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Materialistischer Queerfeminismus: Theorien zu Geschlecht und Sexualität im Kapitalismus

von Friederike Beier, Jule Govrin, Karina Hermes, Marie Treperman

Format:Softcover
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Ein materialistischer und ein queertheoretischer Feminismus werden einander meist als unvereinbar gegenübergestellt. Ein materialistischer Feminismus bezieht sich auf eine marxistische Theorietradition, in der gesellschaftliche Strukturen im Vordergrund stehen. Der feministischen Queertheorie geht es hingegen ausgehend von poststrukturalistischen Überlegungen um die gesellschaftliche Konstruktion von Geschlecht. Diese theoretische Differenz wird durch den politisch konstatierten Widerspruch zwischen Klassen- und Identitätspolitik noch verstärkt. Während Klassenpolitik oftmals andere Ungleichheitsstrukturen wie Geschlecht und Sexualität außer Acht lässt, wird einer sogenannten Identitätspolitik vorgeworfen, Kapital- und Klassenverhältnisse nicht mitzudenken. Unterschiede werden dabei jedoch überbetont, anstatt Anschlusspunkte für eine emanzipatorische queer-feministische und antikapitalistische Politik in den Vordergrund zu stellen. An dieser Stelle setzt dieses Buch an, das in die theoretischen Grundlagen eines queerfeministischen Materialismus einführt und anhand von aktuellen Debatten zu trans und queerem Marxismus zeigt, wie eine emanzipatorische Theoriebildung jenseits des vermeintlichen Widerspruchs zwischen Queer und Klasse gelingen kann. Mit Beiträgen von Monique Wittig, Christine Delphy, Rosemary Hennessy / Chrys Ingraham, María Lugones, Shahrzad Mojab / Sara Carpenter, Nat Raha, Franziska Haug, Holly Lewis & Sophie Noyé. »Dieses Buch ist ein Fest. Legendäre Texte und schillernde Neuentdeckungen lassen alle Synapsen feuern. Und sie schüren das Begehren, die kapitalistische Vergeschlechtlichung Geschichte werden zu lassen.« – Eva von Redecker

Geschichte, Geistes- & Gesellschaftswissenschaften
240 SeitenSoftcover
Erschienen an: October 5, 2023

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.9(5 ratings)
AstridRezension von Astrid

Aus 2024 ins neue Jahr mitgeschleppt, aber endlich geschafft: ein echtes wissenschaftliches Werk, freiwillig gelesen, vom Anfang bis zum Ende! Alleine deshalb werde ich immer mit Wohlwollen auf dieses wirklich auch sehr ästhetische Cover blicken. Der Inhalt jedoch lässt mich mit mehr Fragen als Antworten zurück: Keinem der im Buch enthaltenen Texte ist es gelungen, überzeugend darzustellen, dass sich queerfeministische und materialistische Analysen von Geschlecht und Kapitalismus wirklich sinnvoll verbinden lassen. Da ich aber auch immer noch nicht verstehe, wieso eigentlich nicht, geht die Suche wohl weiter. Nichtsdestotrotz: ein lobenswerter Ansatz, viele spannende Texte mit teilweise klugen Argumenten und neuen Perspektiven. Kann man machen.

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