Angespannt wartet die Familie am gedeckten Tisch auf den Vater. Mutter, Tochter und Sohn sitzen vor einem Berg Muscheln, die allein das Oberhaupt der Familie gerne isst. Um die zähe Wartezeit zu überbrücken, beginnen sie miteinander zu reden. Je mehr sich der Vater verspätet, desto offener wird das Gespräch, desto umbarmherziger der Blick auf den autoritären Patriarchen und desto tiefer der Riss, der die scheinbare Familienidylle schließlich zu zerstören droht.
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Das Muschelessen
Angespannt wartet die Familie am gedeckten Tisch auf den Vater. Mutter, Tochter und Sohn sitzen vor einem Berg Muscheln, die allein das Oberhaupt der Familie gerne isst. Um die zähe Wartezeit zu überbrücken, beginnen sie miteinander zu reden. Je mehr sich der Vater verspätet, desto offener wird das Gespräch, desto umbarmherziger der Blick auf den autoritären Patriarchen und desto tiefer der Riss, der die scheinbare Familienidylle schließlich zu zerstören droht.
Popular Reviews(3)
Eine Familie, deren Grundpfeiler labil sind Eine Familie, dessen Zentrum der Vater ist. Doch als der Vater sich bei der Rückkehr einer Dienstreise verspätet wird zunächst seine Autorität und anschließend das Patriarchat als Ganzes niedergemacht. Die beabsichtigte Kritik ist Vanderbeke bestens gelungen. An der Aktualität der Thematik hat sich definitiv nichts verändert, allerdings war der Schreibstil nicht so meins. Wer verschachtelte komplexe Sätze mag und auch ohne Kapitel zurechtkommt, ist hier genau richtig.
Nur knapp 140 Seiten stark, aber sehr schwer zu lesen. Mutter, Tochter und Sohn sitzen im Esszimmer, es gibt Muscheln und man wartet zusammen auf den Vater. Dieser sollte längst von einer Dienstreise zurück gekehrt sein, eine Beförderung steht an. Aber - er kommt nicht. Viel mehr passiert nicht, vielmehr werden Sachen aus der Vergangenheit erzählt, leider in unendlichen Schachtelsätzen, die sich fast über die ganze Seite erstrecken. Muss man mögen, definitiv nichts für mich!
liked the parallels the author drew between the DDR/Nazi germany and the story