Marnie steckt fest. Sie arbeitet allein in ihrer Londoner Wohnung, kämpft mit den langen Nachmittagen und einem Leben, das zunehmend an ihr vorbeizuziehen scheint. Michael ist dabei, sich zu verlieren. Er leidet unter der Trennung von seiner Frau, zieht sich immer mehr zurück und unternimmt lange, einsame Spaziergänge im Moor.Als eine hartnäckige, gemeinsame Freundin und ein sehr englisches Wetter Marnie und Michael zusammenbringen, finden sich die beiden auf einer langen Wanderung wieder. Während die anderen Teilnehmer nach und nach abspringen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich miteinander zu unterhalten ...Ein Roman über Lebensentscheidungen. Über Wünsche, die wir uns erfüllt haben oder die uns verwehrt blieben. Und über die Chance, noch einmal neu anzufangen.
Was ist bookie?
- Gratis Lieferung in Deutschland
- Finde Bücher die zu dir passen
- Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
- Connecte dich mit anderen Leser*innen
Zwei in einem Leben
von David Nicholls, Simone Jakob, Anne-Marie Wachs
Marnie steckt fest. Sie arbeitet allein in ihrer Londoner Wohnung, kämpft mit den langen Nachmittagen und einem Leben, das zunehmend an ihr vorbeizuziehen scheint. Michael ist dabei, sich zu verlieren. Er leidet unter der Trennung von seiner Frau, zieht sich immer mehr zurück und unternimmt lange, einsame Spaziergänge im Moor.Als eine hartnäckige, gemeinsame Freundin und ein sehr englisches Wetter Marnie und Michael zusammenbringen, finden sich die beiden auf einer langen Wanderung wieder. Während die anderen Teilnehmer nach und nach abspringen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich miteinander zu unterhalten ...Ein Roman über Lebensentscheidungen. Über Wünsche, die wir uns erfüllt haben oder die uns verwehrt blieben. Und über die Chance, noch einmal neu anzufangen.
Aktuelle Rezensionen(3)
Nette und seichte Unterhaltung.
Auch bei "Zwei in einem Leben" geht es David Nicholls um die (Liebes)Beziehungen von verschiedenen Menschen untereinander. Dass das nicht immer so einfach ist, ist klar. Wenn dann aber wie hier zwei Menschen aufeinander treffen, die eigentlich so gar keine Lust mehr auf ein Miteinander haben, weil das Leben sie bisher ganz schön getreten hat, dann ist es um so schwieriger, über den eigenen Schatten zu springen und eine eventuelle neue Chance zu nutzen. Nicholls lässt hier zwei recht zotige Figuren aufeinander los: den etwas eigentümlichen Erdkundelehrer Michael und die Lektorin Marnie, beide um die 40. Michaels Ehe ist letztlich an der Kinderlosigkeit gescheitert, womit er auch einige Zeit nach der Trennung nicht klar kommt. Lust auf andere Leute hat er nicht, er wandert lieber alleine durch die Landschaft und erkundet Vögel und Steine. Marnie ist ebenfalls lieber mit sich alleine als mit anderen zusammen. Sie ist von ihrem Ex-Mann nicht gut behandelt worden und hat spätestens seit der Pandemie verlernt, mit anderen Menschen so richtig klar zu kommen. Sie verbringt lieber die Zeit mit ihren Büchern als mit echten Leuten, mit denen sie ja interagieren müsste. Marnie und Michael treffen nun auf einer von einer gemeinsamen Freundin organisierten Wanderung aufeinander. Das Schöne an der Geschichte ist, dass sich Marnie und Michael nicht gleich Klischee Olé ineinander verlieben, sondern zunächst eher vorsichtig und auf freundschaftlicher Ebene annähern. Beide wägen ab, ob es sich überhaupt lohnt, wieder in Kontakt mit jemandem zu kommen. Wann lohnt es sich, etwas von sich preis zu geben, sich verletzlich zu geben? Oder ist es besser, unangenehme Situationen mit einem derben Witz aufzulösen, bevor sie zu persönlich werden? Nicholls beschreibt das alles mit seiner sehr eigenen Art aus wunderbaren Dialogen und teils skurrilen Situationen. Er hat auch in diesem Roman ein gutes Gefühl für Timing, liebevoll gezeichnete Charaktere, die man nicht direkt mag, denen man sich aber Stück um Stück annähert und nur das Beste wünscht. Ein schönes und liebevolles Buch, das mit großen und kleinen Themen daher kommt und gleichzeitig unterhaltsam ist.
Mich hat das Buch leider nicht abgeholt. Es tröpfelte so dahin. Marnie und Michael wandern irgendwann nur noch zu zwei, unterhalten sich über ihre Leben. Das offene Ende hat mich auch nicht befriedigt.