4.2

Wüstenblume (German Edition)

von Waris Dirie, Cathleen Miller, Bernhard Jendricke

Format:Hardcover

Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt – ein Traum. Und ein Alptraum, denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten.In »Wüstenblume« bricht sie ihr jahrelanges Schweigen und erzählt ihre Geschichte. Heute kämpft sie als UNO-Sonderbotschafterin gegen die Genitalverstümmelung, die täglich 6000 Mädchen weltweit erleiden müssen.»Ich weiß, dass ›Wüstenblume‹ eine wichtige Botschaft hat, die von allen Menschen geteilt wird: die Achtung vor der menschlichen Würde.« Waris Dirie

Biografien & Memoiren
280 SeitenHardcover
Erschienen an: 1998-12-01

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.2(11 ratings)
Keren 🍇Rezension von Keren 🍇

dieses buch existiert abseits jeglicher wertung

LizaRezension von Liza

<b>Content Note: körperliche Gewalt, Genitalverstümmelung, sexuelle Übergriffigkeit/ Gewalt</b> Wüstenblume Ein Roman, der eine ganze Generation bewegt hat und gefühlt ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Bei Wüstenblume handelt es sich auch wieder um ein Buch, welches ich meiner Mutter aus dem Bücherregal gemopst habe, da ich bisher viel von dem Buch und dem Film gehört hatte und mich mehr mit dem Thema beschäftigen wollte. Bereits nach einem Viertel des Buches musste man schon zwei schlimme Szenen verkraften, die nochmal anders “hereinhauen”, weil es nun mal kein Hardcore-Thriller und Fantasie ist, sondern das reale Leben. Und zu wissen, dass das einem Kind angetan wurde, macht es nochmal anders traurig. Es ist herzzerreißend, was manche Kinder in so einem jungen Alter schon erleben müssen. Über Genitalverstümmelungen selbst habe ich schon vorher ein wenig gelesen, daher war ich auf diese Szenen etwas vorbereitet, was sie aber natürlich nicht weniger schlimm gemacht hat. Chronologisch war der ganze Roman, meiner Meinung nach, nicht gut durchdacht, da es viele unerwartete Zeitsprünge (vor und zurück) gab. Das verwirrt ein wenig, weil man nicht weiß, in welchem Zeitraum man gerade ist und wann genau was passiert. Leider hat mir der Schreibstil von Waris Dirie auch nicht wirklich gefallen. Man merkt, dass sie keine Autorin ist bspw. dass sie bis dahin nichts geschrieben hat. Die Formulierungen sind sehr einfach gehalten und manche Aussagen sind merkwürdig. Außerdem bin ich mit ihr als Person und mit ihrem Charakter überhaupt nicht warm geworden. Sie war ein sehr aufbrausendes Kind, ihren eigenen Erzählungen nach zu urteilen, mit vielen übertriebenen und überemotionalen Ausbrüchen. Das mag ihr für ihr Leben an vielen Stellen sehr geholfen haben, aber mich hat es teilweise sehr genervt. Aber schließlich kann sie nichts dafür, wenn sie nun mal so war/ ist. Nichtsdestotrotz hat sie sehr spannende Geschichten zu erzählen. Es ist unglaublich, dass ihr das alles passiert ist. Das sind teilweise Geschichten für mehrere Leben. Man bekommt einen interessanten Einblick in das damalige Somalia und ihr Leben in der Wüste. Außerdem regt sie zur Entschleunigung des eigenen Lebens an. (Dass wir in einer zu schnelllebigen Welt leben, muss ich glaube niemanden erklären.) Zum Ende zieht sie nochmal einen Bogen zum Thema Genitalverstümmelungen und ihre Arbeit als UN-Botschafterin. Das Fazit fand ich sehr schön und passend. Ich bin froh, dass sie sich dafür entschieden hat, dieses Buch zu schreiben, ihre Geschichte in die Welt zu tragen und auf die grausamen Missstände aufmerksam zu machen.

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