"Nach und nach waren die ABC-Zeitungen der Kleinen von den Schulhöfen verschwunden und damit nicht nur Rolli, Flitzi und Schnapp, sondern auch Manne Murmelauge, unser Freund mit Halstuch und Käppi, der uns auf der dritten Seite immer Tipps gab, wie wir den Timurtrupp besser organisierten. Korbine Früchtchen aus der FRÖSI ging nicht meht mit mir in den Wald, um zu erzählen, welche Beeren wir essen durften und welche nicht. Statt Otto & Alwin-Bildchen sammelten wir Überraschungseier, statt Puffreis aßen wir Popcorn, die "Bravo" ersetzte die "Trommel". Aus Pop-Gymnastik wurde Aerobic, und auf der frisch gestrichenen "Poliklinik" stand eines Morgens plötzlich "Ärztehaus". Die Dinge hießen einfach nicht mehr danach, was sie waren."Jana Hensel war dreizehn, als die Mauer fiel. Von einem Tag auf den anderen war ihre Kindheit zu Ende. Timurtrupp, Milchgeldkassierer, Korbine Früchtchen oder die "Trommel": Die vertrauten Dinge des DDR-Alltags verschwanden gleichsam über Nacht - und ein Abenteuer begann. Plötzlich war überall Westen, die Grenze offen, die Geschichte auch. Von der Freiheit erwischt, machte sich eine ganze Generation daran, das veränderte Land neu zu erkunden: mal mutig und mal zögerlich, mal lustvoll und mal distanziert. Das Jahrzehnt nach der Wende war für sie voller überraschender Erfahrungen. Jana Hensel erzählt davon mit großer Eindringlichkeit und sprühender Lebendigkeit. Wir nehmen teil am faszinierend widersprüchlichen Lebensgefühl einer Generation, die Verwandlungen erlebte wie kaum eine zuvor...
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Zonenkinder.
By Jana Hensel
"Nach und nach waren die ABC-Zeitungen der Kleinen von den Schulhöfen verschwunden und damit nicht nur Rolli, Flitzi und Schnapp, sondern auch Manne Murmelauge, unser Freund mit Halstuch und Käppi, der uns auf der dritten Seite immer Tipps gab, wie wir den Timurtrupp besser organisierten. Korbine Früchtchen aus der FRÖSI ging nicht meht mit mir in den Wald, um zu erzählen, welche Beeren wir essen durften und welche nicht. Statt Otto & Alwin-Bildchen sammelten wir Überraschungseier, statt Puffreis aßen wir Popcorn, die "Bravo" ersetzte die "Trommel". Aus Pop-Gymnastik wurde Aerobic, und auf der frisch gestrichenen "Poliklinik" stand eines Morgens plötzlich "Ärztehaus". Die Dinge hießen einfach nicht mehr danach, was sie waren."Jana Hensel war dreizehn, als die Mauer fiel. Von einem Tag auf den anderen war ihre Kindheit zu Ende. Timurtrupp, Milchgeldkassierer, Korbine Früchtchen oder die "Trommel": Die vertrauten Dinge des DDR-Alltags verschwanden gleichsam über Nacht - und ein Abenteuer begann. Plötzlich war überall Westen, die Grenze offen, die Geschichte auch. Von der Freiheit erwischt, machte sich eine ganze Generation daran, das veränderte Land neu zu erkunden: mal mutig und mal zögerlich, mal lustvoll und mal distanziert. Das Jahrzehnt nach der Wende war für sie voller überraschender Erfahrungen. Jana Hensel erzählt davon mit großer Eindringlichkeit und sprühender Lebendigkeit. Wir nehmen teil am faszinierend widersprüchlichen Lebensgefühl einer Generation, die Verwandlungen erlebte wie kaum eine zuvor...
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