Familiensache
von Claire Lynch
Eine verbotene Liebe und ihre Folgen. Das mitreißende Literaturdebüt über eine Familie, die durch die Moralvorstellungen der damaligen Zeit auseinandergerissen wird.Ein Haus, einen Ehemann, ein Baby: Eigentlich hat Dawn alles, was man sich im England der 1980er-Jahre wünschen sollte. Doch dann lernt sie Hazel kennen und beginnt zu ahnen, welches andere Leben möglich wäre. Plötzlich ist alles viel heller – und komplizierter. Denn Dawn hat Verpflichtungen: Dawn hat ihre kleine Tochter Maggie. Jahrzehnte später ist Dawn für Maggie nur eine schattenhafte Erinnerung. Ihr Vater Heron hat sie allein großgezogen, die beiden sind ein Herz und eine Seele. Als Heron eine Diagnose erhält, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt, erzählt er Maggie zunächst nichts davon. Denn über unbequeme Wahrheiten hat er schon immer lieber geschwiegen – so wie über das, was 1982 passiert ist … In ebenso zarte wie sprachmächtige Prosa gegossen und mit warmherzigen Figuren gespickt, stellt Claire Lynch in Familiensache die Frage, was eine Familie ausmacht und wie die Wunden der Vergangenheit heilen können.»Lynchs Debüt leuchtet wie eine Wunderkerze und brennt schnell und bezaubernd herunter.« New York Times
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Familiensache
von Claire Lynch
Eine verbotene Liebe und ihre Folgen. Das mitreißende Literaturdebüt über eine Familie, die durch die Moralvorstellungen der damaligen Zeit auseinandergerissen wird.Ein Haus, einen Ehemann, ein Baby: Eigentlich hat Dawn alles, was man sich im England der 1980er-Jahre wünschen sollte. Doch dann lernt sie Hazel kennen und beginnt zu ahnen, welches andere Leben möglich wäre. Plötzlich ist alles viel heller – und komplizierter. Denn Dawn hat Verpflichtungen: Dawn hat ihre kleine Tochter Maggie. Jahrzehnte später ist Dawn für Maggie nur eine schattenhafte Erinnerung. Ihr Vater Heron hat sie allein großgezogen, die beiden sind ein Herz und eine Seele. Als Heron eine Diagnose erhält, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt, erzählt er Maggie zunächst nichts davon. Denn über unbequeme Wahrheiten hat er schon immer lieber geschwiegen – so wie über das, was 1982 passiert ist … In ebenso zarte wie sprachmächtige Prosa gegossen und mit warmherzigen Figuren gespickt, stellt Claire Lynch in Familiensache die Frage, was eine Familie ausmacht und wie die Wunden der Vergangenheit heilen können.»Lynchs Debüt leuchtet wie eine Wunderkerze und brennt schnell und bezaubernd herunter.« New York Times
Aktuelle Rezensionen(2)
Schwer zu begreifen und zu lesen für eine Mama, wie so etwas passieren konnte in der Zeit wo ich genauso alt wie Maggie war. Am Ende mußte ich doll weinen. Happy End, aber irgendwie doch nicht.
Ein Buch, dass mich mitten ins Herz getroffen hat. Es erzählt davon, wie Recht eine Ungerechtigkeit ist und scharfkantig eine Familie zerteilt wie ein Skalpell und alle drumherum so tun, als würden dadurch keine Wunden entstehen und keine Narben bleiben. Kindeswohl wird zur Waffe einer moralisch verwirrten Gesellschaft. Männer entscheiden über weibliche Eigenschaften und Eignungen. Danach werden Menschen allein gelassen, niemand hilft, das Trauma zu überwinden, niemand zeigt, wie ein Leben danach gelingen kann. Schweigen und Vergessen auf allen scheint die einzige Bewältigungsstrategie. Die queere Thematik in leisen Worten erzählt - nie übertrieben, nie melodramatisch - eher sachlich und realistisch und dadurch noch viel eindringlicher. Konzentriert schaut die Autorin auf die betroffenen Menschen und zeigt ihr Ringen in einer Situation, vor der sich die Gesellschaft angewidert abwendet. Gleichzeitig gelingt ihr ein klarer Blick auf die Menschen, ohne sich in deren Abgründen zu verlieren. Und auch viele Jahre später, hilft niemand bei der Aufarbeitung und der Integration des Traumas Doch der Autorin gelingt ein Ende, das hoffen lässt. Als Anhang gibt es einige Informationen zur rechtlichen Entwicklung von den 80er Jahren bis heute. Diese hilft die Geschichte als nur ein Beispiel von vielen zu begreifen. Für mich ein absolutes Highlight - das mich an Geschichten wie Carol und Kleine Freuden erinnert und doch einzigartig in seiner Erzählweise ist.