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Über Tyrannei: Zwanzig Lektionen für den Widerstand

von Timothy Snyder

Format:Softcover

Wir sind nicht klüger als die Menschen, die erlebt haben, wie überall in Europa die Demokratie unterging und Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus kamen. Aber einen Vorteil haben wir. Wir können aus ihren Erfahrungen lernen. "Leiste keinen vorauseilenden Gehorsam." So lautet die erste von 20 Lektionen für den Widerstand, mit denen Timothy Snyder die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika vorbereitet auf das, was gestern noch unvorstellbar zu sein schien: einen Präsidenten, der das Gesicht der Demokratie verstümmelt und eine rechtsradikale Tyrannei errichtet. Doch nicht nur in den USA sind Populismus und autoritäres Führertum auf dem Vormarsch. Auch in Europa rückt die Gefahr von rechts immer näher - als ob es das 20. Jahrhundert und seine blutigen Lehren niemals gegeben hätte. Snyders historische Lektionen, die international Aufsehen erregt haben, sind ein Leitfaden für alle, die jetzt handeln wollen - und nicht erst, wenn es zu spät ist. Lektion 8: "Setze ein Zeichen." Dieses Buch tut es. Tun Sie es auch.

History, Humanities & Society
Softcover
Erschienen an: 2017-03-27

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.8(6 ratings)
SimRezension von Sim

Auch wenn das Buch vor allem an Amerikaner gerichtet ist, sollte es meiner Meinung nach jeder lesen. In zwanzig Lektionen erklärt der Autor kurz und verständlich, an welchen Stellen Tyrannei ansetzt, um die Demokratie zu zersetzen, und an welchen Punkten Jede*r festhalten sollte. Er zieht dabei Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und warnt vor einer Wiederholung. Das Buch wirkt dabei nicht belehrend, sondern eher wie ein Handbuch für den Widerstand.

LeonieRezension von Leonie

Snyder hat das Buch 2017 in Bezug zum Wahlgewinn von Trump in den USA veröffentlicht. In seiner Schreibweise richtet er sich konkret an die US-amerikanische Bevölkerung. Seine 20 Lektionen lassen sich trotzdem sehr gut auf die derzeitige Situation in Deutschland beziehen. Wirklich überzeugt hat mich das Buch leider nicht. In der Erklärung der Lektionen bedient Snyder sich an historischen Ereignisse aus NS-Zeit, der Sowjetunion und dem kalten Krieg. Teilweise gibt er konkrete Handlungsanweisung und Tipps, an vielen Stellen bleibt es mir aber leider zu theoretisch. Was mich an an der Übersetzung mehr gestört hat, als ich erwartet hätte: das Fehlen von genderinklusiver Sprache. Es wird ausschließlich die männliche Form benutzt. Meiner Meinung nach könnte man in einem Sachbuch durchaus gendern.

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