In seinem Blick aus der Zukunft führt uns Ian McEwan die Schönheit unserer Zeit vor Augen.
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Was wir wissen können
von Ian McEwan, Bernhard Robben
In seinem Blick aus der Zukunft führt uns Ian McEwan die Schönheit unserer Zeit vor Augen.
Aktuelle Rezensionen(2)
Was wir wissen können hat das dystopische Element extrem gut umgesetzt. Der Einstieg mit Einblicken in die literaturwissenschaftliche Arbeit war für mich extrem schwierig und ich war kurz davor das Buch abzubrechen. Die Protagonist*innen sind eigentlich alle unangenehm, was aber wichtig für die Geschichte ist. Überheblichkeit und der Glaube, alles zu wissen oder zu verstehen, einerseits mit Blick auf Geschichte und anderseits die Entscheidungen anderer Menschen, führt einen oft auf einen Irrweg. Teils war es sehr schmerzhaft zu lesen, aber auch spannend, wie das Buch die Komplexität von Menschen zeigt. Charaktere passen nicht in unsere Raster von gut und schlecht.
Was wir wissen können, ist weniger, als wir zu wissen glauben. Wir wollen mehr wissen, als wir wissen können und der Grat zwischen Dichtung und Wahrheit ist schmal. Zieht man von diesem Roman alle literarischen Tropen und semantische Figuren ab und lässt die erzähltheoretischen Kunstgriffe außer Acht, bleibt noch der Hinweis auf die Gefahr der selbstreferenziellen „alternativen Fakten“ zurück. Wir meinen zu wissen, aber wir bespiegeln nur uns selbst. „Was ihr den Geist der Zeiten heißt, Das ist im Grund der Herren eigner Geist, In dem die Zeiten sich bespiegeln“ Johann Wolfgang von Goethe