Mit deinen Augen Roman - Aufbrausend und aberwitzig erzählt die italienische Autorin von den Folgen einer Trennung
By Maddalena Fingerle, Viktoria von Schirach
Gaia ist gerade verlassen worden - von der Frau, die ihre große Liebe war: Über das Aufbrechen von Lebensentwürfen und dem Spiel mit der eigenen Identität. Die literarische Entdeckung aus Italien - »Man wird noch viel von Maddalena Fingerle hören.« FAZAlles ist perfekt. Doch dann wird Gaia verlassen von der Frau, die ihre große Liebe war. Dank Veronica hatte Gaia das Gefühl, sich endlich lossagen zu können von ihrer Familie. Die wohlhabenden Eltern zelebrieren – seit Jahrzehnten in München lebend – ihre italienische Herkunft, laden an den Wochenenden zu ausufernden Mittagessen, mit Fleisch vom Viktualienmarkt und männlichen Gästen aus gutem Hause. Schließlich soll die Tochter wenigstens eine gute Partie machen, wo sie schon nicht studiert hat. Jetzt, nach der Trennung, fühlt Gaia sich davon eingeengter denn je und weiß nicht mehr, wer sie selbst eigentlich ist. Die Sehnsucht nach Veronicas unbeschwerter Art wird mit jedem Tag größer. Also beschließt sie, so zu werden wie ihre Exfreundin. Sie rasiert sich die Haare ab und besorgt sich eine Perücke, sie verkauft ihre Erbstücke und bestellt billigen Modeschmuck. Und als sie erfährt, dass Veronica einen Mann heiraten wird, zwingt auch sie sich, einem alten Verehrer Beachtung zu schenken. Doch: Wer wird sie sein, wenn sie fertig ist mit ihrer Verwandlung?Mal impulsiv und wütend, mal überwältigt und obsessiv, aber immer mit ironischem Unterton – Maddalena Fingerle beweist ihr einzigartiges literarisches Talent und zeichnet das schillernde Porträt einer jungen Frau.
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Mit deinen Augen Roman - Aufbrausend und aberwitzig erzählt die italienische Autorin von den Folgen einer Trennung
By Maddalena Fingerle, Viktoria von Schirach
Gaia ist gerade verlassen worden - von der Frau, die ihre große Liebe war: Über das Aufbrechen von Lebensentwürfen und dem Spiel mit der eigenen Identität. Die literarische Entdeckung aus Italien - »Man wird noch viel von Maddalena Fingerle hören.« FAZAlles ist perfekt. Doch dann wird Gaia verlassen von der Frau, die ihre große Liebe war. Dank Veronica hatte Gaia das Gefühl, sich endlich lossagen zu können von ihrer Familie. Die wohlhabenden Eltern zelebrieren – seit Jahrzehnten in München lebend – ihre italienische Herkunft, laden an den Wochenenden zu ausufernden Mittagessen, mit Fleisch vom Viktualienmarkt und männlichen Gästen aus gutem Hause. Schließlich soll die Tochter wenigstens eine gute Partie machen, wo sie schon nicht studiert hat. Jetzt, nach der Trennung, fühlt Gaia sich davon eingeengter denn je und weiß nicht mehr, wer sie selbst eigentlich ist. Die Sehnsucht nach Veronicas unbeschwerter Art wird mit jedem Tag größer. Also beschließt sie, so zu werden wie ihre Exfreundin. Sie rasiert sich die Haare ab und besorgt sich eine Perücke, sie verkauft ihre Erbstücke und bestellt billigen Modeschmuck. Und als sie erfährt, dass Veronica einen Mann heiraten wird, zwingt auch sie sich, einem alten Verehrer Beachtung zu schenken. Doch: Wer wird sie sein, wenn sie fertig ist mit ihrer Verwandlung?Mal impulsiv und wütend, mal überwältigt und obsessiv, aber immer mit ironischem Unterton – Maddalena Fingerle beweist ihr einzigartiges literarisches Talent und zeichnet das schillernde Porträt einer jungen Frau.
