4.1

Naokos Lächeln

von Haruki Murakami, Ursula Gräfe

Format:Hardcover

Der Beatles-Ohrwurm ›Norwegian Wood‹ ist für den siebenunddreißigjährigen Toru Watanabe ein melancholischer Song der Erinnerung: an den Aufruhr der Gefühle in einer schmerzvollen und schicksalhaften Jugend, die er zu bewahren und zu verstehen versucht. ›Naokos Lächeln‹ erzählt lebendig und leidenschaftlich von einer Liebe mit Komplikationen in den unruhigen Sechzigerjahren: Toru, der einsame, ernste Student der Theaterwissenschaft, begeistert von Literatur, Musik und wortlosen Sonntagsspaziergängen auf Tokios Straßen, erfährt früh, dass der Verlust von Menschen zum Leben und zum Drama des Erwachsenwerdens dazugehört. Der Jugendfreund Kizuki begeht Selbstmord, die geheimnisvoll anziehende Naoko verirrt sich in ihrer eigenen unerreichbaren Welt und Toru Watanabe muss sich zwischen ihr und der vor Lebenslust vibrierenden Midori entscheiden. ›Naokos Lächeln‹ wurde 2010 unter dem englischen Titel »Norwegian Wood« verfilmt.

Romance
432 SeitenHardcover
Erschienen an: February 21, 2001

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Aktuelle Rezensionen(13)

4.1(117 ratings)
SvenRezension von Sven

Ein sehr schönes Buch. Murakami schafft es für mich irgendwie, die Atmosphäre durch extrem lange und verschachtelte Sätze ausführlich zu beschreiben, ohne dass ich mich langweile. Zuerst war ich durch diesen verträumten Schreibstil nicht ganz sicher, wohin mich dieses Buch führen sollte, aber irgendwas gefiel mir trotzdem daran, obwohl ich sonst gerne Page Turner lese. Gerade die Mitte gefiel mir sehr, als die verschiedenen Backstories der Charaktere und Watanabes innere Spannungen beleuchtet wurden. Kritisieren würde ich die teils plötzlichen Szenenwechsel. Das soll wohl so sein, als kleine Allegorie an die Geschehnisse und weil es generell zu verschiedenen Etappen spielt, allerdings hat mich das teilweise rausgebracht, bzw. etwas das emotionale Gewicht genommen. Das Ende fand ich auch schön, aber auch hier leider irgendwie plötzlich und nicht ganz auserzählt und zugleich mit teils langgezogenen Zwischenbeschreibungen der Tätigkeiten statt der Gefühlslage oder Situation. Natürlich wurde es thematisiert, dennoch hätte ich mir gegen Ende noch ein letztes ausführlicheres Gespräch zweier Charaktere gewünscht und etwas mehr Beschreibung der Gefühlswelten von Watanabe (und evtl noch den Zeitsprung zum Beginn des Buches).

reersomatRezension von reersomat

Mein erster Roman von Haruki Murakami – und sicher nicht mein letzter. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und mit den Figuren mitgefühlt. Besonders Reiko und Midori mochte ich sehr. Die depressive Stimmung und Naokos Ausweglosigkeit werden eindrucksvoll vermittelt und haben mich stellenweise selbst heruntergezogen. Eine berührende, melancholische Geschichte die nachwirkt.

LukasRezension von Lukas

Auf der einen Seite fand ich es sehr spannend mehr über das Leben von Toru und seiner Geschichte zu erfahren, jedoch war es mir oft zu langatmig, zu bizzar und das Verhalten von Toru teils naiv. Auch war mir Midori überhaupt nicht sympathisch..dennoch hatte ich meinen Spaß mit dem Buch und würde es empfehlen.

Charlotte RekersRezension von Charlotte Rekers

Haruki Murakami is super talented in creating an atmosphere - I enjoyed the book a lot!

PaulaRezension von Paula

„Naoko‘s Lächeln“ ist ein melancholischer Roman über die Komplexität menschlicher Beziehungen, Dimensionen von Liebe und darüber, seinen Platz im Leben zu finden (bzw. es zu versuchen). Ich fand die Sprache einfach wunderbar und entschleunigend. Murakami schafft es außerdem, dass man auf seine durchaus eigenartigen Charaktere immer liebevoll, niemals wertend blickt. Die sachliche Darstellung von Sexualität und Suiziden fand ich anfangs irritierend, aber Geschichte und Stil haben sich als Ganzes doch gut zusammengefügt.

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