4.6

Was, wenn wir genug sind?

von Erin Stewart, Ulrike Köbele

Format:Softcover
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"Ein überzeugender Roman, der das Thema Mental Health auf einfühlsame Weise in den Fokus rückt. Anhand von Lily werden psychische Erkrankungen sowohl aus der Innen- als auch aus der Außensicht näher betrachtet, sodass verschiedene Perspektiven eingenommen werden können und Vorurteile hoffentlich Stück für Stück reduziert und Verständnis aufgebaut werden kann."

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
464 SeitenSoftcover
Erschienen an: September 28, 2023

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Aktuelle Rezensionen(3)

4.6(13 ratings)
HeleneRezension von Helene

"was, wenn wir genug sind" hat einen super guten schreibstil. im englischen (original) wie in der deutschen übersetzung. es geht um mentale gesundheit und ich hab es innerhalb von einem 3 mal gelesen und es wird wirklich nicht langweilig!

sahihi1234Rezension von sahihi1234

Dieses Buch ist nicht zu unterschätzen! "Was, wenn wir genug sind?", von Erin Stewart, behandelt Mental Health-Themen schonungslos und ohne etwas zu romantisieren. Inhalt: "In Lilys Kopf sammeln sich die Worte, die sie nicht sagen kann. Worte über die Nacht der blutigen Badfliesen. Worte über ihre psychisch kranke Schwester. Aber auch die Worte über ihre eigenen Gefühle und Sorgen. Während ihre Probleme so immer mehr zu ausgewachsenen Monstern in ihrem Kopf werden, wächst der Druck auf sie. Um ein Stipendium zu bekommen, muss sie gemeinsam mit Micah ein Kunstprojekt anfertigen. Doch kein Gedanke und kein Vers will auf das Blatt wandern. Micah verspricht ihr Hilfe – aber kann sie jemand aus ihrer Abwärtsspirale retten, der selbst mit seinen eigenen Monstern kämpft?" (Klappentext) Die Charaktere: Im Vordergrund steht Lily. Sie ist die perfekte Tochter, die die nie Probleme macht, die immer gut in der Schule ist und erfolgreich in all ihren Hobbys. Aber man merkt ihr sehr schnell an, dass tief in ihrem Inneren nichts in Ordnung ist. Es passiert ein sehr schlimmes Ereignis in ihrer Familie und sie versucht diese nun zusammen zu halten, indem sie weiterhin alles perfekt meistert und sich nie einen Fehler erlaubt. Sie halst sich immer mehr auf und achtet auf jeden, außer auf sich selbst. Ich könnte noch so viel über sie schreiben, weil ihr Charakter so vielschichtig ist und ich mit jeder Seite mit ihr mitgelitten habe. Und dann ist da auch noch Micah. Derjenige, über den es so viele Geschichten gibt und doch keiner weiß, was genau davon wahr ist. Micah sieht man seine Probleme oberflächlich betrachtet ebenfalls nicht an, aber auch bei ihm ist unter der Fassade nicht alles in Ordnung. Ich fand es sehr schön zu sehen, wie er und Lily sich irgendwie versucht haben, selber zu helfen und immer für den anderen da waren und Verständnis gezeigt haben. Die beiden habe ich sehr ins Herz geschlossen. Der Schreibstil: Die Autorin erzählt hier eindringlich, was die mentale Gesundheit für Auswirkungen auf unser Leben haben kann und was im schlimmsten Fall passieren kann, wenn man sich keine Hilfe sucht. Es wird schonungslos ehrlich darüber geschrieben und berichtet ohne etwas zu tabuisieren, dass hat mir sehr gut gefallen. Es ist teilweise echt hart zu lesen und auch ich habe an manchen Stellen schlucken müssen, aber diese Geschichte ist eine der realistischsten Darstellung, mentaler Krankheiten. Zudem kommt man trotz der relativen Dicke des Buches mega gut voran. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Lily erzählt. Die Gestaltung: Ich bin der Meinung, dass man anhand des Covers nicht einen Funken davon mitbekommt, wie gewaltig der Inhalt dieses Buches ist. Zudem gibt es im Text, immer mal wieder Texteinschübe (Gedichte, Chat-Verläufe, etc.), wodurch sich alles noch greifbarer anfühlt. Die Kapitel sind recht kurz, die Schrift ist angenehm lesbar. Hier steckt das Detail definitiv in der Gestaltung des Textes. Themen (könnte Spoilern): Wie oben beschrieben, geht es um diverse mentale Krankheiten. Es geht darum sich einzugestehen, dass man Hilfe benötigt und das um Hilfe bitten keine Form von Schwäche darstellt. Zumal beschreibt es auch perfekt, wie es ist, ein sog. "Glass Child" zu sein und zeigt ebenfalls auch die Perspektive von Angehörigen auf, die mit den Problemen ihrer Liebsten konfrontiert werden. Dieses Buch beinhaltet auch einige Themen, die triggern könnten. Diese habe ich am Ende dieses Beitrages aufgelistet. Fazit: "Was, wenn wir genug sind?", von Erin Stewart, ist ein Buch, bei dem ich mir wünschen würde, dass es noch viel mehr Menschen lesen würden, damit die mentale Gesundheit, nicht weiter vom Großteil der Gesellschaft belächelt wird. Die Geschichte tut an genau den richtigen Stellen weh. Man merkt als Leser, wie sich die Spirale rund um Lily immer weiter zusammen zieht und ich mit jeder Seite mehr gedacht habe, dass es nicht gut enden kann. Es sind teilweise auch echt krasse Szenen dabei, aber das hat das Buch für mich nur noch authentischer gemacht. Ich kann dieses Buch definitiv empfehlen!!! Triggerwarnung: selbstverletztendes Verhalten, Suizid/suizidale Gedanken, Bipolarität, Angststörung, Depressionen

SaskiaRezension von Saskia

Ein unglaublich bewegendes Buch, darüber, dass wir alle genug sind. Immer. Jederzeit.

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