- Von der Autorin der erfolgreichen Heartstopper-Reihe, von Loveless und Nothing Left for Us - Über Depressionen, Weltschmerz und wahre Freundschaft
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Solitaire (deutsche Ausgabe)
von Alice Oseman, Anja Galic
- Von der Autorin der erfolgreichen Heartstopper-Reihe, von Loveless und Nothing Left for Us - Über Depressionen, Weltschmerz und wahre Freundschaft
Aktuelle Rezensionen(14)
Solitaire war das eigentliche Debüt von Alice Oseman, mit der man unweigerlich die berühmte Heartstopper Reihe verbindet. Wer andere Bücher von Alice kennt, der kann sich auf Eastereggs in Solitaire freuen. Das Buch ist aber trotzdem sehr anders im Vergleich zu zum Beispiel Heartstopper. Tori Spring ist Pessimistin durch und durch. Etwas, was wir in unseren jungen Jahren sehr gemeinsam hatten. Dadurch konnte ich mich sehr gut in ihre Person einfühlen. Für Wirbel sorgt der mysteriöse Blog Solitaire, der zunehmend gefährlich wird für die MitschülerInnen von Tori. Dazu kommt, dass Michael Holden Toris Aufmerksamkeit sucht und sie damit irgendwie so gar nichts anfangen kann. Wie der Untertitel schon sagt: Keine Liebesgeschichte. Und das ist wirklich so. Das Buch ist in jeder Faser besonders genauso, wie die Protagonistin selbst. Erwachsene spielen so gut wie keine Rolle im ganzen Plot und es ist einfach faszinierend, was Alice aus diesem Buch herausgeholt hat. Während Heartstopper ruhig und romantisch-süß daherkommt, ist Solitaire wild und unzähmbar, was man auch merkt, wenn Nick und Charlie die Solitaire Bühne betreten. Es werden diverse Mental Health Themen aufgegriffen, die besonders für Jugendliche wichtig sind. Es gab ein paar Längen, da sich die Freundschaften und die Kommunikation der SchülerInnen sich manchmal im Kreis drehten, aber trotzdem wirkte es sehr realistisch. Alice zeigt die Schwierigkeiten von Pubertierenden sehr gut und schlüssig auf. Mit wirklich schöner Sprache, die nicht zu hochgestochen ist, verpackt Alice ihren Coming-of-Age Roman, der mit Sicherheit die jugendliche Zielgruppe mitten ins Herz trifft, wenn auch nicht in allen Punkten.
Ich habe selten ein Buch gelesen, mit einer Protagonistin, die so relatable ist. "Solitaire- Keine Liebesgeschichte", von Alice Oseman, ist ein Roman, der sich in das Heartstopper-Universum einordnet und in der wir die Geschichte einer alten Bekannten verfolgen. Inhalt: "Tori Spring ist am liebsten einfach allein. Zumindest bis eine Zettelspur sie eines Tages zu Solitaire führt: einer mysteriösen Gruppe, die in der Schule schwerwiegende Streiche spielt. Diese scheinen auf seltsame Weise mit Tori in Verbindung zu stehen. Ausgerechnet der irritierend fröhliche Michael Holden will sich daher mit ihr auf die Suche nach den Drahtziehern machen. Und obwohl Tori sich nicht gern in Dinge einmischt, ist die Vorstellung, nichts zu tun, plötzlich viel schlimmer..." (Klappentext) Die Charaktere: Victoria Spring kennt man vielleicht schon aus den "Heartstopper"-Büchern. Sie ist die große Schwester von Charlie Spring. Und schon in "Heartstopper", war sie meine allerliebste Figur, weil ich sie so verstanden habe. Und als ich die ersten Seiten dieses Buches gelesen habe, dachte ich, dass ich diejenige wäre, die dort zu Wort kommt und nicht Tori. Sie hatte einfach dieselben Gedanken, die ich mir auch das ein oder andere Mal gemacht habe. Also war zu Tori direkt eine Connection da, die sich ab dem zweiten Teil der Geschichte so ein wenig gelöst hat, weil ich ihre Gedankengänge irgendwann nicht mehr ganz nachvollziehen konnte. Wen ich auch nicht ganz verstanden habe, war Michael. Sein Charakter war ein einziger Widerspruch zu dem von Tori und irgendwie war das auch süß. Aber meistens konnte ich ihn nicht ganz greifen. Er hatte teilweise Gefühlsausbrüche, bei denen ich nicht verstanden habe, woher die aufeinmal kommen. Und auch die fast letzte Szene auf dem Schuldach (wer weiß, der weiß) hat mich total verwirrt, weil sie zu Tori nicht wirklich gepasst hat und gar nicht wirklich aufgearbeitet wurde. Mir hat aber wirklich gut gefallen, was für eine Charakterentwicklung Tori im Laufe der Geschichte durchlebt. Von jemandem, dem die Probleme anderer Leute relativ egal sind, zu jemandem, den es interessiert, was anderen Leuten auf der Seele brennt. Das fand ich sehr schön umgesetzt. Manche Stellen, gerade zum Ende, haben mich verwirrt, aber irgendwie hat das Auf und Ab der Gefühle, das Buch so wirklich ausgemacht. Man trifft natürlich auch das ein oder andere Mal auf Nick und Charlie, was ich ebenfalls total cool fand, wenn man bedenkt, dass "Solitaire", der Debütroman der Autorin gewesen ist. Der Schreibstil: Was ich sehr sehr gut fand, war der Schreibstil. Ich hatte das Buch innerhalb kürzester Zeit durch und das lag vorallem an dem einfachen Schreibstil, mit den kurzen Sätzen, der aber trotzdem so viel rüberbringt. Ich konnte schon nach ein paar Seiten mit Tori mitfühlen und wurde total in die Geschichte eingesogen, obwohl hier das Rad nicht neu erfunden wurde. Das muss es manchmal aber auch nicht, wenn die richtigen Worte, den richtigen Nerv treffen. Alice Oseman hat hier so viele verschiedene Themen reingepackt, wo ich mir gewünscht hätte, dass sie vielleicht noch mehr Aufmerksamkeit erhalten hätten. