Wem gehört Deine Erinnerung?Der NINK ist seit seiner Markteinführung allgegenwärtig – ein revolutionäres Chip-Implantat, das das menschliche Gehirn direkt mit dem Internet verbindet. Er gilt als Durchbruch und Wunderwerk der Digitalisierung. Doch wie jeder bahnbrechende Fortschritt hat auch dieser seine Schattenseiten, wie Journalistin Silvie Mankowitz feststellen muss. Denn egal wie gut die Absichten sind, die einer Erfindung zugrunde liegen – es gibt immer auch Menschen, die damit extrem unmoralische Ziele verfolgen. – Was ist wichtiger: das Wohlergehen aller oder der freie Wille des Einzelnen?»Anne Freytag erzählt temporeich mit trickreicher Spannung.« Süddeutsche Zeitung
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Mind Gap
von Anne Freytag
Wem gehört Deine Erinnerung?Der NINK ist seit seiner Markteinführung allgegenwärtig – ein revolutionäres Chip-Implantat, das das menschliche Gehirn direkt mit dem Internet verbindet. Er gilt als Durchbruch und Wunderwerk der Digitalisierung. Doch wie jeder bahnbrechende Fortschritt hat auch dieser seine Schattenseiten, wie Journalistin Silvie Mankowitz feststellen muss. Denn egal wie gut die Absichten sind, die einer Erfindung zugrunde liegen – es gibt immer auch Menschen, die damit extrem unmoralische Ziele verfolgen. – Was ist wichtiger: das Wohlergehen aller oder der freie Wille des Einzelnen?»Anne Freytag erzählt temporeich mit trickreicher Spannung.« Süddeutsche Zeitung
Aktuelle Rezensionen(2)
2⭐️ Sehr Chaotisch. Bin teilweise gar nicht mitgekommen. Die Kapitel sind echt kurz, allerdings switcht man ständig zwischen verschiedenen Perspektiven und Orten. Diese haben am Anfang nichts miteinander zu tun und führen erst im letzten Drittel langsam zusammen. Daher bin ich nicht wirklich mitgekommen weil es so viel Information war und irgendwie etwas durcheinander
„»Sie nennen es Mind Gap. (…) Wir hatten sie alle. Mal kürzere, mal längeren Filmrisse. Später kamen psychische Störungen hinzu. Das Einzige, was wir alle gemeinsam hatten, war NIPTec. «“ Seit dem Aufkommen dieser Technologie, dem NINK - ein PicoChip von der Größe eines Salzkorns - hat die Welt eine ganz neue Möglichkeit zu einer technischen Revolution. Der NINK ist nicht mehr wegzudenken. Er ist der neue Helfer des Menschen. Ein Smartphone-Ersatz. Wie so jede Digitalisierung, hat auch diese technische Entwicklung eine Kehrseite. Fast zu perfekt. Dr. Irene Kallmann schmiedet fleißig Pläne für die Zukunft und wartet seelensüchtig auf die Wahlergebnisse zur Bundeskanzlerin. Während Mayari Morales als Content-Moderatorin in Manila dabei ist Videos und Bilder hochzuladen bzw. zu löschen und Hass und Hetze zu verbreiten, bekommt Silvie Mankowitz, eine Journalistin, einen unerwarteten Anruf von ihrem beerdigten Bruder Samuel. Ein Buch, das sich fast wie von selbst laut vorlesen wollte. In ihrem neuesten Thriller versucht Anne Freytag die Lesenden zum Nachdenken anzuregen. Die Dystopie, die Freytag hier versucht darzustellen ist beängstigend, denn die Idee mit einem Chip alles und jeden zu kontrollieren, ist die größte Angst, die viele haben. Doch Anne schafft es mit ihrem Buch Mind Gap von Anfang bis zum Ende die Spannung zu halten. Die vielen verschiedene Perspektiven hat die Geschichte gebraucht, weil ich als Leser_in sonst die Geschichte nicht wirklich gerafft hätte. Aber auch um die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche dieser Technologie aufzeigen zu können. Was, wenn der Mensch keinen freien Willen mehr hat? Wozu ist die Regierung fähig, wenn diese Information an sie gelangt? Das Ende ist einfach genial und ich liebe es! Zugegeben lese ich keine Thriller oder dergleichen, weil mich das überhaupt nicht reizt. Das ist wahrscheinlich der dritte Thriller in meinem ganzen Leben bis jetzt. Da ich einen Kreatives-Schreiben-Kurs bei Anne Freytag seit Dezember mache, wollte ich unbedingt die Dinge, die sie uns beibringt, verstehen anhand ihres eigenen Werkes. Ich muss gestehen, sie hat sich drangehalten. Der Perspektive-Wechsel, die verschiedenen Perspektiven, der Schreibstil, diese „negative Spaces“, uvm. hat sie alles gut verpacken können. Es war ein guter Roman, um zwischendurch mal was Lockeres und Einfaches zu lesen. Die Kapitel enden immer sehr passend, dass man weiterblättern wollte. Während ich einkaufen, spazieren oder Fahrrad fahren war, habe ich mir das Hörbuch anhören müssen, weil es mich die ganze Zeit interessiert hat, wie es weitergeht. Die Perspektive Silvie Mankowitz wird von Vera Teltz gesprochen und Vera hat das sooooo gut verkörpert und lebhaft erzählt, habe es einfach geliebt. Alle anderen Perspektiven wurden von Herbert Schäfer gelesen und die waren für mich ganz okay. Die Stimme hat nicht bei allen gepasst, aber wüsste auch nicht, woran es liegen könnte. Auch bei der Geschwindigkeit 2,2x waren die Stimmen klar zu verstehen. Dass Vera die Stimme der Protagonistin Silvie auch nur eine Perspektive erzählt, finde ich gut, denn so wird die Story klarer und man ist der Ich-Perspektive sehr nah. Als Hörbuch und Print habe ich es gerne gelesen und gehört, denn das ständige Kopfkino hatte ich bei beiden. Ich kann es allen empfehlen, die sich für Technologien in einer dystopischen Zukunft mit Thriller-Genre interessieren. „»Finden Sie es nicht interessant, dass nicht selten die Diktatoren von heute die Revolutionäre von damals sind? Ich möchte eine von denen werden, Frau Mankowitz. Macht macht etwas mit einem. Sie korrumpiert. Sie ist besitzergreifend. Ein schleichender Prozess.«“