3.9

Blutbuch

von Kim de l'Horizon

Format:Hardcover
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Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2022 Eine literarisch-künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema »genderfluide Identität«: klug, schmerzhaft, zärtlich, melancholisch, überbordend »Schreiben als existentielle Obsession: Mit ungeheurer Wucht erzählt ›Blutbuch‹ vom provinziellen Aufwachsen, von Zugehörigkeitswünschen, Identitätssuche und kompletter Identitätsverweigerung, von Lust und Scham.« Ruth Schweikert Kein Buch über eine geglückte Emanzipation – das Buch ist Emanzipation Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen Teil V des Buches besteht aus Briefen an die Großmutter in englischer Sprache. Ab Seite 304 sind diese übersetzt und um 180 Grad gedreht als Anhang zu finden. Dies ist kein herstellerischer Fehler, sondern eine beabsichtigte Setzung um deutlich zu machen, dass es sich um eine Zugabe handelt.

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: July 19, 2022

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Aktuelle Rezensionen(23)

3.9(179 ratings)
Marie Rezension von Marie

Ich musste es leider abbrechen… bin weder in das Thema (was mich gewundert hat) noch in die Sprache rein gekommen.

LeniRezension von Leni

Buch abgebrochen - Wie kann so ein miserables Buch den Buchpreis gewinnen? So etwas Schlechtes habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Da merkt man, wie heutzutage die Buchbranche funktioniert… Falls ihr Interesse an keinerlei Handlung, einer Mischung aus Bio-Zeitschrift und Porno-Skript habt, go for it. War nur leider nicht das, was ich erwartet habe.

MarieRezension von Marie

Ich war neugierig auf Blutbuch, weil mich der Klappentext interessiert hat. Relativ schnell war ich aber irritiert über den Aufbau mit den vielen Unterabschnitten. Obwohl ich moderne Schreibweisen und inklusive Sprache mag, hatte ich hier stellenweise wirklich Schwierigkeiten mit dem Wording. In einzelnen Abschnitten war mir das Buch auch einfach zu derb geschrieben. Mich hat das Buch leider nicht abgeholt, ich habe nach etwa 100 Seiten abgebrochen.

feder_magieRezension von feder_magie

„Blutbuch“ behandelt in nur wenigen Seiten so viele Themen über die es sich nachzudenken lohnt, dass ich wirklich Stunden damit verbracht habe zu reflektieren, was Kim sagt und was die Aussagen sind bzw. sein können. Kim arbeitet Kindheitserinnerungen auf denn Blut ist ein großes Thema im Buch. Von Blutsverwandtschaft, über die Blutbuche im Garten der Familie: Blut verbindet, Blut transportiert den Sauerstoff zum Atmen, hält den Körper zusammen. Doch Blut bedeutet auch Verpflichtungen und Erwartungsdruck. Eine Blutbuche kann so wachsen, wie sie möchte. Das Ziel ist, dass Mensch irgendwann auch genauso frei wachsen kann, wie eine Blutbuche, doch der Weg ist noch sehr lang, wie schon die Reaktionen auf Kims Auszeichnung aussagen. Besonders am Anfang ist nur die Rede von „dem Kind“. Ein psychologischer Schachzug um Traumata nicht zu nah an den Menschen zu lassen. Außerdem natürlich auch sehr gut um zu verdeutlichen, dass auch „das Kind“ ein Recht auf Selbstbestimmung hat. Auch sprachlich zeigt Kim innovative Facetten der Sprache. Sie ist weltoffen, modern, intensiv und alles, was eigentlich Mensch sein sollte. Doch Mensch tut sich schwer mit Offenheit, Fallen lassen von Stereotypen und Akzeptanz von Individuen. Was sowohl Sprache und Mensch gemeinsam haben ist, dass beides hässlich, wunderschön, klangvoll und mächtig sein kann. Mensch sollte alles sein dürfen, ohne Druck, egal woher und sich frei entfalten. Es gibt berührende, traurige, zynische und auch se*uell harte Szenen. Und das ist Perfektion in reinster Form. Kim füllt Leerstellen der Sprache mit persönlicher Andersartigkeit und bringt so dem Lesenden näher, welchen Prozess queere Personen durchleben können. Auch Kims Spiritualität kommt im Buch nicht zu kurz, was der Geschichte noch mehr Persönlichkeit verpasst. Kims Worte hallen noch lange nach, immer wieder denke ich über einzelne Passagen nach. Die Ästethik, die Kim mit diesem Buch zeigt hat man so noch niemals gelesen.

Tonka Rezension von Tonka

Ein fesselndes Buch. Wahnsinnig poetisch geschrieben. Sehr direkt und dann wieder ganz abstrakt. Von den Traumata der Familie die jeder in sich trägt und was das bedeutet. Wie damit umgehen oder auch nicht. “Wir sind alle bolss Mutation, und ich denke, dass jede einzelne Mutation gefeiert gehörte.” -Arca “…dripping, dropping, blurring, streaming, rooting, flowing.”- Kim de L’horizon Ich werde das Buch auf jeden Fall noch einmal lesen.

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