte so spannend. Lilith gilt in späteren Überlieferungen als erste Frau Adams. Anders als Eva soll sie sich jedoch geweigert haben, sich Adam unterzuordnen. Sie wollte nicht akzeptieren, dass sie ihm unterlegen sein sollte und verließ ihn schließlich. Aus dieser Figur entwickelte sich über die Jahrhunderte das Bild der widerspenstigen, gefährlichen und dämonisierten Frau. Und gerade hier wird für mich besonders deutlich, wie stark patriarchale Vorstellungen beeinflussen, welche Geschichten über Frauen erzählt werden. Eine Frau, die sich nicht unterordnet und auf Gleichberechtigung besteht, wird nicht als selbstbestimmt beschrieben, sondern als bedrohlich. Lilith ist damit fast schon ein Sinnbild für die Angst vor einer Frau, die sich nicht in die ihr zugedachte Rolle fügt. Genau solche Perspektivwechsel machen dieses Buch für mich so interessant. Es geht nicht nur darum, vergessene Frauen sichtbar zu machen, sondern auch darum, unsere eigenen Vorstellungen von ihnen zu hinterfragen. Kljajic schreibt verständlich und zugänglich und schafft es, bekannte und weniger bekannte Frauen noch einmal mit anderen Augen zu betrachten. Ein wichtiges Buch über Frauen, Macht und die Frage, wer eigentlich entscheidet, wie Geschichte erzählt wird. Absolute Leseempfehlung!

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