4.5

Ungleich behandelt

von Sabina Schwachenwalde

Format:Softcover
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Gesundheit ist politisch!Die gesellschaftliche Diskriminierung und Ungleichbehandlung von Frauen, People of Color, Menschen mit Behinderungen, queeren Personen und armen Menschen setzt sich in unserem Gesundheitssystem fort. Es kommt zu Fehldiagnosen oder Vernachlässigung, was sogar tödlich enden kann, ganz zu schweigen vom zwischenmenschlichen Umgang und Übergriffigkeiten. Ärzt*in und Feminist*in Sabina Schwachenwalde setzt sich gegen Sexismus, Rassismus, Queerfeindlichkeit, Klassismus und Ableismus ein und nimmt die Medizin kritisch in den Blick: Warum gelten manche Körper als weniger schützenswert gegenüber anderen? Warum wird manchen Patient*innen mehr, manchen weniger geglaubt? Wer entscheidet, was »normal« und was »krank« ist? Woher stammt das Bild der (weißen) Halbgötter in Weiß? Und ganz konkret: Warum lernt man im Medizinstudium, wie Hautkrankheiten auf heller, nicht aber auf dunkler Haut aussehen, warum sind die meisten ärztlichen Praxen nicht im Rollstuhl erreichbar, warum wissen Ärzt*innen so wenig über queere Gesundheit, und welche Folgen hat Diskriminierung auf unseren Körper und Psyche? Sabina Schwachenwalde liefert in ihrem Debüt die Erklärung, wie strukturelle Benachteiligungen in unserem Gesundheitssystem verankert sind, und verortet diese kritisch als Teil unserer patriarchalen Gesellschaft und pathologisierenden Geschichte.Eine feministische Auseinandersetzung mit unserem Gesundheitssystem, um die allgegenwärtige Ungleichbehandlung endlich auszuräumen – und ein Plädoyer für eine gerechtere Gesundheit.

History, Humanities & Society
Softcover
Erschienen an: April 17, 2024

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Aktuelle Rezensionen(1)

4.5(5 ratings)
ManuRezension von Manu

Sehr gut geschrieben, hervorragend strukturiert, informativ, eindrücklich und wirklich ernüchternd. Das Buch spannt einen weiten Bogen von den Anfängen der Medizin zur Zeit der Hexenverbrennung und des Kolonialismus bis hin zur modernen Medizin und beschreibt, wie damalige Sichtweisen und Überzeugungen auch heute noch- bewusst oder unbewusst- medizinisches Handeln und Denken in problematischer Weise prägen. Ausführlich wird dargestellt, welche Auswirkungen die Diskriminierung von marginalisierten Gruppen im Gesundheitskontext hat. Zusätzlich enthält das Buch viele persönliche Erzählungen und Beobachtungen der Autor*in aus dem Medizinstudium, dem medizinisch-pflegerischen Alltag im Krankenhaus und dem Gesundheitssystem. Man merkt, wie viel Engagement Sabina Schwachenwalde in dieses Buch gesteckt hat, um auf die gefährliche Ungleichbehandlung im Gesundheitswesen hinzuweisen, aber auch Vereine und Ansätze vorzustellen, die versuchen diesem Problem zumindest etwas entgegenzusetzen.

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