Reality Show: Roman
von Anne Freytag
Hochspannung zur PrimetimeHeiligabend: Die einflussreichsten Personen Deutschlands werden in ihren Häusern eingesperrt – und ihre Geiselnahmen live übertragen. Der Showmaster tritt vor die Kamera und erklärt die Spielregeln: »Zwar wählen die Menschen ihre Regierung, die Macht liegt jedoch längst nicht mehr beim Volk. Heute präsentieren wir Ihnen diejenigen, die wirklich entscheiden, wer zum Gewinner und wer zum Verlierer des Systems wird. Und glauben Sie mir, jeder von ihnen hat mindestens eine Leiche im Keller.« Nun haben die Zuschauer die Wahl, wer mit einem blauen Auge davonkommt und wer bluten muss. Während die Menschen wie gebannt vor ihren Bildschirmen sitzen, wird eine Frage immer lauter: Wer sind die Drahtzieher hinter der Reality Show?
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Reality Show: Roman
von Anne Freytag
Hochspannung zur PrimetimeHeiligabend: Die einflussreichsten Personen Deutschlands werden in ihren Häusern eingesperrt – und ihre Geiselnahmen live übertragen. Der Showmaster tritt vor die Kamera und erklärt die Spielregeln: »Zwar wählen die Menschen ihre Regierung, die Macht liegt jedoch längst nicht mehr beim Volk. Heute präsentieren wir Ihnen diejenigen, die wirklich entscheiden, wer zum Gewinner und wer zum Verlierer des Systems wird. Und glauben Sie mir, jeder von ihnen hat mindestens eine Leiche im Keller.« Nun haben die Zuschauer die Wahl, wer mit einem blauen Auge davonkommt und wer bluten muss. Während die Menschen wie gebannt vor ihren Bildschirmen sitzen, wird eine Frage immer lauter: Wer sind die Drahtzieher hinter der Reality Show?
Aktuelle Rezensionen(10)
Ich fand die Idee der Geschichte echt richtig genial, allerdings gab es für meinen Geschmack viel zu viele Charaktere & parallele Handlungsstränge, wodurch ich mich am Ende nicht mehr ganz ausgekannt habe. Trotzdem 4/5 ⭐️ und eine klare Empfehlung!
Thema heute: Reality Show von Anne Freytag, oder: Ey Mann, wo ist der Plot? Der Anfang startet richtig interessant. Wir lernen einige Charaktere kennen. Erst 1, dann 2, dann 3 dann 4 und plötzlich… nein, es steht nicht das Christkind vor der Tür, sondern ein TV Team. So weit so gut. Anfangs konnte ich noch den Überblick behalten, aber dann wurde es einfach so extrem chaotisch, dass ich einfach komplett den Faden verloren habe. Wie im Klappentext angekündigt werden einflussreiche Leute im TV vor allen Menschen bloßgestellt und das am Tag der Tage: an Weihnachten. Hier haben sich die Game Master die Top Ten der dicken Fische rausgesucht, sind an Weihnachten in ihr Allerheiligstes eingebrochen und haben zwischen Weihnachtsgans und Kloß mit Soß ebendiese Menschen, nicht ohne Gewaltanwendung, vor die Kameras gezerrt. Die Geschichte spielt in nicht ganz so ferner Zukunft, so dass es für einen großen Teil der Zielgruppe noch erlebbar wäre. Was wir allerdings schnell merken ist, dass die Probleme, die diese Zukunft parat hält bereits heute in unserer Zeit schon ein großes Thema sind und heiß diskutiert werden. Klima, Massenproduktion und Ausbeutung von unterbezahlten Arbeitern und Kindern in der dritten Welt, nur um mit großem Profit produzieren zu können. An sich eine richtig tolle Idee. Es macht aufmerksam auf die Macht der Politik. Die Armen werden ärmer und die Reichen immer reicher. Egal was das Volk wählt, das System hat die Macht, nicht das Volk. Die soziale Schere schneidet, auch heute schon und so wie im Buch geschildert, kann unsere Zukunft wirklich aussehen. Menschen werden nicht nur auf die Straße gehen, sondern zu härteren Mitteln greifen und sich – wie im Buch – auch den technischen Fortschritt zu Nutzen machen. Sie werden richten, wenn es das System nicht tut. Ein unheimlich toller Ansatz, für mich nur leider nicht ansprechend umgesetzt. Wir lernen nämlich wirklich sehr, sehr viele Menschen kennen. Den Moderator, die Top Ten der großen Fische, die Organisatoren, die Menschen hinter dem Moderator und natürlich auch Menschen, die vor dem Fernseher sitzen und die Show verfolgen…, aber eben alle nur so ein bisschen in Momentaufnahmen und viel zu viele. Vermutlich hat die Autorin sich einfach sehr viel vorgenommen. Einzig die beiden Enthüllungen, die im Buch erklärt werden und die Reaktionen darauf konnten mich richtig catchen. Aber vorher mussten wir uns die Stürmung von 8 anderen Häusern reinziehen, die dann am Ende vollkommen in der Luft hängen bleiben. Nachdem ich die letzte Seite erreichte, hatte ich Fragen. Viele Fragen. Man wird irgendwie einfach am Rande des Abgrunds hängen gelassen nachdem man sich, neben interessanten Stellen, durch etliche langwierige Seiten kämpfte. Das Ende soll natürlich zum Nachdenken anregen und der Lesende soll sich Gedanken über das Gelesene machen und eben auf den o. g. Missstand aufmerksam gemacht werden. Aber irgendwie fehlt da einfach was. Ich empfand es als zu unstrukturiert und das Ende zu abrupt, doch irgendwie sollte man es lesen, um sich dieser angedeuteten Thematik bewusst zu werden und sich selbst eine Meinung zu bilden.
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und viele interessante Ansätze. Ich konnte es zwischenzeitlich nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es ausgeht. Ich habe allerdings etwas gebraucht, bis ich in der Story drin war.
So stark der Anfang ist, so schlecht ist das Ende. Ging mir auch bei 'Aus schwarzen Wassern' ähnlich. Sehr schade, denn die Themenwahl der Autorin finde ich sehr interessant.
Super Idee, gut geschrieben, leider zu kurz und dadurch etwas abrupt am Ende