3.7

Wovon wir leben

von Birgit Birnbacher

Format:Hardcover
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Ein literarischer Roman über die brennenden Themen der Gegenwart: Das neue Buch der Bachmannpreisträgerin Birgit Birnbacher Birgit Birnbacher, der Meisterin der „unpathetischen Empathie“ (Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau), gelingt es, die Frage, wie und wovon wir leben wollen, in einer packenden und poetischen Sprache zu stellen. Ein einziger Fehler katapultiert Julia aus ihrem Job als Krankenschwester zurück in ihr altes Leben im Dorf. Dort scheint alles noch schlimmer: Die Fabrik, in der das halbe Dorf gearbeitet hat, existiert nicht mehr. Der Vater ist in einem bedenklichen Zustand, die Mutter hat ihn und den kranken Bruder nach Jahren des Aufopferns zurückgelassen und einen Neuanfang gewagt. Als Julia Oskar kennenlernt, der sich im Dorf von einem Herzinfarkt erholt, ist sie zunächst neidisch. Oskar hat eine Art Grundeinkommen für ein Jahr gewonnen und schmiedet Pläne. Doch was darf sich Julia für ihre Zukunft denken?

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
192 SeitenHardcover
Erschienen an: February 20, 2023

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.7(20 ratings)
janaRezension von jana

Die Grundlagen der Geschichte sind gut, aber ich weiss nicht, was mit das Buch sagen will. Jedes Thema wird nur oberflächlich behandelt. Die Ideen sind gut, aber funktionieren für mich nicht. Es steht so viel zwischen den Zeilen, das ich nicht viel verstanden habe.

HannaRezension von Hanna

Nach einem Behandlungsfehler und einem Langzeitkrankenstand verliert Julia ihren Job als Krankenschwester in der Stadt und zieht zurück in ihr Elternhaus aufs Land. Sie tut sich schwer damit, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben und leidet unter ihrem Status als Arbeitslose. Zufällig lernt sie den Städter Oskar kennen, der eigentlich zur Reha da ist, aber ein Jahr bedingungsloses Grundeinkommen gewonnen hat und beschließt einfach im Dorf zu bleiben. Dieses recht schmale Buch ist voller spannender Ansätze zu Themen wie Wert von (Care) Arbeit, Gleichberechtigung der Geschlechter, Verantwortung gegenüber der Familie etc. und ist auch darum bemüht Zusammenhänge in diesen Bereichen aufzuzeigen, doch leider blieb es für mich dabei recht vage und irgendwie schwer fassbar. Auch die Protagonistin wirkte für mich die ganze Geschichte hindurch sehr distanziert; ich konnte ihre Gedanken zwar oft nachvollziehen, aber ihre Handlungen und Reaktionen sind so passiv, dass es für mich oft anstrengend zu lesen war. Die Beziehung zu dem Städter unterstreicht zwar den Kontrast zwischen Stadt- und Landleben und die damit einhergehenden unterschiedlichen Lebenseinstellungen – ein zentrales Thema des Buches – wirkt aber ziemlich konstruiert. Die Darstellung des Dorflebens ist sehr atmosphärisch, war für meinen Geschmack aber etwas zu klischeehaft. Kann man lesen, muss man aber nicht 🤷🏼‍♀️

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