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Tori erzählt. Die Gestaltung: Was ich sehr an den Romam von Alice Oseman mag, ist, dass sie designtechnisch alle super gut zusammen passen und dadurch auch einen guten Wiedererkennungswert haben. Ich mag die schlichten, einfarbigen Cover, mit ihrer minimalen Gestaltung. Auch hier bei diesem Buch passt die Gestaltung perfekt zur Geschichte. Ich mag auch die kleinen Chat-Verläufe ab und zu und die kurzen Kapitel mit der großen Schrift sorgen dafür, dass man durch das Buch nur so fliegt. Themen (könnte Spoilern): Dieser Roman ist eine klassische Coming-of-Age-Geschichte. Sie beschäftigt sich mit Teenagern, die anfangen sich und die Welt zu hinterfragen. Dabei wird es an der ein oder anderen Stelle auch mal etwas tiefer. Es geht viel um Mental Health und das es okay ist, sich Hilfe zu suchen. Es werden außerdem noch Familien- und Freundeprobleme thematisiert. Wie es sich anfühlt, wenn man sich nicht verstanden und nirgendwo zugehörig fühlt. Und Liebe spielt irgendwo auch eine Rolle, aber man darf sich keine Hoffnungen machen, denn der Untertitel lautet nicht umsonst "Keine Liebesgeschichte". Fazit: "Solitaire- Keine Liebesgeschichte", von Alice Oseman, ist ein Jugendbuch, welches Themen anspricht, die auch mal tiefer gehen können. Ich denke, dass dieses Buch wirklich gut, unsere jetzige jüngere Generation anspricht und Verständnis für uns aufbringt. Mir haben die Charaktere, vor allem Tori, sehr gut gefallen, weil sie einfach nicht nur aalglatt waren und alles war perfekt, sondern, dass diese ebenfalls ihre Ecken und Kanten haben. Mich konnte das Buch sehr gut unterhalten und ich denke, dass sich vielleicht noch viele andere Menschen in Tori wiedererkennen. Es ist nicht das absolut spannendste Buch, welches ich jemals gelesen habe. Zumal ich die Identität rund um "Solitaire" von Anfang an erraten hatte, aber dennoch kann ich das Buch empfehlen.
Ich muss ja leider zugeben, dass ich dieses Buch gelesen habe, ohne zu wissen, dass es zu "Heartstopper" gehört - geschweige denn auch jemals etwas dazu gelesen oder gesehen zu haben. "Solitaire" hat mich also auch ohne dieses Wissen zum Kauf angeregt. Ich fand das Buch in Ordnung; ich wette, jeder richtige Fan dieser Reihe, wird es auch besser gefunden haben als "nur" in Ordnung. Auf dem Cover steht zwar, dass es keine Liebesgeschichte ist, beim Lesen hab ich trotzdem immer ein bisschen darauf gehofft, aber eine Geschichte über Freunde ist natürlich genau so gut. Ich glaube man erwartet so was einfach, selbst wenn es auf dem Cover anders steht (könnte ja eine gute Lüge sein). Tori fand ich als Protagonistin teils relatable, teils anstrengend. Da liegt es vielleicht am Charakterdesign selbst, oder am Altersunterschied zu mir, dass man manche "hormongesteuerte" Entscheidungen und Kurzschlussreaktionen von Teenagern nicht mehr ganz nachempfinden kann. Michael dagegen hat mir sehr gut gefallen - ich fand ihn sympathisch und zum perfekten Grad mysteriös, auch die Freundschaft, die sich zwischen den beiden entwickelt, finde ich gut. Sie steht im direkten Kontrast zu Toris anderen Freundinnen, die hier im Buch vielleicht nicht immer die besten sind. Aber kennt man ja, nh. Ob sich dieses Buch gut in den Rest der Storyline von "Heartstopper" einfügt, kann ich leider nicht beurteilen. Trotzdem fand ich es gut und leicht zu lesen und man wollte definitv wissen wie es weiter und zu Ende geht.
Irgendwo zwischen 3 und 4,5 Sternen liegt das Buch. Ich weiß nicht ob ich das Buch richtig verstanden habe, ich fand die Protagonisten oft sehr weit weg und nicht nachbar, gleichzeitig mochte ich Tori sehr gerne. Ich denke vielleicht war das Buch einfach nicht zum richtigen Zeitpunkt mein gewähltes Buch und gleichzeitig hab ich es gerne gelesen. In vielen Punkten konnte ich mich wieder erkennen, ich konnte schmunzeln und nachdenken und trotzdem hat mir das gewisse Etwas an der Storyline gefehlt. Vielleicht hätte man Tori eine andere, schönere, bessere, realistischer Story geben sollen, sie hätte sie verdient. Alles in allen ein seltsames und trotzdem angenehmes und schweres Buch, was verschiedene Seiten der Depression aufzeigt. Schwierig zu beschreiben, trotzdem lesenswert.
Wunderschönes Buch! Sehr spannende Story und ein toller Schreibstyl. Es war bewegend und einfühlsam geschrieben. Ich liebe es! 🩷