Kathleen Glasgow lebt und schreibt in Tucson, Arizona. »Girl in Pieces« ist ihr erstes Jugendbuch und wurde direkt ein »New York Times«-Bestseller. Inzwischen hat sie mehrere Jugendbücher veröffentlicht, die vielfach ausgezeichnet und in 24 Sprachen übersetzt worden sind.
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You'd be Home Now
By Kathleen Glasgow, Maren Illinger
Kathleen Glasgow lebt und schreibt in Tucson, Arizona. »Girl in Pieces« ist ihr erstes Jugendbuch und wurde direkt ein »New York Times«-Bestseller. Inzwischen hat sie mehrere Jugendbücher veröffentlicht, die vielfach ausgezeichnet und in 24 Sprachen übersetzt worden sind.
Popular Reviews(15)
You’d Be Home Now von Kathleen Glasgow hat mich sehr berührt. Obwohl es ein Jugendbuch ist, behandelt es Themen, die unabhängig vom Alter nahegehen: Das Gefühl nicht genug zu sein, Angst um einen geliebten Menschen zu haben und viel zu früh Verantwortung tragen zu müssen. Im Mittelpunkt steht Emory, die sich in ihrer Familie oft unsichtbar fühlt. Ihre Mutter ist kontrollierend, leistungsorientiert und sehr darauf bedacht, dass nach außen alles perfekt wirkt. Für Wärme, Vertrauen und ehrliche Gespräche bleibt wenig Platz. Emory hat deshalb gelernt, ihre Gefühle mit sich selbst auszumachen. Sie ist unsicher, hat wenig Selbstwertgefühl und schließt sich oft selbst aus, bevor andere es tun können. Eine zentrale Rolle spielt ihr Bruder Joey, der mit einer Suchterkrankung kämpft. Kathleen Glasgow romantisiert dieses Thema nicht, sondern zeigt einfühlsam, wie sehr Sucht nicht nur die betroffene Person, sondern auch das ganze Umfeld belastet. Dabei geht es um Angst, Misstrauen, Schuldgefühle und das Gefühl, nicht helfen zu können, aber auch um die Frage, wie viel Verantwortung ein Mensch für andere tragen kann. Auch Emorys Beziehung zu Gage und ihre Freundschaften sind wichtige Bestandteile der Geschichte. Die Beziehung macht deutlich, wie leicht Emory ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellt und wie schwer es ihr fällt, sich wirklich gesehen zu fühlen. Ihre Freundschaften stehen dazu in einem wichtigen Kontrast. Sie geben ihr nach und nach Raum, Halt und das Gefühl, nicht alles allein tragen zu müssen. Neben der Suchtthematik spricht Kathleen Glasgow auch Mobbing, Diskriminierung, psychische Belastungen und soziale Unterschiede an. Die Jugendlichen sind nicht immer sympathisch, manche richtig fies, aber gerade dadurch wirkt die Geschichte glaubwürdig. Ich mochte, dass die jungen Charaktere kritische Themen selbst ansprechen und nicht unterschätzt werden. Mich hat vor allem die emotionale Sprache berührt. Heute Morgen habe ich die letzten 40 Prozent gelesen und musste dabei sehr weinen, weil Emorys Unsicherheit, Joeys Verzweiflung und die Anspannung innerhalb der Familie so nachvollziehbar geschrieben sind. You’d Be Home Now ist eine Geschichte die mich nachhaltig berühren wird . Es ist ein Buch über Sucht, Schuld und Selbstzweifel, aber ebenso über Nähe, Freundschaft und die Hoffnung, mehr zu sein als die eigenen schlimmsten Gedanken oder Entscheidungen.
Anders als in vielen anderen Reality-Büchern ist die Protagonistin in You'd be Home now nicht selbst drogenabhängig, sondern ihr Bruder Joey. Dadurch lernt man auch eine andere Sicht kennen, die Sicht einer Angehörigen. Das fand ich an dem Buch sehr gut, Angehörige häufig übersehen werden — aber die Protagonistin Emory leidet auch, dadurch, dass sie immer wieder verstecken musste, dass ihr Bruder high ist, oder seine Hausaufgaben macht, da er sie nicht machen kann, und sodurch auch ihre eigene schulische Leistung leidet. In You'd be Home now begleiten wir Emory, die nach einem Unfall, der durch Drogenabhängigkeit verursacht wurde, auf dem Weg zurück in ihren Alltag und beim Entzug ihres Bruders. Ich fand Emorys Sicht sehr interessant und habe mit ihr mitgefühlt, wie sie neue Freund:innen finden musste und für den Tod einer Mitfahrerin mitverantwortlich gemacht wird. Auch Joeys Weg zur Heilung wird realistisch beschrieben, die Regeln seiner Eltern, die ihn dabei unterstützen sollen und wie von Emory erwartet wird, immer auf ihren älteren Bruder aufzupassen. You'd be Home now ist ein wichtiger Jugendroman, der mitfühlend und spannend erzählt ist mit einer starken Protagonistin, die neben der Verkraftung des Unfalls versucht, sich selbst zu finden.
Wow. Genau wie 'The Glass Girl' von der Autorin war dies auch ein gutes Buch und bis jetzt mein Favorit (aber natürlich auch the glass girl) ich werde über den Inhalt nichts sagen lest es einfach. Wow.
Es gibt Bücher, die man liest und schnell wieder vergisst. „You’d Be Home Now” ist nicht so eines. Die Geschichte von Emory und ihrem Bruder Joey hat mich wirklich mitgenommen. Joey steckt mitten in der Opioidkrise und zeigt, was das mit einer ganzen Familie macht. Nicht reißerisch, nicht melodramatisch. Einfach ehrlich. Man sieht, wie eine Familie langsam auseinanderdriftet nicht durch große Szenen, sondern durch all das, was nicht gesagt wird. Was mich besonders beschäftigt hat ist eine Realität, vor allem in den USA, in der Schmerzmittel so selbstverständlich verschrieben werden wie Pflaster und wie viel Schaden dabei entsteht. Das fühlt sich nicht wie Fiktion an. Das fühlt sich an wie Nachrichten, die man verdrängt hat. Ich habe beim Lesen einiges an Tränen vergossen, besonders das Gedicht von Emory hat mich gebrochen. 😔
Es war erst schwer in das Buch einzusteigen aber mit der Zeit habe ich verstanden das , dass auch so sein soll . Die Autorin hat das Leben eines Mädchens in diesem Buch erzählt, was andere jeden Tag auch erleben, und dieses Leben ist halt eben schwer . Ich finde es wichtig das sie die Themen wie Drogen , Liebe und auch die schweren Seiten der Erziehung und Liebe gegenüber einer süchtigen Person aufgegriffen hat …. Ein wirklich tolles Buch um auch Emotional weiter zu wachsen !!!