Riesenlibellen, Chupa Chups, ein gestohlener Meteorit in einem psychedelischen, immer heißer werdenden Tiroler Sommer: Prana Extrem erzählt von der Sehnsucht, die Welt erfassen und sich ihr gleichzeitig hingeben zu wollen.
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Prana Extrem
von Joshua Gross
Riesenlibellen, Chupa Chups, ein gestohlener Meteorit in einem psychedelischen, immer heißer werdenden Tiroler Sommer: Prana Extrem erzählt von der Sehnsucht, die Welt erfassen und sich ihr gleichzeitig hingeben zu wollen.
Aktuelle Rezensionen(1)
Der Ich-Erzähler Joshua und seine Freundin Lisa verbringen einen viel zu heißen Sommer in Tirol. Auf der Bergiselschanze lernen sie das Nachwuchsskisprungtalent Michael und seine Schwester Johanna kennen. Kurze Zeit später ziehen sie in deren Ferienwohnung im fiktiven Kurort Kurbruck und erleben verschiedene kleinere Abenteuer, wobei riesige Libellen, Chupa Chups, Rap, Maggi-Tüten, gestohlene Meteoriten und eine unwahrscheinliche Gefolgschaft eine Rolle spielen. Denn neben den Vieren stehen Lisas Hündin Lu, die Katze Schnurri-San und Tilde, die 5-Jährige Tochter von Johannas und Michaels Tante im Fokus. Es geht um kosmische Schwingungen und Transzendent, um die Erfassung des Lebens bei gleichzeitiger Hingabe, um das wirklich Dasein in der Welt, ohne sich hinter irgendwelchen Schutzschilden zu verkriechen, und um Gefolgschaften ganz im Sinne Donna Haraways „Kinship“-Idee, neue Familienkonstellationen außerhalb der traditionellen Kernfamilie zu bilden. Dazwischen wird wie in allen Groß-Romanen viel geschlurcht und auch sonst gibt es eine Menge Wortneuschöpfungen und durch und durch wunderbare, komische, poetische Sätze. Ein liebes, nein, ein sehr liebes Buch, das einem gute Laune und endlich mal wieder Lust auf Menschen und unwahrscheinliche Freundschaften und kleine, liebe Abenteuer macht. Wenn man an der Welt zweifelt und gerade alles mal nicht so gut ist, einfach aufschlagen, ein bisschen Zeit mit den Figuren verbringen und dann realisieren: es geht auch anders.