Stevens dient als Butler auf Darlington Hall. Er sorgt für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person: Niemals würde er auch nur ein Wort über die merkwürdigen Vorgänge im Herrenhaus verlieren. Er stellt sein Leben voll und ganz in den Dienst seines Herrn. Auch die vorsichtigen Annäherungsversuche von Miss Kenton, der Haushälterin, weist er brüsk zurück. Die Jahre vergehen, und Stevens lebt ergeben in seiner Welt, doch dann holt ihn eines Tages die Vergangenheit ein...
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Was vom Tage übrigblieb
von Kazuo Ishiguro
Stevens dient als Butler auf Darlington Hall. Er sorgt für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person: Niemals würde er auch nur ein Wort über die merkwürdigen Vorgänge im Herrenhaus verlieren. Er stellt sein Leben voll und ganz in den Dienst seines Herrn. Auch die vorsichtigen Annäherungsversuche von Miss Kenton, der Haushälterin, weist er brüsk zurück. Die Jahre vergehen, und Stevens lebt ergeben in seiner Welt, doch dann holt ihn eines Tages die Vergangenheit ein...
Aktuelle Rezensionen(5)
Von langweilig über langatmig hinzu annehmbar
Geschichte war etwas öde aber Ishiguro ist halt ein guter Autor, der sich ausprobiert und bei dem jeder Roman ein total anderes Setting hat.
Habe nur die Übersetzung gelesen. Aber wie der Autor den Charakter aus der Erzähler Perspektive von Mr. Stevens darstellt sucht seiner gleichen.
Ein wirklich schönes Buch. Der Erzähler ist ein englischer Butler, wie man ihn sich vorstellt. Höflich, unsichtbar und präsent zugleich und immer im Dienst. Selbst in der deutschen Übersetzung spricht die "feine englische Art" aus jeder Seite des Romans. Seine Unbeholfenheit, Gefühle auszudrücken, dass er noch nicht einmal beim Tod seines Vaters seinen Dienst unterbricht, wird sprachlich brilliant erzählt. Die Leserin lernt den Ich-Erzähler und seinen Dienstherrn, dem er die meiste Zeit seines Lebens diente, durch seine Erzählung der Geschehnisse allmählich kennen. Achtet man darauf, was nicht erzählt wird, setzt sich im Kopf das ganze Bild zusammen. Am Ende realisiert er, dass er eine Lebenschance verpasst hat, Liebe zu geben und zu empfangen. Irgendetwas hält mich davon ab, restlos begeistert zu sein. Gerne hätte ich mich noch tiefer in die Geschichte hineinziehen lassen, aber das ist dem Buch nicht gelungen.
Mir hat das Buch gut gefallen. Anfangs war es für mich etwas langatmig, aber das legte sich rasch und ich fand es teilweise sehr spannend zu lesen. Das Buch handelt von einem Butler, der sein Beruf über alles stellt. Er vergräbt sein wahres Ich ganz tief in seinem Innern, um die Rolle des Butlers stets zu erfüllen. Die Bedürfnisse des Dienstherren stehen an erster Stelle, sein Eigenen an letzter Stelle. Er erfüllt seine Rolle so intensiv und pflichtbewusst, dass er gar nicht mehr in Lage ist seine eigenen Bedürfnisse und Gefühle wahrzunehmen. Sogar als sein Vater stirbt, stellt er seine Arbeit an erste Stelle. Während er wichtige Leute bedient, stirbt sein Vater in einer kleinen Dachkammer. Erst eine kurze Urlaubsreise bringt ihn dazu über sein eigenes Leben nachzudenken. So langsam wird ihm klar, dass sein Leben auch andere Wege hätte nehmen können, er damals aber nicht in der Lage war diese zu erkennen, geschweige denn zu gehen. Am Ende des Buches sitzt er auf einer Bank mit einem Fremden, der auch mal Butler war und jetzt im Ruhestand ist und sein Leben genießt. Als ich das las, hoffte ich, dass er noch etwas mit seinem Lebensabend, "Was vom Tage übrig blieb", anfangen würde. Leider ist er nicht mehr in der Lage aus seiner Butler Rolle auszubrechen. Er nimmt sich lediglich vor, das Scherzen zu lernen, damit er besser mit seinem neuen amerikanischen Dienstherrn zurechtkommt... Für mich ist es ein trauriges, mich nachdenklich machendes Buch.