Der Richter und sein Henker.
von Friedrich Dürrenmatt
This volume offers bracing new translations of two precursors to the modern detective novel by Friedrich Dürrenmatt, whose genre-bending mysteries recall the work of Alain Robbe-Grillet and anticipate the postmodern fictions of Paul Auster and other contemporary neo-noir novelists. Both mysteries follow Inspector Barlach as he moves through worlds in which the distinction between crime and justice seems to have vanished. In The Judge and His Hangman, Barlach forgoes the arrest of a murderer in order to manipulate him into killing another, more elusive criminal. And in Suspicion, Barlach pursues a former Nazi doctor by checking into his clinic with the hope of forcing him to reveal himself. The result is two thrillers that bring existential philosophy and the detective genre into dazzling convergence.
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Der Richter und sein Henker.
von Friedrich Dürrenmatt
This volume offers bracing new translations of two precursors to the modern detective novel by Friedrich Dürrenmatt, whose genre-bending mysteries recall the work of Alain Robbe-Grillet and anticipate the postmodern fictions of Paul Auster and other contemporary neo-noir novelists. Both mysteries follow Inspector Barlach as he moves through worlds in which the distinction between crime and justice seems to have vanished. In The Judge and His Hangman, Barlach forgoes the arrest of a murderer in order to manipulate him into killing another, more elusive criminal. And in Suspicion, Barlach pursues a former Nazi doctor by checking into his clinic with the hope of forcing him to reveal himself. The result is two thrillers that bring existential philosophy and the detective genre into dazzling convergence.
Aktuelle Rezensionen(6)
"Der Richter und sein Henker" ist ein nettes, leichtes Buch. Die Geschichte ist nicht lang, hat dafür aber einen schönen Plot Twist. Weil es so kurz ist, gibt es keine langweiligen Momente - es fühlt sich dadurch aber ein bisschen so an, als würde nur das Wichtigste gesagt werden. Es wird wenig ausgeschmückt, nur die essenziellsten Hintergrundinformationen erklärt und mehr nicht. Der Aufbau und die Progression der Geschichte haben mir gut gefallen, das Tempo ist angenehm. So für zwischendurch ist das Buch wirklich nett und lesenswert. Besondere Charaktertiefe oder eine originelle Geschichte bietet es aber nicht. Ein klassischer Detektivkrimi mit Schweizer Charme - man kriegt eigentlich genau das, was man erwartet. Nicht mehr und nicht weniger.
Es war ganz ok.Ich hab nur nicht alles gecheckt (das Buch ist von 1951 also ja) und dank meiner lehrerin wurde ich gespoilert
Schlecht nur für Schule gelesen
Es war ganz ok.Ich hab nur nicht alles gecheckt (das Buch ist von 1951 also ja) und dank meiner lehrerin wurde ich gespoilert
"Der Richter und sein Henker" war doch ziemlich langatmig, trotz der Kürze habe ich einige Zeit gebraucht, weil die Spannung fehlte. Und dabei mag ich es durchaus ruhig und philosophisch in Verbindung mit einer Krimihandlung. Der Roman fängt mit dem Mord an einem Streifenpolizisten an. Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen. Zu Beginn war ich etwas verwundert, dass es alle so kalt zu lassen scheint, dass ein Kollege ermordet wurde, aber es spielt natürlich auch zu einer anderen Zeit. Kommissar Bärlach ist hier schon krank und eher der weise Fadenzieher, der aber vordergründig immer wieder in den Hintergrund gerät. Das mysteriöse Haus, in dem Geheimdienstler, Geschäftsmänner und Künstler ein- und ausgehen, fand ich noch am interessantesten - natürlich auch einige kluge Sätze von Bärlach. Alles andere plätschert so dahin. Bärlach hat bereits am Anfang einen Verdacht, will diesen jedoch mit niemandem teilen, nicht einmal mit seinem mitarbeitendem Kollegen Tschanz. So stoßen die beiden in ihren Ermittlungen auf Gastmann. Lange bleibt dieser im Schatten, doch ein dringender Verdacht besteht, dass dieser der Verbrecher ist. Also geht es auf die Suche nach Verhaltensmustern, Manipulation, Zufällen, der Vergangenheit und der Wahrheit. Erst spät kommt ein abenteuerliches Duell ans Licht und man muss sich sehr anstrengen, noch einmal alles zu überdenken. Besser wäre es dann, noch einmal von vorne lesen. Der Anfang war wirklich sehr schleppend und da das gesamte Buch wie eine reine Handlungsbeschreibung gehalten war und man nicht in die Köpfe der Protagonisten blicken konnte, konnte man auch mit den Charakteren gar nicht warm werden, ihre Verhaltensweisen nachvollziehen oder mitfühlen. Bärlach ist ein alter, sehr intelligenter, konservativer, manchmal exzentrischer und impulsiver Kommissar, der ein sehr gutes Auge für die Wahrheit hat. Die Handlung wäre mit mehr Nähe zu dem Protagonisten ab der Hälfte des Buches spannend geworden, da sich auch aufklärt, wer dieser Gastmann überhaupt ist, die Geschichte zwischen Bärlach und Gastmann, dem Protagonist und Antagonist, ist wirklich interessant. Was mir aber gut gefiel, war der rote Faden (beziehungsweise die zwei roten Fäden), der sich durch das Buch zog. Die Auflösung geht etwas in die Psyche und auch Philosophie der Menschen, ich war jedoch nicht immer ganz überrascht, da ich so einige Dinge doch geahnt habe. Erzählerisch ist der Roman enttäuschend: Auch die auktoriale Erzählweise hat ihre Regeln. Was erzähle ich meinem Publikum und was lasse ich weg? Gerade in Krimis liegt es nahe, die Perspektive des Ermittlers einzunehmen oder kapitelweise zu springen. Aber Dürrenmatt ist nicht redlich. Manchmal verrät er uns, was Kommissär Bärlach denkt, sieht, empfindet, und verheimlicht gleichzeitig den Nebengedanken. Das kommt mir wie Verrat am Leser vor. Was ist also mit der gerühmten sprachlichen Kunst? Ein paar hübsche Stadt- und Landschaftsbeschreibungen, das Erwachen der Stadt Bern. Dann aber wieder Plattheiten, und was das Schlimmste ist: Die Sprache der Figuren klingt gestelzt, teilweise klingen sie sogar gleich. Dann will er Bedeutung suggerieren, und ihm fehlt der Mut, konkret zu werden. Eine fremde Macht wird dann eben immer nur die "fremde Macht" genannt. Industrielle heißen "Industrielle". Letztlich bleiben sie abstrakte Pappfiguren. Hier und da schöne humoristische Wendungen. Aber das hat mir nicht gereicht. Fazit: Ab der Mitte ein interessanter Handlungsstrang, jedoch fehlte durch die Art der Erzählung das Fesselnde. Es ist ein kurzer Klassiker, den man mal gelesen haben kann. Er bleibt aber leider viel weniger im Gedächtnis als andere Romane Dürrenmatts.