4.0

Fuckgirl

By Bianca Jankovska

Format:Hardcover
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Bianca Jankovska (@groschenphilosophin) wusste schon mit 13, dass sie schreiben will – und blieb dabei. Ihre Texte vermischen essayistische Reflexion und literarische Inszenierung, führen Lesende in intime Räume von Familie, Beziehungen, Sexualität bis Trauma. Nach dem Studium der Publizistik und Politikwissenschaften folgte eine kurze Karriere als Journalistin in verschiedenen Medien und Anstellungsformen. 2018 veröffentlichte sie ihr erstes Buch „Das Millennial-Manifest“, 2020 folgte „Dear Girlboss, we are done“. 2024 erschien „Potenziell furchtbare Tage“ im Haymon Verlag. Heute spricht Jankovska noch immer am liebsten über feministisches L(i)eben und Popkultur auf ihrem substack (fuckgirl.substack.com) und auf ihrem YouTube-Kanal „Groschenphilosophin“. „Fuckgirl“ ist Bianca Jankovskas Debütroman.

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
First published 2026-03-05

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Popular Reviews(14)

4.0(74 ratings)
nessaboReviewed by nessabo

Ein schonungsloses feministisches Manifest Ich kannte Bianca Jankovska bereits aus ihrem Essayband „Potenziell furchtbare Tage“ und fand ihre Gedanken sowie radikale Ausdrucksweise schon darin reizvoll. Der Klappentext ihres Debütromans klang großartig und hat glücklicherweise auch gehalten, was er versprochen hat! Jankovskas Sprache ist schonungslos, ehrlich und manchmal vulgär. Ich finde das toll, aber wer damit ein Problem hat, sollte dieses Buch vielleicht mit Vorsicht lesen. Besonders innovativ fand ich zudem die Umschiffung jeglicher Eigennamen. Fuckgirl ist mit Mann in einer Beziehung, hat Dates an Bekannter Platz und findet Männer auf Feministische Dating-App. Ich fand das witzig, ungewöhnlich und unterhaltsam. Fuckgirl ist unapologetic, verarscht betrügende Männer und lässt sich auf Neues ein. Themen wie Kink und BDMS spielen ebenso eine Rolle wie die feministische Selbstreflexion darüber, was sie in Bezug auf Beziehungen eigentlich wirklich will. Ich fand Jankovskas Gedanken radikal, interessant und manchmal schlicht mind-blowing. Strukturell ist der Roman etwas wilder, lose Schilderungen werden unterbrochen von Blogposts, Zitaten und popkulturellen Referenzen (etwa zum ekelhaften Beziehungsverhalten David Beckhams). Obwohl ich klare Strukturen bevorzuge, konnte ich mich dank der lebensnahen Sprache und vielen guten Gedanken recht problemlos in die Erzählung fallen lassen. Was mir besonders positiv in Erinnerung bleibt, ist die feministische Solidarität der Hauptfigur. Als sie herausfindet, dass ihr Partner (namens Loser) auch noch eine andere Frau sieht, fühlt sie sich von ihr nicht bedroht, sondern solidarisiert sich mit Andere Frau. 
„Andere Frauen sind alles, was wir haben. Sie nehmen uns nicht den Mann weg - der ist schon lange vorher weggewesen. Andere Frauen sind vertrauenswürdiger als unsere Männer; andere Frauen wissen über alles Bescheid, was uns verheimlicht wird.“ Jankovska hat mit ihren radikalen feministischen Gedanken ein Stück weit meine eigene Gedankenwelt verändert und das passiert nicht so oft. Auch, wenn sie sprachlich manchmal bis an meine Schmerzensgrenze gegangen ist und die rohe Sprache auch zu emotionaler Distanz beiträgt, möchte ich den Roman allen ans Herz legen. Was ich hier lernen durfte darüber, was Frauen von Männern verdienen und wie wir miteinander umgehen sollten, war eine echte Bereicherung. Die Autorin hat ein von vorn bis hinten konsequentes Buch geschrieben und scheut sich nie, Menschen damit auch zu verschrecken.

IsabelleReviewed by Isabelle

Das Innenleben der Protagonistin hat mir sehr gefallen. Sie stellt große Fragen die ich mir als feministische Frau ebenfalls stelle.

NinaReviewed by Nina

Ich habs für den Buchclub gelesen. War eine schnelle Lektüre. Ich hab während dem Lesen viel über Monogamie und offene Beziehungen gelernt und nachgedacht. Das Buch ist anstrengend und teilweise selbstgerecht, aber auch differenziert und frustrierend. Schlussendlich bleibt das Patriarchat das Patriarchat und die Carearbeit ist scheisse und immer wieder sind es Männer um die wir uns drehen. Ein Buch das teilweise horny macht, frustriert und wütend macht. Radikal ist und einen eine neue Sichtweise lernt. War gut, habs gern gelesen 💜🫰🏻

FreyaReviewed by Freya

Dieses Buch lebt vom feministischen Gedanken, weniger von einem ausgefeilten oder komplexen Plot. Mich haben viele Stellen sehr nachdenklich gestimmt, die die Autorin sprachlich so dermaßen präzise auf den Punkt bringt, dass ich mir oft gewünscht hätte, sie direkt mit jemandem weiter zu diskutieren. Empfehlung!

ReikiReviewed by Reiki

Was mich an „Fuckgirl” sofort gepackt hat, war der Stil – auch wenn ich erstmal reinkommen musste: Jankovska schreibt dicht, direkt und ohne Umwege. Der Roman liest sich stellenweise mehr wie ein Essay als eine Geschichte, und genau das hat mir im Nachhinein gefallen. Man merkt, dass sie etwas ausprobiert. Manche Passagen haben mich regelrecht zum Innehalten gebracht, so treffend formuliert, dass ich danach einfach mit jemandem darüber reden wollte. Auch den feministischen Ton und die Rage hat Jankovska überzeugend in Szene gesetzt. Besonders gut durchdacht fand ich die Entscheidung, den Figuren keine Namen zu geben – die Personen sind damit austauschbar, weil es das System ist, das sie hervorbringt. Sie stehen für Rollen und Muster, nicht für Individuen. Was mich zurückgehalten hat, war die Handlung. Sie ist so dünn, dass ich nie wirklich reingekommen bin, und tritt neben dem essayartigen Stil in den Hintergrund. Kein Plot, der mich gezogen hat, keine Figur, mit der ich mitgefiebert hätte. Das Buch lebt von seinen feministischen Gedanken – wer aber eine Geschichte sucht, wird sich schwertun. Aber trotzdem würde ich es weiterempfehlen!

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