Alina Bronskys unvergesslicher DebütromanDie siebzehnjährige Sascha Naimann ist mit ihren zwei jüngeren Geschwistern aus Moskau nach Deutschland gekommen und lebt nun im »Scherbenpark« – einem Hochhaus-Ghetto, in dem eigene Gesetze herrschen, die sie mit wilder Entschlossenheit bricht.»Ein besonderes Buch« Deutschlandradio
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Scherbenpark
von Alina Bronsky
Alina Bronskys unvergesslicher DebütromanDie siebzehnjährige Sascha Naimann ist mit ihren zwei jüngeren Geschwistern aus Moskau nach Deutschland gekommen und lebt nun im »Scherbenpark« – einem Hochhaus-Ghetto, in dem eigene Gesetze herrschen, die sie mit wilder Entschlossenheit bricht.»Ein besonderes Buch« Deutschlandradio
Aktuelle Rezensionen(3)
Wie Moritz in der Momothek gesagt hat: „Wer 22 Bahnen mochte, wird „Scherbenpark“ lieben.“ Und so sollte es sein :)
Unterhaltungsroman Sehr flüssig und leicht zu lesen, toller Schreibstil. Im gesamten ein interessanter Roman aus der Sicht einer aus der Reihe tanzenden 17-jährigen, der so unglaublich gut geschrieben wurde, das man einfach immer und immer weiterlesen möchte. Ich habe es geschafft 210 Seiten an einem Tag zu lesen, was für mich aber immer beinahe nicht machbar erschien. Das Buch hat so eine Art an sich, dass die die Geschichte komplett in den Bann zieht. Spannend & interessant, aber nicht wirklich eine Roman dem ich 5 Sterne geben würde. 3,5 Sterne Zeitverschwendung? nicht wirklich Belehrend? Kommt drauf an Inspirierend? Interpretierbar Protagonistin? Stark, unvorhersehbar und unberechenbar, weird aber cool, selbstbewusst, zickig aber hilfsbereit
Sascha hält derzeit vor allem eines am Leben: Hass und die Aussicht auf Rache. Der "Solitär", eine Art Trabantensiedlung voller Plattenbauten irgendwo im Speckgürtel Frankfurts ist der Ort, an dem Sascha aufwächst, der Schauplatz geplatzter Träume der Russlandeutschen, an dem es in den Aufzügen nach Urin stinkt und wo man schon am helllichten Tag zwischen den Hochhäusern das Saufen beginnt - der titelgebende "Scherbenpark" ist trauriges Zeugnis davon. In dieser tristen Kulisse erschießt Vadim seine Ex-Partnerin, Saschas Mutter, sowie deren neuen Liebhaber. Sascha bleibt alleine zurück, gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester, ohne ausreichend Zeit, das Trauma zu verarbeiten. Weil sie davon träumt, ein Buch zu veröffentlichen, schreibt uns (und ihrer Mutter) Sascha ihre Geschichte auf, wie sie Abstand von daheim sucht und schließlich Halt bei Felix und seinem Vater Volker zu finden scheint. Schonungslos und derbe, direkt und ohne Beschönigung nimmt uns Sascha mit in eine Parallelwelt am Rande der Gesellschaft, in der Alkohol, Fäuste und Beschimpfungen die Oberhand haben. "Scherbenpark" ist Alina Bronskys Debütroman, der ihr einen festen Platz in der deutschen Gegenwartsliteratur bescherte. Auch sie wirft ein Schlaglicht auf das Leben zwischen den Kulturen, auf das Stigma der Migrationsgeschichte und den gesellschaftlichen Fragestellungen, wie sie aus russlanddeutscher Perspektive betrachtet werden. "Scherbenpark" hat einen ungemeinen Drive und eine krasse und mutige Geschichte, die einem ab und an einen Schlag in die Magengrube verpasst.