Popular Reviews(3)
Ich mochte das Buch. Ich glaube wer schon Mal an dem Punkt war, dass er sich so verloren gefühlt hat, wie die Person in dem Buch und um das zu kompensieren jemand wurde, der man garnicht ist, um daran zu wachsen wird sich darüber freuen. Es sind äußerst kluge und erstaunliche Beobachtungen vertreten und so habe ich das Buch regelrecht verschlungen
Für Fans obsessiver Figuren und metaphernreicher Sprache Ich bin sehr unvoreingenommen an diesen Roman gegangen, da ich noch kaum Berührungspunkte zu italienischer Literatur hatte. Die Kürze des Buches in Kombination mit einem queeren Kontext sowie dem tollen Cover hat mich sehr angesprochen. Schon während des Lesens musste ich für mich aber feststellen: So sehr mich obsessive Figuren immer wieder reizen, so wenig bereiten sie mir doch während der Lektüre Freude. Schon recht am Anfang war ich etwas verwirrt von Gaias Perspektive auf andere Menschen und das Leben allgemein. Ich habe zum Beispiel bis zum Ende nicht verstanden, warum sie fremden Personen einfach andere, in ihren Augen passendere Namen gibt. Das wirkt auf mich schon recht selbstzentriert und tendenziell unsympathisch. Und auch abgesehen davon hatte ich ziemlich große Schwierigkeiten mit der Obsession der Protagonistin. Diese absolute Verkörperung ihrer Ex-Freundin hat mich in ihrer Intensität regelrecht verstört. Dabei ist die grundlegende literarische Idee dieser Verwandlung eigentlich wirklich gut. Sie bietet Gaia eine Möglichkeit des Ausbruchs aus ihrem seit Geburt vorbestimmten Leben und des Loslösens von der Herkunftsfamilie (die wirklich nur schwer auszuhalten ist). Die Trennung löst damit auch einen Prozess der Identitätsfindung aus, der mir am Ende aber doch zu nichtssagend blieb. Einige gesellschaftskritische Passagen blitzen immer mal wieder auf, als sonderlich reflektiert würde ich Gaia dennoch nicht bezeichnen. Schon zwischendrin, aber vor allem zum Schluss habe ich mich dann gefragt, was genau nun die Kernaussage des Romans ist. Manche Elemente, die ich durchaus als metaphernreich bezeichnen würde, sind dabei greifbarer als andere. Aber abschließend gesehen blieb mir die Entwicklung der Hauptfigur zu vage. Das muss nicht pauschal schlecht sein, aber ich bin lieber sehr nah dran an Figuren, die einen deutlichen Entwicklungsprozess durchleben. Weiterhin schwierig fand ich ich die Isolation Gaias. Sie hat in der gesamten Handlung eigentlich keinen wirklichen Fixpunkt - weder Familie noch Freund*innen spielen eine wahrnehmbar stabilisierende Rolle. Dafür muss mensch wahrscheinlich eine Vorliebe haben und mir sind ehrliche Interaktionen sowie echte Verbundenheit mit anderen Figuren schon ziemlich wichtig. Deshalb war es für mich kein sonderlich überragendes Werk. Phasenweise lässt es sich recht gut lesen, an anderen Stellen war es mir zu stockend. Menschen, die obsessive Figuren und Geschichten mit starkem Prota-Fokus mögen sowie Metaphern nicht scheuen, finden hier aber durchaus ein wertvolles Stück Literatur.
ich weiß nicht ganz was ich davon halten soll: die Hauptcharakterin durchläuft eine Trennung und um damit klarzukommen versucht sie optisch immer mehr wie ihre Ex Partnerin zu werden. Es hat ein bisschen was von Body horror, weil sie die ganze Zeit schlimme Ausschläge hat aber sonst fand ich es Recht inhaltslos