5.0

Das Wörterbuch des Windes

By Nina Blazon

Format:Softcover

In Island, der Insel der Winde, treffen sie am Walfjord aufeinander: die deutsche Touristin Swea, deren Ehe gerade auf der gemeinsamen Reise zerbrochen ist, der ehemalige Lehrer Einar Pálsson und der scheue Jón Árnarsson. In Einars Haus am Meer versucht Swea noch einmal ganz neu anzufangen. Früher hat sie Kunst studiert, wollte malen, Liebhaber sammeln und auch sonst in jeder Hinsicht frei sein. Aber kann man wirklich alles auf Null setzen? Auf der Suche nach Antworten entdeckt Swea das Leben und das Lieben neu und wagt es schließlich, ihre eigenen Geister zurückzulassen und dem Weg des Windes zu folgen.

Literary & Contemporary Fiction
576 pagesSoftcover
First published September 28, 2020

What's Bookie?

  • Free delivery in Germany.
  • Find your perfect next read.
  • Track to motivate you to read more.
  • Connect with people like you.

Popular Reviews(1)

5.0(1 ratings)
Mrs MoriartyReviewed by Mrs Moriarty

Mich hat "Das Wörterbuch des Windes" in genau dem richtigen Moment erreicht. Vielleicht auch der Grund, weshalb ich das Buch definitiv zu meinen Jahreshighlights zähle. Obwohl Swea in einer komplett anderen Situation als ich ist, konnte ich mich mit ihr schnell identifizieren. Außerdem gefällt mir auch sehr, das die Geschichte in Island spielt. Das hat für mich auch noch mehr unterstrichen, wie groß die Veränderung eigentlich ist, die Sweas Leben erfährt. Vieles war einfach auch sehr realistisch. Vor allem die Beziehung zu ihrem Mann Henrik und welche Mechanismen eigentlich dabei eine Rolle spielen, das die Ehe so lange funktioniert hat. Auch ihre Familiengeschichte fand ich dabei spannend, obwohl ihr Vater fast schon eine Karrikatur eines Patriarchen war. In dem Fall hat mich das nicht so gestört, weil es mehr darum ging, Svea als Figur besser verstehen zu können. Besonders hat mir auch gefallen, das Svea so viele verschiedene Menschen kennengelernt, sie aber alle ein eigenes Profil bekommen. Selbst wenn man ihnen nur kurz begegnet. Auch Einar, aus dessen Blickwinkel ein Teil des Romans erzählt wird, mochte ich, obwohl mein persönlicher Fokus schon eher auf Swea lag und ich seine Kapitel ehrlich gesagt nicht zwingend gebraucht hätte. Mein Liebling war neben Swea aber eindeutig ihre Freundin Liv. Die ich als Figur einfach großartig fand. Sie hat immer wieder frischen Wind in die Handlung gebracht, immer dann wenn er nötig war. Außerdem war sie einfach herrlich übertrieben spritzig, aber nie so, das es mich genervt hätte. ^^ Ich finde sie war genau die neue Freundin, die Swea gebraucht hat. Wunderbar fand ich, das hi und da ein klein bisschen Isländische Mythologie einfließt. Geister und Elfen spielen eine Rolle, aber es ist dennoch nur ein kleines Element, das vielleicht auch ein bisschen aufzeigt, wie Mythologie auf Island funktioniert oder für die Menschen dort eine Rolle spielt. Kunst und die Frage, was macht eigentlich eine Künstlerin/einen Künstler aus? Wer bin ich eigentlich, wenn ich mal nicht Ehefrau, Schwester, beste Freundin bin? Swea macht sich auf die Suche nach diesen Antworten, die einfach so menschlich sind. Ich denke wir sind alle mal an so einem Punkt. Manchmal weil der große Knall kam und alles verändert hat, wie bei Swea. Oder auch, weil wir einfach so Gedanken dazu haben. Meine heimliche Lieblingsfigur ist aber eigentlich eine Isländerstute, die mit ihrer Eigenwilligkeit so manche der Figuren ziemlich in den Wahnsinn treiben kann^^ Ich mag Pferde und daher fand ich es einfach schön, wie sie hier in die Geschichte eingebunden wurden. Fazit: Für mich war der Roman wie eine warme Decke in die ich mich einkuscheln konnte und sofort ein wohliges Gefühl bekam.

Similar Books