4.4

More Happy Than Not

von Adam Silvera

Format:Hardcover
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Das bewegende Debüt des SPIEGEL-Bestsellerautors jetzt auch auf Deutsch.Nicht umsonst vom TIME Magazine unter die 100 besten Jugendbücher aller Zeiten gewählt: Adam Silveras ›More Happy Than Not‹ ist eine Gefühlsachterbahn durch die bittere wie schöne Realität. In Aarons Leben gibt es vieles, das er lieber für immer vergessen würde. Doch erst als sein bester Freund Thomas Aarons Gefühle für ihn zurückweist beschließt er, sich mit Hilfe einer neuartigen Gehirnmanipulation seine Erinnerungen an alles, was war, und alles, was er ist, löschen zu lassen. Auf schmerzlichste Weise muss er lernen, dass das Herz sich erinnert, auch wenn der Verstand längst vergessen hat …

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: March 16, 2022

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Aktuelle Rezensionen(3)

4.4(9 ratings)
SeraphinaRezension von Seraphina

Der erste Satz in dem Buch lautet „More happy than Not hat mich verändert, keine Frage.“ und ich konnte mir darunter nichts vorstellen und habe es als ein wenig lächerlich abgetan. Weit gefehlt. Auch mich hat das Buch verändert. Zu Beginn lernt man Aaron kennen und wie er lebt mit seinem Job und seinen Freunden. Man merkt schnell, dass er in eher ärmlichen Verhältnissen lebt und nicht von Reichtum gesegnet ist. Aber es geht ihm gut und es macht Spaß, ihn durch sein Leben zu begleiten. Das Leteo-Institut, durch das man Erinnerungen löschen kann, spielt zu Beginn keine große Rolle. Zumindest erschien es mir so. Bis dann ein Twist kam und mir das Herz gebrochen ist. Ab dem Twist musste ich immer wieder mit den Tränen kämpfen und ich habe den Kampf jedes Mal verloren. Ja, das Buch hat mich gebrochen, sehr sogar!, aber es wurde auch wieder geheilt. Am Ende habe ich mich sehr für Aaron gefreut und ich danke Adam Silvera für diese wundervolle Story!

Carlos PradoRezension von Carlos Prado

Good reading

JennyRezension von Jenny

https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/05/21/12545/ Selten habe ich ein Jugendbuch gelesen, das mich auf so vielen Ebenen emotional berührt und gleichzeitig zum Nachdenken gebracht hat. Es war eine intensive Reise durch die Gedanken- und Gefühlswelt eines jungen Menschen, der seinen Platz in der Welt sucht – und dabei mit Fragen ringt, die vielen von uns vertraut sein dürften. Worum geht es? Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte unscheinbar. Aaron, ein ganz normaler Teenager, lebt in einer gewöhnlichen Umgebung, hat eine Freundin namens Genevieve und trägt schwer am Verlust seines Vaters, der sich das Leben genommen hat. Die Fragen, die ihn beschäftigen, scheinen typisch für sein Alter: erste sexuelle Erfahrungen, das Erwachsenwerden, familiäre Konflikte. Alles wirkt beinahe wie eine klassische Coming-of-Age-Geschichte – bis man tiefer in die Handlung eintaucht. Denn bald wird klar: Aaron hütet ein Geheimnis, das ihn innerlich zerreißt. Er ist schwul – und weiß selbst nicht, wie er damit umgehen soll. Angst, Schuldgefühle und Unsicherheit begleiten ihn auf Schritt und Tritt. Wer hat nicht schon einmal seine eigene Identität hinterfragt? Wer hat nicht befürchtet, abgelehnt oder nicht verstanden zu werden? Die besondere Stärke dieses Romans liegt in seiner einfühlsamen Darstellung dieser inneren Kämpfe. Aaron ist kein Held, kein Rebell – sondern ein zutiefst menschlicher Charakter, der versucht, in einer Welt klarzukommen, in der er das Gefühl hat, nicht hineinzupassen. Besonders bewegend ist sein innerer Konflikt, als er erkennt, dass seine Gefühle für seinen besten Freund Thomas mehr als nur Freundschaft sind. Gleichzeitig wird deutlich, dass seine Beziehung zu Genevieve eher dem Wunsch entsprang, "normal" zu sein, als echter Liebe. Die Figuren rund um Aaron – ob Thomas, Brendan, Collin oder seine Eltern – sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet. Auch wenn offene Diskriminierung in diesem Buch nur am Rande vorkommt, ist sie doch zwischen den Zeilen spürbar: in Form von Ablehnung, Enttäuschung oder dem Wunsch, Dinge zu verdrängen. Ein faszinierendes Element der Geschichte ist die Einführung der fiktiven "Leteo Corporation" – ein Unternehmen, das schmerzhafte Erinnerungen löschen kann, damit Menschen "glücklicher" weiterleben können. Diese Science-Fiction-Komponente verleiht dem Buch eine ganz eigene Tiefe und wirft eine zentrale moralische Frage auf: Wenn du die Möglichkeit hättest, einen Teil deiner Identität zu vergessen – würdest du es tun? SPOILER WARNUNG: Aaron entscheidet sich dafür – doch die Konsequenzen sind tragisch. Durch den Eingriff erleidet er eine anterograde Amnesie: eine seltene Form des Gedächtnisverlusts, bei der er keine neuen Erinnerungen mehr speichern kann. Er lebt fortan im Moment – ohne die Möglichkeit, ein echtes Leben mit Vergangenheit und Zukunft zu führen. Diese Entwicklung hat mich tief getroffen. Der Gedanke, jeden neuen Tag aufs Neue zu beginnen, ohne zu wissen, was gestern war, ist erschütternd und regt sehr zum Nachdenken an. Fazit: Dieses Buch ist keine klassische Coming-out-Geschichte. Es ist viel mehr: ein Porträt der Verzweiflung, der Hoffnung, der Suche nach Zugehörigkeit – und der Frage, ob wir unsere Erinnerungen und unsere Identität wirklich auslöschen können, um "glücklich" zu sein. Trotz kleiner Schwächen – etwa, dass manche Nebenfiguren blass bleiben oder der Sci-Fi-Teil nicht ganz zu Ende gedacht wirkt – ist dies ein absolut empfehlenswerter Jugendroman mit großer emotionaler Tiefe. 4 von 5 Sternen!

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