Eine Familie aus Kyjiw verkauft russische Spezialitäten in Leipzig. Wodka, Pelmeni, SIM-Karten, Matrosenshirts – und ein irgendwie osteuropäisches Zusammengehörigkeitsgefühl. Wobei, Letzteres ist seit dem russischen Überfall auf die Ukraine nicht mehr zu haben. Die Mutter steht an der Seite Putins. Und ihr Sohn, der keine Sprache mehr als die russische liebt, keinen Menschen mehr als seine Mutter, aber auch keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Klug ist es nicht von ihm, mitten im Krieg in die Ukraine zurückzufahren. Aber was soll er tun, wenn es nun einmal keinen anderen Weg gibt, um Mama vom Faschismus und den irren russischen Fernsehlügen zurückzuholen? Ein Buch, wie nur Dmitrij Kapitelman es schreiben kann: tragisch, zärtlich und komisch zugleich.
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Russische Spezialitäten
Eine Familie aus Kyjiw verkauft russische Spezialitäten in Leipzig. Wodka, Pelmeni, SIM-Karten, Matrosenshirts – und ein irgendwie osteuropäisches Zusammengehörigkeitsgefühl. Wobei, Letzteres ist seit dem russischen Überfall auf die Ukraine nicht mehr zu haben. Die Mutter steht an der Seite Putins. Und ihr Sohn, der keine Sprache mehr als die russische liebt, keinen Menschen mehr als seine Mutter, aber auch keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Klug ist es nicht von ihm, mitten im Krieg in die Ukraine zurückzufahren. Aber was soll er tun, wenn es nun einmal keinen anderen Weg gibt, um Mama vom Faschismus und den irren russischen Fernsehlügen zurückzuholen? Ein Buch, wie nur Dmitrij Kapitelman es schreiben kann: tragisch, zärtlich und komisch zugleich.
Aktuelle Rezensionen(12)
Die scharfsinnigen Beobachtungen postsowjetischer Gesellschaften erzählt der Autor mit einer großen Portion Witz und Sprachgefühl, schafft es für mich trotz interessanter neuer Perspektive aber nicht eine spannende Handlung zu entfalten. Durch das ständige Wechseln und Rotieren zwischen den Figuren wirken die Figuren in diesem Roman überzeichnet und stereotyp. Es mangelt etwas an Tiefe und gleicht doch eher einer Sammlung von Anekdoten. Irgendwie schade um die doch eigentlich gute Grundlage.
Die Geschichte und deren Hintergründe fand ich sehr spannend. Die Familienkonstellation und -krise, die der Ukrainekrieg in der Familie des Protagonisten auslöst, hat mich sehr mitgenommen. Die Sprache war interessant, allerdings habe ich die Anekdoten und humorvollen Passagen nicht immer verstanden oder als so gewitzt empfunden. Auch die Einschübe, dass Gegenstände mit dem Protagonisten zu sprechen scheinen habe ich nicht verstanden. Eine Geschichte, die keinen klaren Handlungsstrang oder einen Weg aufführt, wie wir aber heute sehen auch noch kein Ende haben kann.
Wenn ihr überlegt dieses Buch zu lesen; tut es! Es ist ganz ganz toll geschrieben, die Sprache ist toll, der Inhalt ist auf so vielen Ebenen berührend. Es ist witzig und traurig zugleich, lehrreich und unterhaltsam. Ein Buch, dass in der Oberstufe gut mit Schüler:innen gelesen werden kann und viel Stoff zum nachdenken und reflektieren über die aktuelle politische Lage bietet. Ich werde es jedem weiterempfehlen.
MASSIVE Empfehlung. Tolle tolle Spache, wichtiges Thema, funny zwischendurch. Ich hab alle Gefühle gefühlt.
Ganz tolle Sprache! Eine enorme Menge an Adjektiven, die das Lesen besonders gemacht haben. Die Thematik berührt, ich konnte richtig mitfühlen. Ein Buch, das ich randvoll mit Gefühlen zugeklappt habe.