3.0

Nathan und seine Kinder

von Mirjam Pressler

Format:Hardcover

Jerusalem, zur Zeit der Kreuzzüge um 1192: Ein junger Tempelritter rettet Recha, die Tochter des jüdischen Kaufmanns Nathan, aus dem Feuer. Daraufhin richtet Sultan Saladin die schwierigste aller Fragen an Nathan: Welche Religion ist die einzig wahre? Nathan antwortet mit dem berühmten Gleichnis von den drei Ringen - doch wird das den Sultan zufriedenstellen? Außerdem ahnt Nathan nicht, dass ihm inzwischen der christliche Patriarch von Jerusalem und ein moslemischer Hauptmann nach dem Leben trachten ... Mirjam Pressler erzählt den klassischen Stoff neu - provozierend zeitgemäß, aber nicht ohne Hoffnung für ein friedliches Nebeneinander der Religionen. (Quelle: Website des Verlags)

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
257 SeitenHardcover
Erschienen an: 2015-03-02

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.0(21 ratings)
lese_leiseRezension von lese_leise

So ein wunderschönes Hörbuch, hatte es schon lange auf meiner Wunschliste und bin dann per Zufall auf das Hörbuch gestoßen. Handlung/Aufbau: Die Geschichte spielt im Jerusalem des 12. Jahrhunderts n.Z. Erzählt wird die Geschichte des titelgebenden Nathans, der mit Waren Handel treibt und über ein eigenes Haus mit Angestellten verfügt. Wir begleiten ihn und sein Leben, haben allerdings nur durch die Perspektiven anderer, um uns ein Bild von ihm machen zu können. Denn die Geschichte wechselt die Perspektive: Neben seiner Tochter, ihrer Ziehmutter und engen Freunden Nathans kommen noch weitere Stimmen und Perspektiven hinzu, die auch die kulturelle Vielfalt der Stadt gut abbilden. Spannend war für mich nicht nur, wie Frau Pressler es schafft, die Vergangenheit und Gefühlswelt ihrer Figuren trotz der Multiperspektivität so gut einzufangen und den Lesenden zugänglich zu machen, sondern auch die zentrale Frage nach Zugehörigkeit und Identität, mit der die Figuren alle auf unterschiedliche Art und Weise zu kämpfen haben. Da das Buch auch teilweise traurig ist und an wenigen Stellen auch gewaltvolle Handlungen geschildert werden, sollten gerade sensible Kinder und Jugendliche das Buch vielleicht lieber in einem geschützten Rahmen, z.B. mit den Eltern lesen. Für mich ist es auf jeden Fall ein Buch, dass ich gerne noch einmal wirklich lesen möchte und das mich auf jeden Fall noch eine Weile begleiten wird.

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