Die Amerikanerin Sylvia Plath (1932–1963), »die beste, aufregendste und maßgeblich rücksichtsloseste Dichterin ihrer Generation« (John Updike), hat mit ihrem einzigen Roman, der im Jahr ihres Selbstmordes erschien, ein Jahrhundertbuch geschrieben, das auch heute nichts von seiner beklemmenden Faszination verloren hat.1963 Jahren erschien die amerikanische Erstausgabe der Glasglocke, Sylvia Plaths einzigem Roman – vier Wochen später nahm Plath sich das Leben. Ihr Roman avancierte bald zum Kult, beschrieb er doch wie kein Buch zuvor die Stimmungslage junger Frauen, ihre Zerrissenheit angesichts gesellschaftlicher Anforderungen. »Es war ein verrückter, schwüler Sommer, dieser Sommer, in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wusste, was ich in New York eigentlich wollte«: Die neunzehnjährige Esther gewinnt eine vierwöchige Hospitanz bei einem Modemagazin in New York, garniert mit Partyeinladungen und Werbegeschenken. Doch Esther, bisher strebsame Studentin, kann sich weder in den Arbeitsalltag so recht einfinden noch die Verlockungen der Stadt genießen. Sie fühlt sich, als lebte sie unter einer Glasglocke, die sie mehr und mehr von allem trennt …
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Die Glasglocke.
von Sylvia Plath
Die Amerikanerin Sylvia Plath (1932–1963), »die beste, aufregendste und maßgeblich rücksichtsloseste Dichterin ihrer Generation« (John Updike), hat mit ihrem einzigen Roman, der im Jahr ihres Selbstmordes erschien, ein Jahrhundertbuch geschrieben, das auch heute nichts von seiner beklemmenden Faszination verloren hat.1963 Jahren erschien die amerikanische Erstausgabe der Glasglocke, Sylvia Plaths einzigem Roman – vier Wochen später nahm Plath sich das Leben. Ihr Roman avancierte bald zum Kult, beschrieb er doch wie kein Buch zuvor die Stimmungslage junger Frauen, ihre Zerrissenheit angesichts gesellschaftlicher Anforderungen. »Es war ein verrückter, schwüler Sommer, dieser Sommer, in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wusste, was ich in New York eigentlich wollte«: Die neunzehnjährige Esther gewinnt eine vierwöchige Hospitanz bei einem Modemagazin in New York, garniert mit Partyeinladungen und Werbegeschenken. Doch Esther, bisher strebsame Studentin, kann sich weder in den Arbeitsalltag so recht einfinden noch die Verlockungen der Stadt genießen. Sie fühlt sich, als lebte sie unter einer Glasglocke, die sie mehr und mehr von allem trennt …
Aktuelle Rezensionen(21)
In „Die Glasglocke“ beschreibt Plath besonders eindringlich, wie Esther ihre Zukunftsmöglichkeiten wahrnimmt: Alles scheint offen, und gerade deshalb fühlt sie sich zunehmend eingeengt. Der Roman vermittelt dabei sehr konkret ihre innere Distanz zu einer Gesellschaft, in der für Frauen bestimmte Lebenswege als selbstverständlich gelten. Die Glasglocke wird zum starken Bild für diesen Zustand der Isolation und des Gefangenseins im eigenen Leben. Manche Passagen sind bedrückend und sprachlich sehr dicht, was die Lektüre nicht immer leicht macht, aber gerade diese schonungslose Nähe zu Esthers Gedanken hat mich überzeugt – Plath macht ihre innere Krise nicht einfach erklärbar, sondern unmittelbar spürbar.
Das Buch war gut und eindrücklich. Nur habe ich teilweise nicht alles verstanden... Ich denke, ich muss die Geschichte noch einmal lesen, um sie besser zu verstehen. 🌪
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Aber in Hinblick auf den autobiografischen Anteil dieser Geschichte, ist mir die Thematik über Depressionen und Selbsttötung viel zu nahe gegangen. Es viel mir schwer die letzten 100 Seiten zu lesen.
Zu Beginn wirkt Esther Greenwood unsicher, naiv und urteilt manchmal vorschnell über andere. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr bröckelt ihre Fassade. Man erlebt hautnah, wie sie immer tiefer in eine persönliche Krise gerät und die Absurdität des Lebens auf schmerzhafte Weise erfährt. „Die Glasglocke“ ist ein intensiver, beklemmender und erschreckend zeitloser Roman über Identität, gesellschaftliche Erwartungen, das Frau sein in den 1950er und psychische Gesundheit. Die Autorin erzählt ehrlich und schonungslos von einer jungen Frau, die versucht, ihren eigenen Platz in einer Welt zu finden, die ihr viele Grenzen setzt. Der Einstieg fiel mir leicht. Ich kam schnell in die Sprache der Autorin hinein und fühlte mich direkt mit Esther verbunden. Nach und nach entsteht eine besondere, fast diffuse Atmosphäre, die gleichzeitig faszinierend und bedrückend wirkt. Besonders beeindruckend fand ich, wie nachvollziehbar ihre Gedanken und ihre Existenzkrise dargestellt werden. Man begleitet Esther auf ihrem Weg vom lebendigen, aber naiven Mädchen hin zu einer Frau, die immer stärker in eine Depression abrutscht und mit sich selbst sowie den Erwartungen der Gesellschaft kämpft. Gleichzeitig bleibt immer der Hintergrund von Sylvia Plath präsent: Zu wissen, dass der Roman autobiografisch geprägt ist und die Autorin sich wenige Wochen nach der Veröffentlichung das Leben nahm, verleiht der Geschichte eine zusätzliche Schwere. Das Ende konnte mich persönlich nicht ganz überzeugen. Nach der Intensität und Dunkelheit der Erzählung wirkte die Heilung für mich etwas zu abrupt und nicht ganz passend zur vorherigen Schwere. Trotzdem ist „Die Glasglocke“ für mich ein wichtiges feministisches Werk, das zeigt, wie sehr gesellschaftliche Vorstellungen und innere Kämpfe einen Menschen prägen können. Eine Empfehlung mit Vorsicht: Das Buch behandelt unter anderem Depressionen, Suizidgedanken, Suizidversuche und Selbstzerstörung. Es ist keine leichte Lektüre und definitiv kein Buch für zwischendurch.
I loved it